Was sind Endorphine? – Erklärung

Endorphine sind Glückshormone, die vom Körper selbst produziert werden. Positive Gefühle und Glücksgefühle werden durch sie ausgeschüttet. Sie unterdrücken Schmerzen und aktivieren sich bei Notfällen, so dass man erstmal noch keine Schmerzen empfindet.

Endogene Morphine ist die Langform für Endorphin, sie sind in der Wirkung mit den körperfremden Morphinen gleich zu setzen. Sie zählen zu den Neurotransmittern und entstehen größtenteils in der Hirnanhangdrüse und in einem Teil des Zwischenhirns. Sie docken im Gehirn an die Rezeptoren, genau wie Opiate, und lösen somit Euphorie und Glücksgefühle aus. Bereits im Jahr 1975 wurden im Zwischenhirn eines Schweines Endorphine nachgewiesen, verantwortlich dafür waren die Pharmakologen Hans Walter Kosterlitz und John Hughes.

Endorphine zeigen sehr unterschiedliche Wirkungen, außer des seelischen Wohlbefindens kann diese körpereigene Droge auch andere Auswirkungen haben. So zeigt sie zum Beispiel schmerzhemmende, beruhigende Wirkungen, aber sie dienen auch als Antistressmittel, zur Stärkung der Abwehr sowie für besseren Schlaf. Sie bewirken einen Schmerzkiller in lebensbedrohlichen Situationen und sorgen für einen heiteren Gemütszustand. Sie sind aber auch an der Herstellung von Sexualhormonen beteiligt und besonders während eines Geburtsvorganges bilden sie sich in höchster Form. Selbst bei Sterbenden löst der Körper noch Endorphine aus, auf die er zurückgreift, um das Ende leichter zu machen.

Auslöser für Endorphine können psychologische sowie auch physiologische Faktoren sein. Sport ist einer der größten Endorphin – Hersteller. Dabei sind Extremsportarten wie Drachenfliegen, Bungee – Jumping oder Bergsteigen sehr produktiv. Auch beim Yoga, der Meditation oder dem autogenem Training werden Endorphine produziert.

Der einfachste Auslöser für Endorphine ist und bleibt das Lachen. Dadurch werden Stresshormone abgebaut und schon 20 Sekunden Lachen ersetzen 5 Minuten Rudern. Auch Fasten bringt die Produktion von Endorphinen in Gange, im Gegensatz dazu macht aber auch Schokolade glücklich, wobei der Zustand nach Schokolade nur kurz anhält und man länger was von den Kalorien auf der Hüfte als von dem Glücksmoment hat. Kalorienarmes Obst und Gemüse steigern ebenso das Glückshormon.

Es gibt Menschen die sind süchtig nach dem Endorphin – Kick, aber das kann auch Nachteile haben. Bei regelmäßigem Training gewöhnt sich der Körper an das eigene Doping und der Bedarf wird immer höher und der Mensch treibt immer mehr Sport um die Produktion anzukurbeln. Muss ein sportlicher Mensch aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, so passiert es in den meisten Fällen das man an Depressionen und Unwohlsein leidet.

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