Was ist Sterling Silber? – Aufklärung und Definition

Was ist Sterling Silber

Wie setzt sich Sterling Silber zusammen?

Sterling Silber entsteht durch eine Verbindung von 92,5 Prozent Silberanteilen und 7,5 Prozent Kupfer oder einem anderen Metall. Früher war die Beimengung von Nickel verbreitet. Mittlerweile wird diese Variante kaum noch angewandt, da viele Menschen auf diesen Stoff allergisch reagieren. Eine Legierung von Silber und Platin gilt als besonders hochwertig, aber dementsprechend kostspielig.

Aufgrund der Zusammensetzung liegt der reine Silbergehalt im Verhältnis 925/1000. Aus der Mengenangabe geht das Synonym ‘925er Silber’ hervor, Schmuckstücke aus Sterling Silber werden zudem mit dem Stempel ‘925’ punziert.

Wortherkunft

Im Vergleich zu herkömmlichem Silber weist Sterling Silber einen höheren Härtegrad auf, ist somit stabiler und fällt durch eine leicht rötliche Farbschattierung ein. Der Beiname ‘Sterling’ geht auf die Sterlinge zurück, mit denen man im früheren England bezahlt hatte. Heutzutage werden sie Pennies genannt. Im englischen Sprachraum kommt der Begriff ‘Sterling Silber’ nicht vor, stattdessen ist das Material dort als Standard Silver geläufig.

Wofür benötigt man Sterling Silber?

Sterling Silber kommt in erster Linie ein ästhetischer Stellenwert zu. Primär wird das widerstandsfähige Edelmetall für die Anfertigung von Schmuck sowie von Besteck verwendet. Des Weiteren bildet Sterling Silber das Rohmaterial für Münzen oder dekorative Gegenstände wie zum Beispiel Kerzenständer.

Was sind seine (chemischen) Eigenschaften?

Silber ist als chemisches Element im Periodensystem zu finden. Dort erscheint es unter der Abkürzung Ag (vom lateinischen ‘argentum’) in der ersten Nebengruppe der Periode 5. Die dazugehörige Ordnungszahl ist die Nummer 47, überdies gehört Silber zur Kategorie der Übergangsmetalle.

Neben Gold, Titan, Platin und Palladium zählt auch Sterling Silber zur Gruppe der Edelmetalle. Diese Stoffe reagieren auf die wenigsten chemischen Einflüsse. Beispielsweise kann Sterling Silber durch Kontakt mit Wasser/Sauerstoff nicht korrosieren, also keinen Rost ansetzen. Abgesehen von seiner Stabilität läuft Sterling Silber mit der Zeit weniger schwarz an als herkömmliches Silber und glänzt deshalb intensiver. Diese Eigenschaften ist dem Legierungsprozess zu verdanken, aus dem das Edelmetall hervorgeht. Eine leichte Schwarzfärbung ist bei Sterling Silber dennoch möglich, kann aber mit einem Silberputztuch schnell beseitigt werden.

Ab einer Temperatur von etwa 779 bis 896 Grad Celsius beginnt Sterling Silber, sich zu verflüssigen. Reines Silber läuft indes Gefahr, beim Schmelzvorgang Sauerstoff zu absorbieren und anschließend beim Erkalten wieder abzugeben (sogenanntes Spratzen). Auf diese Weise kann die Oberfläche beschädigt werden und das Silber würde an Wert verlieren. Bei Sterling Silber besteht das Risiko des Spratzens wiederum nicht, was auf die Kupferanteile zurückzuführen ist. Es nimmt keine Sauerstoffanteile auf, die Optik des fertiges Stoffes bleibt daher optisch unverändert.

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