Welche Fieberarten und Fiebertypen gibt es? – Uni-24.de

Tatsächlich gibt es unterschiedliche Arten von Fieber. Hier werden verschiedene Krankheiten mit Ihren Verläufen und abweichende Blickwinkel beschrieben. Für die mündliche Heilpraktiker (Über-)Prüfung ist die Unterscheidung der einzelnen Fieberarten wichtig für den Amtsarzt und seine Beisitzer.

Was ist Fieber?

Für den menschlichen Körper gibt es eine Soll-Temperatur. Erhöht sich diese Soll-Temperatur innerhalb des Körpers spricht man von Fieber. Der Hypthalamus ist die Steuerzentrale des Körpers für die Regulierung der Wärme. Der Hypthalamus ist das Zwischenhirn.

Warum entsteht Fieber?

Pyrogene sind für die Entstehung von Fieber verantwortlich. Sie stammen aus dem Körper selber. Es sind Stoffe aus der körpereigenen Stoffwechselproduktion, die Fieber erzeugen. Durch dieses Stoffe wird der Sollwert im Hypothalamus beträchtlich verstellt.

Hier die möglichen Arten von Fieber

Es gibt unterschiedliche Stellen am Körper, wo die Körpertemperatur gemessen werden kann, um herauszufinden, ob eine Erhöhung vorliegt. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass die Temperatur an den einzelnen Messpunkten abweichend ist.

Die Messung kann axillar, sublingual oder rektal vorgenommen werden. Axillar bezeichnet die Messung unter der Achsel, sublingual meint die Messung unter der Zunge und rektal steht für die Messung im Rektum, also im Popo.

  1. Um Überhaupt eine Abweichung feststellen zu können muss man wissen, dass die normale Temperatur zwischen 36,8 und 37,5 Grad liegt.
  2. Liegt die Temperatur zwischen 37,8 und 38,5 Grad spricht man von subfebrile, also leicht erhöhter Temperatur. Leicht erhöhte Temperatur ist noch kein Fieber.
  3. Das richtige Fieber beginnt also über 38,5 Grad.

Die unterschiedlichen Fiebertypen

Ein Typ ist Fieber Continua. Dieser Fiebertyp geht über 39 Grad. Dabei schwankt die Temperatur nicht um mehr als ein Grad. Dies kommt bei Erkrankungen, wie Q-Fieber, Ornithose, Fleckfieber, Influenza, Leptospirose und/ oder Gelbfieber. Dieses Fieber kommt gerne zusammen mit einer relativen Bradycardie. Eine Bradycardie bezeichnet normalen Puls trotz Fieber.

Ein anderer Typ ist remittierenes Fieber. Bei diesem Typ ist die Körpertemperatur andauernd erhöht. Das Fieber kann dabei bis zu einem Grad schwanken. Diese Form begleitet oft lokale Infektionen.

Ein weiterer Typ ist das intermittierendes Fieber. Hierzu gehört Schüttelfrost und hohes Fieber, sowie Schweißausbrüche in der Nacht. Da diese Art von Fieber gerne bei einer Sepsis vorkommt, wird es auch septisches Fieber genannt.

Dann gibt es das Dromedar Fieber. Es begleitet Kinderkrankheiten (Virusinfektionen). Kennzeichnend ist ein zweigipfliger Verlauf des Fiebers. Es beginnt ohne genaue Symptome, als uncharakteristischen Start einer Krankheit. Dann sieht es nach einer Besserung aus bis die spezifischen Symptome erscheinen.

Das Wechselfieber ist der nächste Typ. Es ist ein Rhythmus Fieber und begleitet beispielsweise eine Malaria Erkrankung.

Der letzte Fiebertyp ist das undulierende Fieber. Es handelt sich um Fieber Zyklen, die über mehrere Tage verlaufen und ein remittierendes Krankheitsbild. Die Fieber Zyklen können sich dabei mit fieberfreien Zyklen abwechseln.

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