Was sind Umweltzertifikate? – Erklärung & Beispiel

Unternehmen, welche in der Produktion tätig sind, oder auch andere Unternehmen, stoßen in einer bestimmten Menge Schadstoffe aus, welche dann in die Luft gelangen und somit zu der Verschmutzung der Umwelt beitragen. Wenn ein Unternehmen diese begrentze Schadstoffemission nicht einhalten kann, weil es mehr Schadstoff produziert, muss es zunächst einmal ein Umweltzertifikat erwerben.

Der Erwerb eines solchen Umweltzertifikates kostes einen zusätlichen Beitrag, was aus dem Grund so ist, dass die Unternehmen sich, bevor sie ein solches Umweltzertifikat kaufen, genau überlegen, ob sie dieses wirklich benötigen. Dadurch, dass die Zusatzkosten für die Umweltzertifikate sehr hoch sind, soll die Belastung der Umwelt reduziert werden. Stattdessen sollen die Unternehmen auf technologien zurückgreifen, welche diese Schadstoffemission zusätzlich reduzieren und mindern.

Es handelt sich bei diesen Umweltzertifikaten genau gesagt um das Recht die natürlichen Ressourcen in einem höheren Maß, als gesetzlich geregelt und erlaubt, nutzen zu können.
Es gibt unterschiedliche Schadstoffe, welche bei unterschiedlichen Unternehmen freigesetzt und anschließend abgestoßen werden. Damit die Unternehmen und die Firmen ihre Arbeit verrichten können, können sie deshalb ein Zertifikat kaufen, welches ihnen die Emission in einer bestimmten Menge eines bestimmten Schadstoffes erlaubt. Dabei ist jedoch anzumerken, dass diese Umweltzertifikate nicht in ganz Deutschland gleich sind, sondern von Region zu Region variieren können. So beschränkt sich das erworbene Umweltzertifikat auf die Region, in welcher dieses gültig erworben wurde.

Der Schutz der Umwelt

Ein Umweltzertifikat zählt zu den umweltpolitische Maßnahmen, welche dafür entwickelt wurden, um die Emission von Schadstoffen zu reduzieren und somit den insgesamten Ausstoß an Schadstoffen zu verringern, um die Umwelt gut und vor allem nachhaltig schützen zu können. Der Schaden, welcher durch die Schadstoffe, welche ausgestoßen werden, betrifft dabei die Volkswirtschaft, welche die Politik durch die Umweltzertifikate vor diesen Schäden schützen möchte.

Die Funktionsweise

Damit die Umwelt geschützt werden kann und die Unternehmen nicht mehr so viele Schadstoffe ausstoßen können, und in einem gewissen Maße dazu gezwungen werden auf neue Technologien zurückzugreifen, welche keine so hohen Schadstoffemissionen provozieren, hat sich die Politik die Umweltzertifikate einfallen lassen. Möchte ein Unternehmen Schadstoffe ausstoßen, welche bei der Produktion oder ähnlichem anfallen, müssen sie im Voraus ein teures Umweltzertifikat kaufen, welches sehr teuer ist und auch immer nur für einen bestimmten Schadstoff und eine bestimmte, begrenzte Menge gilt.
Je weniger Zertifikate ein Unternehmen hat, desto weniger Schadstoffe darf es bei der Produktion der Güter ausstoßen.

Möglichkeiten für die Unternehmen

Da die Umweltzertifikate sehr viel Geld kosten und die Unternehmen oft nicht das Geld haben, oder das Geld nicht ausgeben wollen, um diese Zertifikate zu kaufen, stehen diesen andere Maßnahmen zur Auswahl, welche diese wählen und nutzen können.

Andere Maßnahmen können auch in Frage kommen, wenn die Nachfrage an solchen Zertifikaten, welche von der Politik bewusst und gewollt begrenzt sind, höher als die Anzahl der Zertifikate ist, bestimmt diese Nachfrage, wie es auch in der sozialen Marktwirtschaft der Fall ist, den Preis für die Zertifikate.

Unternehmen können sich diese Umweltzertifikate am Markt kaufen, wenn der Preis für die Reduktion von der Schadstoffemission höher ist, als der Preis für diese Umweltzertifikate. Eine weitaus bessere und von der Politik gewollte Maßnahme ist jene, dass das Unternehmen Maßnahmen trifft und auf innovative Technologien zurückgreift, um den Kauf der Umweltzertifikate zu umgehen, wobei dies nicht nur die Schadstoffemission reduziert, sondern auch weitaus kostengünstiger als der Kauf der Zertifikate ist.

Dadurch, dass die umweltschützenden Maßnahmen, welche den Unternehmen als kostengünstige Alternative zu den Umweltplaketen zur Verfügung steht, günstiger als die Umweltzertifikate sind, kann so das Ziel die Umwelt zu schützen und die Emission von Schadstoffen zu reduzieren, so aus volkswirtschaftlicher Sicht erreicht werden. Dabei ist jedoch auch wichtig und eine fondamentale Voraussetzung, dass die Umweltzertifikate nur in geringen Mengen herausgegeben werden und die Unternehmen vermehrt auf die kostengünstigen und umweltschonenden Technologien zurückgreifen.

Die volkswirtschaftliche Begründung

Natürlich beschränken die Umweltzertifikate die Unternehmen in einem gewissen Sinne, beziehungsweisen setzen diese die Unternehmen in die Bedingung entweder viel Geld auszugeben oder umweltschonend zu produzieren, doch das bedeuted nicht, dass diese Zertifikate einen staatlichen Eingriff in die Marktwirtschaft darstellen.

Aus ökonomischer Sicht führen diese Zertifikate auch nicht zu Wohlfahrtsverlusten oder Wettbewerbsverzerrungen auf dem Markt, da die negativen, externen Effekte, welche bei der Produktion der Gütern auftreten weitaus gravierender für die Umwelt und somit auch für die Umwelt sind.

Beispiele

Beispiele dafür, dass die Umweltzertifikate nicht in die Marktwirtschaft eingreifen sind zum Beispiel Unternehmen, welche für die Produktion von Autos zuständig sind. Bei der Produktion von den Autos stößt ein Unternehmen sehr viel schädliches CO2 aus, welches nicht nur die Menschen, sondern auch die heimischen Fischer beeinträchtigt, welche durch diese Emission beträchtliche und bemerkenswerte, geringere Fangquoten haben.

Wenn man sich einen Chemiekonzern ansieht, dann stellt man fest, dass die Abfälle, welche bei der Produktion anfallen, sogar teilweise in das Grundwasser fließen, weshalb einige Bauern dieses nicht mehr nutzen können, um damit die Äcker zu bewässer. Aus diesem Grund komme auf diese teure Kosten zu, wenn sie deswegen eine oder mehrere, teure und kostenintensive Wasserleitungen verlegen lassen müssen.

Deshalb kann man sagen, dass die Schadstoffemission der Unternehmen einen negativen Einfluss auf diverse, einzelne Wirtschaftssubjekte hat und nicht in dem Preis enthalten sind, welchen die Umweltverschmutzer zahllen müssen. Genau aus diesem Grund gibt es die Umweltzertifikate, welche die Kosten, welche bei der Schadstoffemission entstehen, ausgleichen sollen.

Die kurze Zusammenfassung

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Umweltzertikate von den Unternehmen käuflich erworben werden müssen und diese somit autorisieren Schadstoffe in einer bestimmten, festgesetzten Menge, ausstoßen zu dürfen. Dadurch sollen die Umwelt geschützt und die negativen externen Effekte ausgeglichen werden.

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