Was ist Surrealismus?

Surrealismus beschreibt eine Strömung in der Kunst-, Film- und Literaturgeschichte. Entstanden ist diese in Paris um das Jahr 1920 und hat in der Literatur angefangen. Im Surrealismus der Literatur ging es vor allem um das „automatische Schreiben“. Das bedeutet, dass die Autoren, also die Menschen die ein Buch geschrieben haben, einfach aufschreiben, was ihnen in den Sinn kam. Dabei war es nicht wichtig etwas zu schreiben, was dem Leser gefällt.

Die Idee des Surrealismus besteht darin, eine übergeordnete Wirklichkeit zu schaffen. Das dargestellte soll über darüber hinausgehen was wir sehen und soll auch unser Träume, Visionen und das Fantastische und Unwirkliche mit einschließen. Spontane Gefühle und Stimmungen leiteten den Künstler.

Der Begriff Surrealismus leitet sich aus den zwei französischen Wörtern „sûr“ und „réalisme“ ab. „Sûr“ bedeutet „über“ und „réalisme“ wird mit „Wirklichkeit“ oder „Realismus“ ins Deutsche übersetzt. Surrealismus bedeutet also wörtlich übersetzt „Überrealismus“ oder so viel wie „über der Wirklichkeit“.

Merkmale des Surrealismus

Künstler konzentrierten sich darauf das Traumhafte, Fantastische und Widersinnige in den Mittelpunkt zu stellen. Der Surrealismus lässt sich in zwei Formen untergliedern. Der kritisch-paranoische Surrealismus verbindet die Darstellung des Wirklichen mit unrealistischen Einheiten. Bilder von verschmolzenen Uhren oder Elefanten mit Spinnenbeinen gehören zu dieser Form. Die zweite Stilrichtung des Surrealismus ist der absolute Surrealismus. Hier gibt es keine Gemeinsamkeit mit der Wirklichkeit. Diese Form ermöglicht es dem Künstler seinem Unterbewusstsein während des Malens freien Lauf zu lassen.

Neu entwickelte Arbeitstechniken

In der Zeit des Surrealismus entwickelten sich vier verschiedene Arbeitstechniken. Die erste Technik, welche auch den Surrealismus gestartet hat, ist der Automatismus. Hierbei benutzt der Künstler eine spontane Arbeitsweise. Ein Maler bestrich zum Beispiel seine Leinwand mit Kleber und schmiss sie anschließend Sand darauf. Danach fügte er Farbe hinzu.

Eine weitere Arbeitstechnik ist die Frottage. Hierbei wird ein Stückpapier auf eine strukturierte Oberfläche, zum Beispiel auf Holz. Danach wird mit einem Stift vorsichtig über das Papier gemalt. Dadurch drückt sich die Maserung durch und das Bild bekommt eine einzigartige Musterung.
Bei der Grattage werden mehrere Farben in Schichten auf die Leinwand aufgetragen. Danach kann der Künstler einige Stellen wieder abkratzen. Hierbei entstehen neue Farbmuster.

Die vierte Technik, welche während des Surrealismus entstanden, ist die Collage. Hierbei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sie kann nur einem Material, wie Papierschnipseln oder aus mehreren Materialien zusammengesetzt werden. Die verschiedenen Elemente können aus zum Beispiel Metall, Stoffen, Holz oder Farbe bestehen und bilden zusammen ein Kunstwerk.

Vorläufer des Surrealismus

Die Idee die Wirklichkeit zu verändern und Träume, Unwirkliches und das Unterbewusstsein in Werke einfließen zu lassen stammt aus der deutschen Romantik.
Die Epoche direkt vor dem Surrealismus ist der Dadaismus. Dieser startete 1916 in Zürich. Er lehnte traditionelle Kunstformen ab und stellte Dinge übertrieben da.

Vertreter und bekannte Werke

Der französische Schriftsteller André Breton gilt als Begründer des Surrealismus. Auch der deutsche Künstler und Bildhauer Max Ernst wird als Begründer des Surrealismus bezeichnet. Max Ernst entwickelte und verbesserte die Arbeitstechniken der Frottage und der Grattage weiter. Seine berühmtesten Bilder sind „Aquis Submersus“ von 1919 und „ The Elephant Celebes“ von 1921.

Wohl die bekanntesten Bilder dieser Epoche wurden von dem spanischen Künstler Salvador Dalí und dem belgischen Maler René Magritte erschaffen. Beide Künstler schafften es traumähnliche Kunstwerke in einer neuen Realität zu erschaffen. Dalís lies in seinen Bildern immer wieder Uhren schmelzen oder brennende Giraffen auftauchen.

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