Was ist Schaumgold? – Aufklärung & Geschichte

Was ist Schaumgold

Mitte des 19.Jhdt war es üblich und gern gesehen, seinen Reichtum durch üppigen Schmuck zur Schau zu stellen. Dennoch war nicht jeder reich, der damit protzen wollte. Gold war immer schon eins der teuersten Edelmetalle. Ein üppiges Schmuckstück konnte daher schon sehr kostspielig sein. Es musste also ein Weg gefunden werden, um voluminöse Schmuckstücke aus Gold zu fertigen, die dennoch nicht ganz so unerschwinglich waren.

Mehr Schein als Sein

Es wurde also Mitte des 19. Jahrhunderts eine Methode entwickelt, bei der mittels dünner Negativformen Goldbleche zu Hohlformen gepresst wurden. Meistens wurde die Rückseite mit einem weiteren Blech verschlossen. Auf diese Weise entsanden sehr voluminöse Schmuckstücke, die aber leider durch ihr geringes Gewicht auffielen. Daher wurden die meisten Schmuckstücke mit einer Art Kitt oder Ähnlichem gefüllt, damit der Hohlraum nicht so auffällig war.

Besonders oft fand man diese Schmuckstücke aus Schaumgold bei Biedermeierschmuck.
Die Entstehung dieser Art von Schmuck ist wohl so zu erklären.

Wie entstand Schaumgold?

Nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon waren die Finanzen knapp und auch das Edelmetall war rar. Somit ließen sich die Goldschmiede etwas einfallen, um ihr Geschäft wieder anzukurbeln und ihre Auftraggeber mit prunkvollem Schmuck auszustatten. Hierfür verwendeten sie eben das Schaumgold. Das sparte eine Menge an Material und die Füllung gab dem hochwertig aussehenden Schmuck die nötige Stabilität.

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