Welche Tourismusarten gibt es? Aufklärung & Beispiele

Welche Tourismusarten gibt es

Zwischen einem Wochenendaufenthalt an der See und einer Reise rund um den Globus liegen nicht nur Welten. Eine ganze Industrie kümmert sich um die Wünsche der Reisenden in Bezug auf Destination, Verkehrsmittel, Tickets für Flüge, Bahn, Busse und Schiffe, Leihwagen, Reiseliteratur, Unterkunft, Restaurants, Sport- und Freizeitaktivitäten, Veranstaltungstickets, Visabeschaffung und weitere Dienstleistungen.

Es stellt sich die Frage: Wie lassen sich die unterschiedlichen Arten des Tourismus einordnen? Wir gehen dieser Frage nach und betrachten den globalen Tourismus unter folgenden Gesichtspunkten: Reisegrund, Personenkreis, Reiseziel, Reisedauer und Reiseform.

Reisegrund: Erholungsurlaub, Städtetourismus, besondere Interessen

Der regelmäßig wiederkehrende Jahresurlaub bietet den zeitlichen Rahmen für einen Erholungsurlaub, den die meisten Reisenden an attraktiven Orten verbringen möchten. Zu den unangefochtenen Stars unter den Destinationen gehört ein Aufenthalt am Meer. Das gesunde Klima mit der frischen Meeresluft bietet beste Voraussetzungen für einen gesundheitsfördernden Urlaub.

Fast ebenso begehrt ist der Urlaub in malerischen Gebirgen und in landschaftlich reizvollen Umgebungen. Im Mittelpunkt eines solchen Erholungsurlaubs steht dabei die große Auszeit vom Alltag, in der neue Energie getankt wird und der Reisende seinen Tag ganz individuell gestalten kann.

Die Tourismusindustrie bietet den komplett organisierten Urlaub als Gesamtpaket an. Dabei sind die Transportleistungen (Anreise, Abreise, Transfer, Ausflüge) ebenso enthalten wie Kost und Logis am Urlaubsort. Zur Steigerung der Attraktivität der Reise tragen Unterhaltung, Sport und zusätzliche Angebote für Wellness, Fitness und kreative Beschäftigung bei.

Der Beliebtheitsgrad von Städtereisen, die meist einen kürzeren Zeitraum umfassen, ist hoch. Gern werden diese mit einem Erholungsurlaub kombiniert. So vereinen sich die Vorzüge eines erholsamen Urlaubs mit einem abwechslungsreichen Programm.

Je nach den besonderen Interessen des Reisenden zählen Kunst und Kultur, Sport und Events, das Erlernen von Sprachen, regionale und lokale Besonderheiten (Weinlese, historische Märkte, Regatten) zu den Reisegründen. Im Wachsen begriffen sind die Segmente Aktivurlaub mit Rad und Wanderstock, Wellnessurlaube und Angebote für Reisegruppen mit gleichgelagerten Interessen wie Golfurlaub, Tenniscamp, Malkurse, Yoga oder Meditation.

Personenkreis: Single, Paare, Familien und Gruppen

Die Tourismusdienstleister haben ihre Zielgruppen stets im Blick. Beim Pauschaltourismus werden aus den mitreisenden Singles, Paaren und Familien temporäre Reisegruppen, die von Reiseleitern betreut werden. Die einstmals als Gesellschaftsreise bekannte Tourismusart zählt zu den Konstanten im turbulenten Reisegeschäft. Während jedoch früher strikte Regeln für das gemeinsame Reisen galten, können die Teilnehmer heute aus einer Fülle von Möglichkeiten wählen und müssen nicht zwangsläufig an Angeboten wie Exkursionen und Ausflügen teilnehmen.

Als Individualtourismus gelten Reisen die nicht oder nur teilweise über einen Reiseveranstalter oder ein Reisebüro gebucht werden. Die Reisenden in dieser Kategorie bauen sich ihre Tour ganz nach ihren Reisewünschen zusammen und buchen diese direkt bei den jeweiligen Dienstleistern.

Die Zahl dieser Reisen ist steigend, da sie begünstigt wird durch die einfache Verfügbarkeit aller Reiseleistungen im Internet. Eine Gruppe definiert sich im Tourismus traditionell über die Anzahl der Teilnehmer, die ein Minimum von zehn Personen umfasst. Das spiegelt sich in der Preisgestaltung von Fluggesellschaften, Hotels, Gastronomie und Transportdienstleistern wider.

Reiseziel und Reisedauer: Eine Frage der Entfernung

Viele Traumziele wie Hawaii, die Malediven oder Vietnam liegen auf anderen Kontinenten. Die An- und Abreise über Tausende von Kilometern nimmt trotz schneller und damit zeitsparender Flugverbindungen viel Zeit in Anspruch. Das führt in der Regel zu längeren Aufenthaltszeiten am Zielort. Hinzu kommen die andere Zeitzone und die klimatischen Bedingungen. Zudem gibt es wohl nur eine relativ kleine Personenzahl, die privat für ein langes Wochenende nach Patagonien reist.

Letztlich bleibt es immer auch eine Frage des individuellen Reisebudgets und der zur Verfügung stehenden Zeit. Dennoch sind Fernreisen sehr beliebt und werden häufig mit Studienaufenthalten, Hochzeitsreisen und Rundreisen in den jeweiligen Ländern verknüpft. Dabei werden neben dem schnellen Flugzeug auch Schiffe, Züge, Busse, Autos, Motor- und Fahrräder genutzt. Das Beförderungstempo ist abhängig vom gewählten Transportmittel, von der gewählten Destination, der Reiseroute und dem Reisegrund. Außerdem gilt: Je mehr interessante Punkte angefahren werden, desto länger sollte die Reise dauern.

Reiseform: Wenn der Weg das Ziel ist

Entgegen dem Trend sich möglichst schnell von A nach B zu bewegen, gibt es einige Arten von Tourismus, die bewusst die gesamte An- und Abreise und die Transporte vor Ort mit in das Reiseprogramm integrieren. Schiffsreisen, Zugreisen, Busreisen und Autotouren bieten komfortable Reiseerlebnisse vom ersten bis zum letzten Reisemoment. Eine Sonderform bilden Kreuzfahrten, wo die Schiffe Fortbewegungsmittel und schwimmendes Hotel in einem sind.

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