Wie schreibt man eine Inhaltsangabe? Anleitung & Tipps

Wie schreibt man eine Inhaltsangabe

Inhaltsangaben sind nicht nur ein gesicherter Bestandteil des Deutschunterrichts in der Schule, sondern begegnen uns auch im täglichen Leben. Beispielsweise werden die wesentlichen Inhalte eines neuen Buches oder Filmes in einer Zusammenfassung präsentiert. Auch im Arbeitsleben werden häufiger Inhaltsangaben längerer Dokumente gefordert. Daher ist es sinnvoll zu wissen, wie eine Inhaltsangabe korrekt geschrieben wird.

Grundregeln für die Erstellung einer Inhaltsangabe

Die folgenden Grundregeln beziehen sich auf das klassische Textstück, wie es im Schulunterricht gewünscht ist. Bei einer Film- oder Buchzusammenfassung kann in Einzelteilen davon abgewichen werden, es ist jedoch keinesfalls falsch die folgenden Grundregeln einzuhalten.

  1. Als Zeitform wird die Gegenwart (das Präsens) verwendet.
  2. Es wird eine schlichte, sachliche Sprache benutzt.
  3. Nur die wesentlichen Inhalte werden geschildert, Nebenhandlungen sind also wegzulassen.
  4. Die Handlungen werden der Reihe nach erzählt.
  5. Es sollen eigene Worte verwendet, also keine Zitate eingebaut werden.
  6. Der Aufbau beinhaltet die drei Teile Einleitung, Hauptteil, Schluss.

Aufbau und Inhalte einer Inhaltsangabe

Wie bereits im sechsten Punkt erwähnt ist die Inhaltsangabe in drei Teile unterteilt: Einleitung, Hauptteil, Schluss. Dabei sind einige Dinge zu beachten.

Die Einleitung sollte besonders kurz sein. Es reichen insgesamt zwei bis drei Sätze. In diesen muss der Titel, der Autor und das Erscheinungsjahr des Werkes, Ort und Zeit der Handlung und optimalerweise die Textart (z.B. Drama) genannt werden. Zusätzlich sollte die Handlung in ein bis zwei Sätzen zusammengefasst werden.

Der Hauptteil darf ein wenig länger sein, sollte aber nicht mehr als ungefähr zwanzig Sätze umfassen. Wie oben bereits erwähnt ist es wichtig, die korrekte Reihenfolge der Handlungen beizubehalten. In den meisten Originaltexten gibt es Zeitsprünge und Rückblenden. Diese sind in einer Inhaltsangabe nicht erlaubt. Der Handlungsablauf wird also chronologisch wiedergegeben.

Der Schlussteil ist der erste Teil, der eine eigene Wertung zulässt. Es können beispielsweise mögliche Absichten des Autors angesprochen werden. Alternativ kann auch auf den Sprachstil des Werkes eingegangen werden. Der Schlussteil ist optional, muss also nicht geschrieben werden. Da er den Text abrundet, ist es aber in den meisten Fällen empfehlenswert.

Tipps für die erfolgreiche Erstellung einer Inhaltsangabe

Zunächst ist es wichtig, sich beim Verfassen das Ziel der Inhaltsangabe bewusst zu machen: Der Leser soll die Handlung des Werkes kennen ohne es selbst gelesen zu haben. Dafür ist es wichtig sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Zu viele Details wirken verwirrend.

Überdies muss, wie bereits erwähnt, in chronologischer Reihenfolge geschrieben werden. Hierfür kann es bei langen Werken hilfreich sein sich eine Grafik zu erstellen. Anhand einer Zeichnung wird schnell ersichtlich, ob die Abläufe aufeinanderfolgend dargestellt sind.
Zur Orientierung, ob alle wesentlichen Inhalte eingebracht wurden, kann es hilfreich sein, sich die W-Fragen zu stellen (Wann?, Wer?, Wo?, Was?, Wie?). Wichtig ist dabei allerdings, dass die zeitliche Reihenfolge dabei nicht durcheinandergerät.
Schreiben Sie den Text aus dem Gedächtnis, sodass nicht die Gefahr des Zitierens beziehungsweise Abschreibens einzelner Textpassagen besteht.
Sofern es keine Vorgabe zur Länge der Inhaltsangabe gibt, ist es empfehlenswert eine DIN A4 – Seite als Richtwert zu nehmen.

Fazit: Eine Inhaltsangabe zu erstellen ist nicht schwer, wenn Sie sich an die Grundregeln halten. Das Praktische ist, es gibt eine Textvorlage, die Sie als Grundlage verwenden. Sie müssen beziehungsweise dürfen, also keine Inhalte frei erfinden.

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