Was sind die meist verbreiteten Nachnamen in den USA?

Was sind die meist verbreiteten Nachnamen in den USA

Obwohl die USA als Einwanderungsnation eine schier unendliche Bandbreite an Namen und Nachnamen mit sich bringt, so gibt es jedoch ein paar davon, die besonders häufig vorkommen. Im Folgenden werden die Top 3 der beliebtesten Nachnamen in den Vereinigten Staaten aufgelistet, mit allen relevanten Informationen und Erklärungen. Dabei ist zu beachten, dass mit der Häufigkeit immer die relative Häufigkeit gemessen an der lokalen Einwohnerzahl gemeint ist, nicht die totale Häufigkeit mit den insgesamt meisten Namensträgern in einer Region.

1. Smith

Häufigkeit und Verbreitung

So wie im deutschen Sprachraum der Name “Schmidt” sehr weit verbreitet ist, verhält es sich mit seinem englischen Gegenstück ähnlich. “Smith” ist mit etwa 2,7 Millionen Trägern der am häufigsten vorkommende Nachname in den USA. Durch diese hohe Anzahl ist er überall im ganzen Land anzutreffen, in manchen Staaten ist er aber auf seine Häufigkeit pro Einwohner gerechnet deutlich öfter vertreten, als in anderen. Regional sieht man den Namen am ehesten in den Südstaaten. Konkreter gesagt ist die größte Dichte in Mississippi, Alabama und Arkansas zu finden.

Herkunft

“Smith” leitet sich genauso wie “Schmidt” vom Schmied als Berufsbezeichnung ab. Die starke Verbreitung dieses Namens lässt sich dadurch erklären, dass die Schmiedekunst in Europa schon seit Jahrhunderten ein so gut wie überall bekanntes Handwerk gewesen ist. Praktisch jedes Dorf hatte seine eigene Schmiede. Als dann die Siedler vor allem aus England nach Amerika auswanderten, kam der Name in die Neue Welt. Verstärkt wurde der Trend dadurch, dass unter anderem Sklaven den Namen von ihrem Herren übernahmen oder aber auch deutsche Einwanderer mit dem Namen “Schmidt” auf “Smith” wechselten, um sich der überwiegend englischsprachigen Kultur anzupassen.

2. Johnson

Häufigkeit und Verbreitung

Mit nahezu 2,2 Millionen Namensträgern folgen die Johnsons mit etwas Abstand auf die Smiths. Ähnlich wie bei den Letzteren ist der Name “Johnson” insbesondere in den Südstaaten stark vertreten, zusätzlich ist hier aber die Verteilung in den nördlichen Bundesstaaten des mittleren Westens ähnlich hoch. Pro Kopf kommt “Johnson” in Minnesota, North Dakota und Mississippi am häufigsten vor.

Herkunft

Im Gegensatz zu “Smith” ist “Johnson” keine Berufsbezeichnung, sondern ein Name, der einen biblischen Ursprung hat. Wörtlich genommen bedeutet “Johnson” nämlich “Sohn des Johannes”, wobei “John” generell die anglisierte Form von “Johannes” darstellt und auch als Vorname oft anzutreffen ist.

Dass der Name zu einer solchen Verbreitung gelangen konnte, lässt sich am ehesten dadurch erklären, dass die USA ein Land sind, das seit der Kolonialzeit fest mit dem christlichen Glauben verwoben ist. Auch hier taten obendrein die englischen und vor allem die schottischen Einwanderer ihr Übriges, vor allem solche, die dem Puritanismus angehörten. Weiterhin könnte der Name auch von skandinavischen Immigranten weitergetragen worden sein, da in diesen Ländern “Johannson” in verschiedenen Schreibweisen, aber mit gleicher Bedeutung, ein ebenfalls oft anzutreffender Name ist.

3. Williams

Häufigkeit und Verbreitung

“Williams” belegt auf der Liste der amerikanischen Nachnamen mit der weitesten Verbreitung den dritten Platz. Mit ca. 1,9 Millionen Trägern ist er der erste, der unter die Zwei-Millionen-Marke fällt, ist aber an “Johnson” noch vergleichsweise nah dran. Erneut trifft man diesen Namen besonders häufig im Süden des Landes, darüber hinaus aber auch noch in den östlich liegenden Gebieten der Vereinigten Staaten. Dabei sind die Bundesstaaten Georgia, Mississippi und Louisiana bei der Pro-Kopf-Verteilung am weitesten vorne.

Herkunft

Im Gegensatz zu den vorherigen Nachnamen ist die Herkunft von “Williams” nicht ganz eindeutig geklärt. Es wird spekuliert, dass der Name aus dem Französischen stammen könnte, wo er “Sohn des Guillaume” bedeutet, wobei “William” die englische Variante von “Guillaume” ist.

Darüber hinaus ist eine weitere Möglichkeit die Zusammensetzung aus den auch im Deutschen bekannten Bestandteilen “Will” und “Helm”, wobei beides in Kombination aus älteren Sprachen übersetzt so viel wie “Entschlossen zum Schutze” bedeuten könnte.

Da auch dieser Name in Europa weit verbreitet war, im angelsächsischen Raum vor allem in England und Wales, ist die naheliegendste Erklärung für dessen Vorkommen in Nordamerika eine große Zahl an Einwanderern mit entsprechendem Familiennamen. Das würde auch die statistisch besonders hohe Häufigkeit im Osten des Landes nachvollziehbar erscheinen lassen, da die Immigranten aus Europa hier naturgemäß zuerst ankamen.

Hat dir der Beitrag gefallen?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here