Was sind Rückwärtsauktionen? Aufklärung, Vor- & Nachteile

Was sind Rückwärtsauktionen

Die Rückwärtsauktion

Die Rückwärtsauktion wird auch als holländische Auktion bezeichnet. Als holländische Auktion wird sie bezeichnet, weil dieser Handel aus dem niederländischen Tulpenverkauf hervorgeht. Bei dieser Art der Auktion erhält nicht wie sonst üblich der Höchstbietende den Zuschlag, sondern es wird mit fallenden Preisen verhandelt. Gleich ist, dass auch hier ein Startpreis festgelegt wird.

Im Laufe der Auktion sinkt dieser Preis jedoch. Erfolgt bei einem Wert die Zustimmung des Kaufinteressenten, so erhält dieser den Zuschlag. Es gilt also ein bisschen zu pokern, wie weit der Preis fallen wird. Wer grundsätzlich ein Gebot abgeben möchte, der muss eine pro Gebot eine Gebühr entrichten. Man kann zu Beginn der Auktion ein Kontingent erwerben, welches man im Laufe der Auktion ausgeben kann.

Die Gebühr ist allerdings unabhängig von der Höhe des Gebots. Die Rückwärtsauktionen gibt es aber nicht nur im Zusammenhang mit Gütern. Es können auch Handwerker- und andere Dienstleistungen über eine Rückwärtsauktion abgewickelt werden. Hier gibt man sein Startgebot frei und es erhält derjenige den Zuschlag, der das niedrigste Gebot abgiebt.

Vorteile

Anders als bei der gewöhnlichen Auktion geht eine Rückwärtsauktion schneller. Der Kaufinteressent muss bei Interesse nur Zustimmen, und er erhält den Zuschlag. Er kann dann nicht mehr unterboten werden. Somit gibt es keinen Bieterkampf. Mit dieser Auktionsmethode kann man viele Güter in einem kurzen Zeitraum verkaufen. Bei der Dienstleistungsauktion spart man sich als Anbieter die Suche nach einem passenden Dienstleister.

Auch die Preise müssen nicht mehr verglichen werden. Oftmals erhält man hier ein vergleichsweise günstiges Angebot, da die Bieter bis an ihre Schmerzgrenzen gehen. Bei der Rückwärtsauktion kann der Bieter zudem seinen monetären Einsatz ziemlich genau definieren. Zumindest weiß er hier, mit welchem Kaufpreis er maximal zu rechnen hat. Je länger die Auktion dauert, desto günstiger wird es für den Bieter.

Nachteile

Ein Nachteil für den Käufer ist, dass er keinen Preis für sein Gut erhält, der über dem Startpreis liegt. Daher sollte er den Preis von vornherein hoch ansetzen. Hierzu muss er aber über ausreichend Erfahrung und Sachverstand verfügen, um den Wert des Produktes richtig einzuschätzen. Besteht wenig Interesse, so fällt der Preis immer weiter. Zudem steht man als Käufer unter dem ständigen Druck, dass ein Mitbieter einen Zuschlag erhält. In diesem Fall ist die Auktion direkt beendet und man kann nicht mehr in das Prozedere eingreifen.

Man darf es mit dem Preisverfall aus diesem Grund nicht übertreiben. Man muss hier erkennen können, wie begehrt das Auktionsstück ist und wie realistisch der angesetzte Preis war Hier treffen häufig unterschiedliche Wertvorstellungen aufeinander. Generell wird eine Rückwärtsauktion eher in wettbewerbsschwachen Bereichen eingesetzt.

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