Was ist Termingeld? – Erklärung & Beispiel

Termingelder werden von Banken angeboten. Sie sind eine kurz- bis mittelfristige Anlage des eigenen Kapitals beim Kreditinstitut. Man kann dabei eine feste Laufzeit vereinbaren oder eine konkrete Kündigungsfrist. Bei ersterem spricht man dann von einem Festgeld. Bei letzterem spricht man dann vom Kündigungsgeld.

Termingelder zeichnen sich also dadurch aus, dass sie eine bestimmte Einlageform darstellen, die durch Laufzeiten oder Kündigungsfristen begrenzt sind. Es gibt keine Mindestlaufzeiten oder sonstige Beschränkungen. Traditionell werden sie von Privatleuten aber kurz- bis mittelfristig genutzt.

Die konkreten Merkmale

Kreditinstitute unterscheiden zwischen einem Festgeld und einem Kündigungsgeld.

  • Meist entscheiden sich private Anleger für das Festgeld. Das Kapital wird für einen konkreten Zeitraum auf einem Festgeldkonto deponiert. Bis zum Ende des Festgelds wird ein Zinssatz festgelegt. Erst nach Ablauf der Frist kann wieder über das Geld verfügt werden. Eine Verlängerung des Tagesgeldes kann dann auch von den Banken angeboten werden.
  • Das Kündigungsgeld auf der anderen Seite wird auf einem Konto angelegt, welches durch variable Zinsen verzinst wird. Hier wird eine Frist festgelegt, die nach der Kündigung eingehalten werden muss, bis auf das Geld zugegriffen werden kann. Während der Laufzeit wird in der Regel ein fester Zins festgelegt.

Übliche Fristen und Laufzeiten

Üblicherweise werden Mindestlaufzeiten von circa einem Monat festgelegt. Nach oben hin sind den Laufzeiten keine Grenzen gesetzt. Je nach Kreditinstitut können diese Mindestlaufzeiten variieren. Normalerweise ist liegt die maximale Laufzeit bei sechs Jahren. Im Bereich der Kündigungsgelder wird normalerweise ein Zeitraum von unter einem Jahr festgelegt.

Der richtige Zinssatz

Die Höhe des Zinssatzes hat einen Einfluss auf die Verfügbarkeit des Geldes. Je höher der Zins desto eingeschränkter ist der Zugang zum Kapital. Sinn hinter diesem Vorgehen ist, dass der Anleger Kapital zur Verfügung stellt. Damit die Bank sicher sein kann, dass keine unvorhergesehenen Beträge abgehoben werden, werden dann höhere Zinsen angeboten. Der Liquiditätsverzicht des Anlegers soll entlohnt werden. Die Kreditinstitute geben in der Regel auch keine Zustimmung für vorzeitige Verfügungen. Sollten doch vorzeitige Abhebungen erlaubt sein, so senken die Banken in der Regel die Zinsbeträge.

Sicherheiten im Bereich von Termingeldern

Termineinlagen, die über Kreditinstitute laufen, unterliegen den gesetzlichen Vorschriften zur Einlagensicherung. Alle Kapitalbeträge bis zu einer Höhe von 100.000 Euro, werden von den Banken gegen Ausfälle versichert. Die Nutzung von Termingeldern ist daher eine sehr sichere Anlagemethode.

Ist das Termingeld eine seröse und sinnvolle Anlageform?

Wenn Sie in absehbarer Zeit Geld benötigen, jetzt gerade aber keinen Mehrwert vom bisherigen Kapital haben, dann bietet sich eine kurzfristige Anlage des Geldes durchaus an. Prinzipiell wird das Geld nur auf einem anderen Konto zwischengelagert, bis die Fristen abgelaufen sind. Da man während der Anlage keinen Zugriff auf das Geld hat, bietet sich die Variante nicht als „Reserve“ an. Auch für den langfristigen Aufbau von Kapital bietet sich die Methode weniger an. Für längerfristige Anlageformen, gibt es heute wesentlich besser verzinste Angebote.

Hier noch einmal die Merkmale von Termingeldern im Überblick:

  • Termingelder sind eine spezielle Anlageform bei Kreditinstituten mit einer festen Laufzeit oder einer konreten Kündigungsfrist
  • Die Verfügbarkeit des Geldes kann erst ab einer gewissen Zeit erfolgen
  • Termineinlagen werden besser verzinst als normale Konten

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