Wie nennt man einen Schilddrüsenarzt? – Bezeichnung

Grundsätzlich gibt es keinen speziellen Ausdruck für Schilddrüsenarzt. Allerdings beschäftigt sich ein Endokrinologe mit Erkrankungen von hormonproduzierenden Drüsen wie eben der Schilddrüse.

Ursprung des Begriffs

Der Ausdruck Endokrinologie leitet sich von den griechischen Wörtern für „innen“ und „entscheiden“ ab. Es handelt sich dabei um die Lehre von hormonproduzierenden Drüsen. Als Hormone werden Botenstoffe verstanden, die für einen Großteil des menschlichen Stoffwechsels verantwortlich sind. Der Mediziner, der sich mit diesem Fachgebiet auseinandersetzt, heißt Endokrinologe.

Tätigkeitsbereiche des Endokrinologe

Der Endokrinologe ist ein Facharzt für Innere Medizin und spezialisiert auf hormonbildende Drüsen. Dazu zählen neben der besagten Schilddrüse unter anderem auch die Nebenschilddrüse, die Nebennieren, die Bauchspeicheldrüse oder die Hirnanhangdrüse.

Informationen zur Schilddrüse und typische Erkrankungen

Die Schilddrüse befindet sich im vorderen Bereich des Halses und hat die Form eines Schmetterlings. Üblicherweise ist sie nicht zu sehen und nur schwer zu ertasten. Die Schilddrüse speichert Iod und produziert die für den menschlichen Stoffwechsel wichtigen Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin.

Zu den häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse zählen die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) sowie die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose). Erstere resultiert aus der mangelhaften Versorgung des Körpers mit Schilddrüsenhormonen, was dazu führt, dass der Stoffwechsel verlangsamt wird. Auslöser für eine Schilddrüsenunterfunktion können beispielsweise vergangene Schilddrüsenoperationen oder eine Autoimmunerkrankung sein. Die Folgen sind häufig geringe Leistungsfähigkeit, Trägheit, Müdigkeit und Schwäche. Im Gegensatz zur Schilddrüsenunterfunktion wird der Körper bei einer Schilddrüsenüberfunktion mit zu vielen Hormonen versorgt. Typische Auslöser sind eine Schilddrüsenautonomie oder die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow. Symptome einer Hyperthyreose sind schneller Herzschlag, starke Schweißproduktion, Zittern, Nervosität oder Gewichtsverlust.

Eine vergrößerte Schilddrüse wird umgangssprachlich auch als Kropf (eigentlich Struma) bezeichnet und resultiert meist aus einem Mangel an Jod. Weitere typische Erkrankungen der Schilddrüse, die von einem Endokrinologen behandelt werden, sind zum Beispiel Schilddrüsenentzündungen, Schilddrüsenknoten oder Schilddrüsenkrebs.

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