Was ist Unlauterer Wettbewerb? – Erklärung & Beispiel

Im Wettbewerb auf dem Markt gibt es sogenannte „gute Sitten“, die von den Unternehmen eingehalten werden sollten, was im Klartext bedeutet, dass die Unternehmen auf dem Markt einen Maßstab einhalten, welchene Unternehmen auf dem Markt und bei ihrem Marketing ansetzen, welche billig und gerecht denken. Ist dies nicht der Fall und verstößt ein Unternehmen gegen diese sogenannten „guten Sitten“, dann spricht man von einem unlauteren Wettbewerb.

Welches Verhalten darunter fällt, wird von dem UWG geregelt und festgelegt.

Die Folgen

Wenn ein Unternehmen auf dem Markt einen unlauteren Wettbewerb praktiziert, dann hat dies Folgen und Einflüsse auf den Geschäftsverkehr und stellt auch in dem Wettbewerbsrecht eine bestimmte Form des Rechtsbruchs dar. So kann gegen Unternehmen, welche unlauteren Wettbewerb praktizieren, Schadensersatz beansprucht werden und auch Unterlassensansprüche können erhoben werden.

Rechtliche Grundlagen

Der unlautere Wettbewerb ist nicht nur genau definiert, sondern beruht auch auf einer gesetzlichen Grundlage. Diese Normen, welche den unlauteren Wettbewerb gesetzlich regeln, sind deshalb rechtlich verankert, im einen fairen und gesunden Wettbewerb auf dem Markt zu ermöglichen und die anderen Teilnehmer auf dem Markt gegen dieses Verhalten zu schützen.

Diese Möglichkeit die Teilnehmer auf dem Markt vor einem solchen Verhalten zu schützen, was auch gesetzlich verankert ist, besteht seit dem Jahre 1909, wurde seitdem jedoch immer wieder überarbeitet und ergänzt.

Diese gesetzliche Grundlage ist sehr wichtig, denn, zwar ist ein gesunder Wettbewerb auf dem Markt wichtig und fondamental, doch dieser sollte auch wirklich gesund und fair sein, indem die agierenden Unternehmen die Spielregeln einhalten, welche von dem Staat gesetzlich festgelegt und durchgesetzt werden.

Unzulässige Formen

Von einem unlauteren Wettbewerb redet man dann, wenn verschiedene Verhaltensweisen bestimmter Unternehmen, anderen Unternehmen schaden und nichts mehr mit einem fairen und gesunden Wettbewerb zu tun haben.

Diese Verhaltensweisen, welche unter den unlauteren Wettbewerb fallen, sind in dem Artikel 4 UWG aufgelistet und festgehalten. Eine Form des unlauteren Wettbewerbes ist zum Beispiel eine sehr aggressive Verkaufsmethode, welche ein Unternehmen anwendet, oder wenn dieses systematisch versucht Arbeitskräfte a anderer, konkurrierenden Unternehmen abzuwerben. Doch auch andere Dinge, wie zum Beispiel die Verletzung von Geschäftsgeheimnissen, oder auch Angaben in in Werbung, welche nicht der Wahrheit entsprechen, um mehr Kunden, durch diese Unwahrheiten zu werben. Es gibt aber auch noch viele weitere illegale Geschäftspraktiken, welche zu dem unlauteren Wettbewerb gehören, wie zum Beispiel unter anderem auch die Verwendung und somit Ausbeutung von fremden Leistungsergebnissen.

Was kann man tun?

Wenn man von diesen illegalen, unlauteren Wettbewerb betroffen ist, dann kann man sich gegen die, möglicherweise, negativ eintretenden Folgen wehren.

Betroffene Menschen können dabei zum Beispiel Konkurrenten oder auch Kunden des Unternehmens, das Unternehmen verklagen, da ihnen durch das Handeln des Unternehmens ein negativer und nachweisbarer Schaden entstanden ist.

Die Ansprüche

Wenn ein Betroffener das Unternehmen verklagt, dann hat dieser Ansprüche gegenüber dem negativ handelnden Unternehmen, welche in Form von Auskunftsansprüchen, Beseitigungsansprüchen, so wie auch Gewinnabschöpfungsansprüchen und Schadensersatzansprüchen auftreten. Zu guter letzt hat der Geschädigte auch Unterlassungsansprüche gegenüber dem Unternehmen.

Zusammenfassung

Wenn ein Unternehmen mit seinen Verhalten gegen die guten Sitten verstößt und somit anderen Personen einen nachweisbaren Schaden mit diesem zufügen, dann liegt ein unlauterer Wettbewerb vor, gegen welchen die Betroffenen rechtlich vorgehen können.

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