Wasserstoffblond & Platinblond – was ist der Unterschied?

Wasserstoffblond & Platinblond - was ist der Unterschied

„Wasserstoffblond“ und „Platinblond“ bezeichnen besonders hell gefärbtes, fast schon weißes Haar. Beide Farbtöne können zunächst ähnlich erscheinen oder die Begriffe werden im alltäglichen Sprachgebrauch durcheinander gebracht. Dabei gibt es tatdächlich einen Unterschied zwischen den beiden Farbtönen, der ganz einfach zu erkennen ist.

Wissenswertes zur Blondierung

Um dunkles Haar überhaupt blond Färben zu können, ist eine vorherige Aufhellung notwendig. Dazu wird traditionell Wasserstoffperoxid (H2O2) verwendet. Dieses in höheren Dosen ätzende Konzentrat kann dem Haar die natürlichen Pigmente entziehen. Bei sehr dunklen Haarfarben wird das Ergebnis trotz der Aufhellung nur ein Gelb bis Orange sein. Mittelbraunes, dunkelblondes oder brünettes Haar dagegen kann mit einer 3% bis 6%igen Lösung Wasserstoffperoxid sehr hell und fast weiß werden. Je heller der Basiston, desto heller wird selbstverständlich auch das Ergebnis durch die Behandlung mit Wasserstoffperoxid.

Von höheren Dosen ist dringend abzuraten, da die chemische Verbindung ätzend wirken und Verbrennungen mittlere Grade verursachen kann. Gelegentlich greifen wahnwitzige Privatanwender zu 12%iger Lösung, um besonders dunkles Haar doch noch blond zu bekommen. Solche Versuche können leicht schiefgehen und in der Notaufnahme des Krankenhauses enden. Im Profibereich werden die Haare vor dem Aufhellen mit zusätzlich mit einer Substanz aufgeweicht, um das Eindringen des H2O2 zu erleichtern.

Was ist Wasserstoffblond?

Jedes auf diese Weise aufgehellte Haar ist zunächst wasserstoffblond. Um dem fast weißen Farbton wieder etwas Glanz und Pfiff zu verleihen, werden im Anschluss Gold- oder Silberpigmente eingefärbt. Überwiegen dabei die warmen, gelben Farbtöne und hat das Haar einen deutlichen Glanz, spricht man auch beim Endresultat von „Wasserstoffblond“. Berühmte Wasserstoff-Blondinen sind und waren Daniela Katzenberger, Marilyn Monroe und Brigitte Bardot.

  • sehr hell bis weiß
  • goldene oder gelbliche Farbtöne
  • die Farbe wirkt warm

Und was versteht man unter Platinblond?

„Platin“ bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch eine grauweiße Variante des Edelmetalls Gold. Bei der Haarfarbe sind es dementsprechend die kühleren extrem hellen Blondtöne, die als „Platinblond“ bezeichnet werden. Besonders trendy ist diese Haarfarbe bei den großen, kühlen Models aus dem hohen Norden. Wenn ältere Frauen Platinblond tragen, kann das fast schon wie würdig ergrautes Haar wirken. Bei jüngeren Frauen kann die Haarfarbe daher auch leicht irritierend wirken, wenn sie zudem noch starke Grau-Strähnen enthält. Haarfarbe und Gesicht müssen gut zusammenpassen, um nicht den modischen Super-Gau zu färben und plötzlich viel älter zu wirken als man eigentlich ist.

  • sehr hell bis weiß
  • gräulich matte Farbtöne
  • manchmal leichter Lila-Stich
  • die Farbe wirkt kühl

Farbauswahl und Arbeit durch den Profi

Haare zu blondieren ist nicht einfach. Wer dunkleres Haar hat und bereits mit fertigen Mischungen aus der Drogerie gearbeitet hat, weiß wahrscheinlich wie schnell Haare Gelb, Orange oder Lila werden können, obwohl man das gar nicht wollte.
Wer sich blonde Haare wünscht, sollte das Geld investieren und einen guten Friseur aufsuchen. Er weiß genau, welcher Farbton zu welchem Typ passt und ob sich die Naturfarbe aufhellen lässt. Die Farbergebnisse hängen immer auch von Haartyp ab. Dünne Haare lassen sich einfacher aufhellen als dicke. Sind Haare durch häufiges Styling und unpassende Pflegeprodukte bereits überpflegt, brüchig oder mit Spliss durchsetzt, kann zunächst ein neuer Schnitt fällig sein. Vielleicht braucht das Haar auch zuerst eine Pause, bis wieder neu gefärbt oder blondiert werden kann.

Die Chemikalien, mit denen beim Aufhellen und Färben gearbeitet wird, sind bei Blondierungen besonders stark. Im Haar können schädliche Substanzen über längere Zeit gespeichert werden. Haarfärbemittel standen in der Vergangenheit immer wieder im verdacht, Krebs auslösen zu können. Man sollte sich daher gut überlegen, ob das Haar wirklich blond sein muss und gegebenenfalls nur zu hochwertigen Produkten greifen. Von Heimexperimenten mit selbst angemischten Lösungen ist aufgrund der Verletzungsgefahr dringend abzuraten.

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