Wie lange muss man Kochwurst kochen lassen? Zubereitung & Tipps

Wie lange muss man Kochwurst kochen lassen

Luftgetrocknete und geräucherte Mettwurst kennt jeder und auch Brüh- und Fleischwurst sind bekannt. Daneben gibt es aber noch diverse andere Arten von Würsten, die sich bei Kennern großer Beliebtheit erfreuen. Dazu zählt zum Beispiel die Kochwurst. In dieser werden vor allen Dingen Schlachtreste verwendet und schmackhaft zubereitet. Allerdings gibt es bei der Zubereitung einer Kochwurst einiges zu berücksichtigen. Wie Sie die Kochwurst für den Verzehr vorbereiten, erfahren Sie auf dieser Seite. Lesen Sie jetzt weiter und erfahren Sie alles über die Erwärmungszeit der Wurst und über verschiedene Möglichkeiten der Zubereitung.

Kochwurst: was ist das eigentlich?

Kochwürste sind Würste aus teilweise oder vollständig vorgekochtem Muskelfleisch, aus zerkleinerten Innereien sowie Fettgewebe, Speck und diversen Gewürze. Auch Leber und Blut sind verarbeitet. Diese Spezialität heißt Kochwurst, weil sie noch einmal gekocht werden muss, nachdem sie abgefüllt ist.

Welche Arten von Kochwurst gibt es?

Hierzulande ist vor allen Dingen die deutsche Pinkelwurst bekannt. Diese Art von Kochwurst ist eine sogenannte Grützwurst, das bedeutet, dass bei der Herstellung auch grob zerkleinerte Getreidekörner verwendet werden. Außerdem besteht die Pinkelwurst aus Speck, Talg und Grütze.

Ebenfalls ein echter Klassiker unter den verschiedenen Arten von Kochwürsten ist der schottische Haggis. Diese Zubereitungsart wurde eigentlich entwickelt, damit die Innereien von Tieren länger haltbar bleiben. Haggis ist das Nationalgericht in Schottland. Hier finden Innereien von Schafen Verwendung. Außerdem ist Hafermehl in die Kochwurst eingearbeitet. Zudem sind Lungen, Nieren und der Herz Bestandteil des Haggis. Alles wird in einem Schafsmagen vermischt und dann aufgekocht. In den Niederlanden ist die Kochwurst unter der Bezeichnung Balkenbrijk bekannt.

Hier wird Fleischbrühe mit Leber und Niere sowie Schweineblut und Mehl vermischt. Auffällig sind dabei die ungewöhnlichen Gewürze. So wird Balkenbrijk mit Anis oder Zimt sowie Süßholz verfeinert. Schön scharf ist die mexikanische Zubereitungsart der Kochwurst. Die Wurst erhält hier Zugaben wie Chilischoten oder Oregano. Aber auch Knoblauch, Weinraute und Minze kommen zum Einsatz. Diese Blutwurst wird dann unter anderem in Tacos gegessen. Mit Preiselbeermarmelade und kalter Milch wird die finnische Variante der Kochwurst serviert, die Mustamakkara. Sie passt aber auch sehr gut zum Sauerkraut.

Wie lange sollte die Kochwurst kochen?

Um diese Frage zu beantworten, ist entscheidend, ob Sie die Wurst selbst herstellen und dafür aufkochen oder ob Sie eine gekaufte Kochwurst erwärmen. Eine selbstgemachte Kochwurst sollte nach Meinung vieler Experten für jeden Zentimeter, den sie breit ist, etwa fünf Minuten kochen. Eine zwei Zentimeter dicke Kochwurst muss also zehn Minuten aufgekocht werden. Die bereit fertig hergestellte Kochwurst erwärmen Sie nur. Hier reicht es aus, sie in warmem Wasser zu brühen oder sie in eine Speise einzurühren und aufzuwärmen.

So finden Sie heraus, ob die Kochwurst gar ist

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Kochwurst schon lange genug erhitzt worden ist, dann können Sie auch auf einen traditionellen Trick zurückgreifen, der ihnen Auskunft gibt. Dafür drücken Sie mit dem Daumen leicht auf die Wurst. Fühlt diese sich dabei fest an, ist sie verzehrbereit. Ist sie noch sehr weich, muss sie weiter erwärmt werden.

Zubereitungstipps: Leckere Rezepte mit Kochwurst

Kochwurst lässt sich auf verschiedenen Arten präsentieren. Ein echter Klassiker für die kalte Zeit im Jahr ist zum Beispiel die Kochwurst in Kombination mit Grünkohl und Kartoffeln. Dazu bereiten Sie zunächst den Grünkohl zu, indem Sie ihn waschen und blanchieren. Er wird mit Schmalz und Zwiebeln in einem Topf erhitzt und angeschmort. Dann kochen Sie ihn in Brühe für etwa 60 Minuten auf. Bereiten Sie nun die Kochwürste vor: Sie nehmen eine Gabel zur Hand und stechen die Würstchen ein. Anschließend legen Sie sie in den Topf auf den Grünkohl. Während Sie nun die Kartoffeln kochen, gart die Kochwurst mit dem heißen Grünkohl. Nach etwa 20 Minuten können Sie die Speise servieren.

Ebenso ist die Kochwurst im Zusammenspiel mit Kochbirnen und Bohnen sehr lecker. Sie braten zunächst Zwiebeln an und köcheln dann alles zusammen mit etwas Birnensaft ein. Hier fügen Sie auch geschälte und gewürfelte Kartoffeln hinzu, die mitgaren. Damit das Gericht nicht zu flüssig wird, kochen Sie am besten ohne Deckel oder rühren zum Schluss etwas Mehl in kaltem Wasser unter. Zudem ist Kochwurst mit Rübenmuss und Kassler eine echte Delikatesse. Probieren Sie es selbst!

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