Welche Uhrenarten gibt es? Aufklärung

Eine gute Uhr macht immer etwas her: Egal ob am Handgelenk, als Taschenuhr oder an der Wand. Heute gibt es mehr Formen der Uhr als je zuvor, denn auch bei den Uhren hat die Digitalisierung Einzug gehalten. Da fällt es oft nicht leicht, das richtige Modell zu finden. Im folgenden Text werden die fünf verbreitetsten Uhrenarten vorgestellt.

Die mechanische Armbanduhr

Die heute am weitesten verbreitete Uhrenart ist die mechanische Uhr. Sie wird vor allem bei Armbanduhren verwendet und wird durch kinetische Energie getrieben. Im Zusammenspiel mit einem Armband macht sie sich gut am Handgelenk und ist sowohl für Männer als auch für Frauen und Kinder erhältlich. Mit vielen verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten hat sich die mechanische Armbanduhr vom reinen Zeitmessgerät zu einem Schmuckstück entwickelt, dass dem persönlichen Stil angepasst werden kann. Das Material des Armbands oder die Menge der Komplikationen auf der Uhr sorgen für viele Anpassungsmöglichkeiten.

Unterschieden wird bei mechanischen Uhren unter der Automatikuhr, auf die später noch näher eingegangen wird, und der Uhr mit Handaufzug.
Die Automatikuhr holt sich ihre Energie aus den Bewegungen des Trägers, während die Uhr mit Handaufzug durch das Drehen einer Krone aufgeladen werden muss. Diese Art der mechanischen Uhr muss rund einmal pro Tag durch das Drehen der Krone aufgeladen werden, wobei mit dem empfindlichen Teil sorgfältig umgegangen werden sollte. Durch Zahnräder und Federn im Inneren der mechanischen Uhr werden dann die Zeiger bewegt.

Die Automatikuhr

Als Teil der mechanischen Uhren wird auch die Automatikuhr durch kinetische Energie versorgt. Doch anders als bei den Uhren mit Handaufzug muss der Träger nicht bewusst nachhelfen, damit die Uhr aufgeladen ist. Stattdessen reicht es, wenn die Uhr regelmäßig am Handgelenk getragen wird. Denn durch die Bewegungen, die im Alltag entstehen, kann sich die Uhr selbstständig Energie beschaffen. Das geschieht durch einen ausgeklügelten Rotor, der das Federwerk der Automatikuhr von selbst wieder aufzieht.

Sollte es nicht möglich sein, die Automatikuhr regelmäßig zu tragen, gibt es ein spezielles Gerät, um einen Stopp der Zeiger zu verhindern. Das Gerät nennt sich Uhrenbeweger und simuliert Handbewegungen, um die Uhr aufzuladen. Zur Absicherung gibt es bei den meisten Automatikuhren außerdem ebenfalls eine Krone, mit der per Drehen die Automatikuhr wieder aufgeladen werden kann. Der aufwendige Rotor braucht etwas mehr Platz als andere Uhrwerke, weshalb das Gehäuse bei Automatikuhren meist etwas dicker ausfällt. Weitere Komplikationen wie eine Datumsanzeige oder eine Stoppuhrfunktion sind oft bei Automatikuhren eingebaut.

Die Taschenuhr

Wer es altmodisch mag, ist bei der Taschenuhr genau richtig. Lange bevor es Armbanduhren gab, wurde die Taschenuhr entwickelt, damit Personen ein Zeitmessgerät am Körper tragen können und nicht immer nach Kirchtürmen suchen mussten.
Bereits 1504 wurde die erste Taschenuhr erfunden und lange war sie die beliebteste Uhrenart, ehe die Armbanduhr vorgestellt wurde. Die einfachere Nutzung der Armbanduhr hat die Taschenuhr heute fast vollständig vom Markt verdrängt, doch gerade Nostalgiker tragen gerne Taschenuhren bei sich.

Mit einer Kette werden Taschenuhren traditionell an der Kleidung befestigt, um nicht verloren zu gehen. Häufige Aufbewahrungsorte sind Jackeninnentaschen oder die Hosentasche.

Taschenuhren sind meistens mit einer Klappe versehen, die das Ziffernblatt schützt. Vor der Benutzung kann diese Klappe dann leicht mit einem Finger geöffnet werden. Früher wurden Taschenuhren ausschließlich mechanisch gefertigt, doch heute gibt es auch Taschenuhren mit Quarzwerken, die elektromechanisch ihre Energie beziehen.
Taschenuhren zeichnen sich durch ihre aufwendigen Verzierungen aus, die an die lange Geschichte dieser Uhrenart erinnern und altehrwürdig wirken.

Die Smartwatch

Der neueste Konkurrent auf dem Uhrenmarkt ist die Smartwatch. Getrieben von elektrischer Energie sind diese Uhren mit einem digitalen Bildschirm ausgestattet, der die Funktionen einer Uhr per Computerchip simuliert. Ein wichtiger Verkaufspunkt für Smartwatches sind ihre zusätzlichen Funktionen. Oft werden sie von Smartphone-Herstellern entwickelt und bieten dann ähnliche Funktionen wie einen Wetterbericht oder das Anzeigen von Aktienkursen an. Auch zahlreiche Fitnessfunktionen sind in diese Uhrenart integriert. Smartwatches werden oft als kleinere Ergänzung zu Smartphones verkauft.

Die Funkuhr

Die häufigste Art der Wanduhr und auch auf dem Armbanduhrenmarkt aktiv: die Funkuhr. Durch Solarzellen oder Batterien getrieben sind Funkuhren ein Zwischenschritt zwischen den traditionellen mechanischen Uhren und den Smartwatches des 21. Jahrhunderts. Sie erhalten die korrekte Uhrzeit per Funk aus einer zentralen Stelle und passen sich selbst daran an.

Die Funksignale, die benötigt werden, damit die Uhr die richtige Zeit anzeigt, können von anderen elektrischen Geräten oder dicken Wänden gestört werden, weshalb es zu fehlerhaften Zeitwerten kommen kann.
Zusatzfunktionen wie einen Wecker oder eine Temperaturanzeige sind oft vorhanden.