Was unterscheidet die Gemüsezwiebel von der normalen Zwiebel?

Der Sammelbegriff Gemüsezwiebeln bezeichnet umgangssprachlich alle Sorten von sehr großen und mild schmeckenden Zwiebeln und fasst sie zusammen. Diese Sorten eignen sich besonders für die Zubereitung von Speisen und zum Verzehr als Gemüsebeilage. Ein traditionelles österreichisches Anbaugebiet für Gemüsezwiebeln ist die Region der Thaya in Niederösterreich. Aus diesem Grund wurde die Küchenzwiebel und die bis zu 15 cm durchmessende Gemüsezwiebel in das Register als traditionelles Lebensmittel aufgenommen worden.

Wie alle Arten aus der Gattung Allium enthalten auch Zwiebeln keine Stärke, jedoch bilden sie und speichern Fruktane als Ersatzstoff. Unser menschliches Verdauungssystem kann Fruktane nicht aufspalten spalten und im Darm resorbieren. Deshalb gelangen sie unverdaut in den Dickdarm wo sie von den Bakterien der Darmflora verstoffwechselt werden, wobei Gas produziert wird. Nach dem Genuss von rohen Zwiebeln kommt es aus diesem Grund zu vermehrter Flatulenz, für deren schlechten Geruch schwefelhaltigen Inhaltsstoffe verantwortlich sind.

Kennzeichnend dafür ist die im Zellplasma befindliche Aminosäure Isoalliin, die schwefelhaltig ist. Nach Verletzungen der Zellstruktur wird diese durch das Enzym Alliinase zunächst zur Propensulfensäure umgewandelt.

Die großen Gemüsezwiebeln sind milder als die normalen Zwiebeln.
Die normalen Zwiebeln sind eine kleinere Züchtung und enthalten weniger Wasser als die Gemüsezwiebel. Die Inhaltsstoffe sind in allen Zwiebelsorten gleich nur die Proportionen sind anders.

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