Weizenstärke/Speisestärke – Unterschied? Kann man beides nehmen?

Weizenstärke/Speisestärke - Unterschied

Was ist Weizenstärke?

Weizenstärke wird aus zermahlenen Weizenkörnern gewonnen, daraus ergibt sich ihr Name. Der Weizen besteht zu etwa einer Hälfte aus Stärke, die übrigen Anteile setzen sich aus Kleber und Zellstoff zusammen. Letzterer ist auf die Hülsen des Weizens zurückzuführen, welche ebenfalls zu Stärke mit verarbeitet werden. Weizenstärke besitzt keinen Eigengeschmack. Aus diesem Grund kann sie als Zutat für alle Koch- und Backrezepte genommen werden.

Was ist Speisestärke?

Bei Speisestärke bilden häufig Maiskörner die Grundlage. Ansonsten wird sie aus Weizen oder Kartoffeln hergestellt, teilweise auch aus Reiskörnern. Deshalb fehlen Speisestärken die Kleberanteile, wenn kein Weizen enthalten ist. Ähnlich wie Weizenstärke ist Speisestärke in ihrem Geschmack neutral. Der Verwendungszweck ist in beiden Fällen derselbe.

Worin besteht der Unterschied?

Beide Stärkesorten gehören zur Gruppe der Kohlenhydrate und gehen aus organischen Verbindungen hervor. Sowohl die Weizen- als auch die Speisestärke sind für die Herstellung/Zubereitung von Nahrungsmitteln relevant. Dennoch sollten sie nicht miteinander verwechselt oder gleichgesetzt werden.

Der wichtigste Unterschied liegt in den jeweiligen Rohstoffen. Weizenstärke besteht – dem Namen entsprechend – immer aus Weizen, wohingegen sich in handelsüblicher Speisestärke vorwiegend Mais befindet. Daneben ist die Gewinnung von Speisestärke mithilfe von Kartoffeln oder eben Weizen möglich. Aus diesem Grund unterliegt die Zusammensetzung von Weizenstärke engeren Kriterien. Im Gegensatz dazu kann Speisestärke als ein Sammelbegriff für Stärken mit unterschiedlichen ‘Ursprüngen’ betrachtet werden. Bezeichnungen wie Maisstärke oder Kartoffelmehl verweisen auf den zugrundeliegenden Rohstoff, sind aber trotz alledem Speisestärken.

Aufgrund des Weizenanteils ist Weizenstärke glutenhaltig. Speisestärke darf hingegen von Allergikern verzehrt werden, sofern sie keine Spuren von Weizen beinhaltet. Zum Beispiel sind Stärken auf der Basis von Mais bei einer Glutenunverträglichkeit als unbedenklich einzustufen. Eine Speisestärke ohne Weizen beinhaltet überdies keinen Kleber.

Darüber hinaus sind die Stärken in ihrem Preis verschieden. Handelsübliche Speisestärke wird in größeren Mengen produziert und ist somit für weniger Geld erschwinglich. Weizenstärke gilt von allen Stärken als die teuerste. Wegen ihrer Feinheit erfreut sie sich in der gehobenen Küche besonderer Beliebtheit. Speisestärke findet eher im alltäglichen Gebrauch Verwendung.

Kann man beides nehmen?

Die Frage nach der richtigen Stärke hängt weniger vom Verwendungszweck als von den individuellen Vorlieben ab. Festgelegte Regeln gibt es in diesem Fall keine. Wenn sie benötigt wird, um Backwaren wie Kuchen(-teig) oder Plätzchen herzustellen, kann problemlos auf beide Sorten zurückgegriffen werden. Dabei sollte das Mengenverhältnis zwischen Mehl und Stärke jedoch den Rezeptangaben entsprechen. Darüber hinaus ist das Verfeinern von herzhaften Speisen oder Bratensoßen mit beiden Varianten möglich. Dennoch wird in diesem Fall meistens Speisestärke benutzt, um die Masse anzudicken. Bei Backwaren sorgt die Verbindung von Stärke und Mehl für eine besonders feine Konsistenz des Teiges.

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