Was sind Bankschuldverschreibungen? – Erklärung & Beispiel

Bankschuldverschreibungen werden von Kreditinstituten emittiert, die keine Einlagen entgegennehmen. Das aufgenommene Fremdkapital dient als liquides Mittel oder zur Gewährung von Krediten.

Funktionsweise von Bankschuldverschreibungen

Banken haben wie alle anderen Unternehmen Liquiditätsbedarf oder benötigen Kapital zur Durchführung von Investitionen. Bankschuldverschreibungen, die auch als Sparbriefe bezeichnet werden, führen zur Generierung von Fremdkapital. Das bedeutet, dass Kapitalgeber der Bank Kapital überlassen und als Gegenzug laufend Zinsen erhalten bzw. ein Recht auf vollständige Rückzahlung haben.

Bankschuldverschreibung vs. Anleihe

Sparbriefe und Anleihen unterscheiden sich nur in wenigen Details. Sie haben gemein, dass sie über einen festen, über die Laufzeit hinweg identen Zinssatz verfügen. Während jedoch Bankschuldverschreibungen stets zum vollständigen Nennwert erworben werden, ist dies bei Anleihen nicht immer der Fall. Hinzu kommt, dass erstere üblicherweise nicht auf der Börse gehandelt werden. Weitere Unterscheidungen sind die Spesenfreiheit und die Beleihbarkeit zu 100% des Beleihungswerts von Sparbriefen.

Der Zinssatz von Bankschuldverschreibungen ist in der Regel niedriger als bei Anleihen. Dies liegt an dem geringeren Risiko, das Kapitalgeber eingehen. Schließlich sind Sparbriefe bis zu 100.000 Euro in der EU durch den staatlichen Einlagensicherungsfonds geschützt, der im Zuge der Finanzkrise geschaffen wurde. Das bedeutet, dass der Staat bei einer Insolvenz der Bank einspringt, was er bei einem Unternehmenskonkurs nicht machen würde.

Bankschuldverschreibungen – Übersicht

  • Dienen der Aufnahme von Fremdkapital
  • Für Investitionen oder zur Deckung des Liquiditätsbedarfs
  • Absicherung durch den staatlichen Einlagensicherungsfonds

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