Was sind Betriebssteuern? – Erklärung & Beispiel

Kommt ein Unternehmen seinem Geschäftszweck nach, so entstehen Betriebssteuern. Hier wird in der Regel der Gewinn besteuert, wobei die Rechtsform eines Unternehmens für die Höhe der Betriebssteuer irrelevant ist.

Generell ist zu sagen, dass Betriebssteuern alle Steuern sind, die durch den Betrieb veranlasst werden. Diese können in der Gewinnermittlung bzw. der Bilanz als Betriebsausgaben verbucht werden. Hierzu gehören auch die Gewerbesteuer und auch die Grundsteuer für betriebliche Grundstücke und auch die Kraftfahrzeugsteuer für betriebliche Fahrzeuge.

Entstehung von Betriebssteuern

Kurz und Knapp gesagt unterliegt ein Unternehmen, sobald es eine wirtschaftliche Aktivität ausführt, verschiedenen Steuervorschriften. Die sogenannte Betriebssteuer snd jene Steuern, die in Verbindung mit der Betriebliche Aktivität stehen. Hier spielt der Gewinn eine Rolle, der besteuert werden muss und zwar unabhängig von der Rechtsform. Es ist also irrelevant ob es sich beim Unternehmen um eine GmbH oder einer AG handelt oder sogar um ein Einzelunternehmen.

Hauptgrund für das Steuerprinzip ist die Wettbewerbsneutralität, die somit gegeben werden soll. Denn bei der Betriebssteuer bleiben jedem Unternehmen der selbe Bruttogewinn beim gleicht Nettobetrag. Würden so Konzerne aufgrund verschiedner Rechtsformen unterschiedlich besteuert, so würden sich für manche Rechtsformen bestimmte Vorteile ergeben, wie zum Beispiel:

GmbH: Diese GmbH erwirtschaftet einen Jahresüberschuss von 1 Mio. Euro. Laut einem fiktiven Gesetz würde der Gewinn mit 10 Prozent besteuert.

AG: Auch diese AG erwirtschaftet einen Überschuss von 1 Mio. Euro. Allerdings besagt das fiktive Gesetz, dass eine AG 15 Prozent Steuern zahlen muss. Begründet könnte dies zum Beispiel durch die Größe sein.

Es geht also hervor, dass die GmbH also steuerlich besser gestellt ist als die AG. Dies führt dann zu einem Wettbewerbsvorteil eine GmbH, insbesondere dann, wenn beide Unternehmen in der gleichen Branche tätig sind bzw. in direkter oder auch indirekte Konkurrenz stehen.

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Beispiele für Betriebsteuern

Die Umsatzsteuer sowie auch die Gewerbesteuer sind hier nur klassische Beispiele für Betriebssteuern. Die Umsatzsteuer muss von jedem Unternehmen gezahlt werden, egal welche Rechtsform diese vorweist und wie hoch der Gewinn auch ist. Ausnahme: Die Kleinunternehmerregelung befreit zum Beispiel Unternehmen, welche einen Jahresumsatz von unter 17.500 Euro im Gründungsjahr erzielen für das Folgejahr und 50.000 Euro dieser Steuern.

Auch die Gewerbesteuer muss von allen Unternehmen bezahlt werden. Hier spielt es ebenfalls keine Rolle ob man Einzelunternehmen ist oder aber eine Aktiengesellschaft. Alle Unternehmen zahlen denselben Steuersatz in einer Gemeindet. Es gibt jedoch Freibeträge und auch diverse Möglichkeiten steuerlicher Absetzbarkeit, weshalb auch Einzelunternehmer von der Steuerlast befreit werden können.

Zusammenfassung:

  • Betriebssteuern werden auf den Umsatz bzw. auf den Gewinn eines Unternehmens erhoben
  • Es ist irrelevant welche Rechtsform das jeweilige Unternehmen dabei vorweist
  • Beispiele für Betriebssteuern sind Gewerbe- sowie Umsatzsteuer

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