Wie trinkt man einen guten Brandy? – Anleitung

Jedes alkoholische Genussgetränk hat seinen eigenen Code of Conducts und somit gewisse Ansprüche an die Gesellschaft der noblen Klasse. Zu einem guten – nein, zu einem richtig guten – Brandy gehört somit nicht nur der passende Personenkreis, sondern auch die richtige und ideale Beschaffenheit des Getränks selbst.

Bei Zimmertemperatur von etwa 16°C bis 20°C in einem dünnen Glas fühlt sich die Flüssigkeit besonders wohl. Idealerweise trinkt man aus einem Nosing Glas, das durch seine schmale Öffnung den Austritt jeglicher Aromen des Brandy verhindert. Außerdem wird das Getränk nicht über die Gebühr erwärmt; dies wird ebenso von dem langen Stiel verhindert. Kenner und Könner schwenken das Glas vorsichtig und inhalieren in einem Abstand von bis zu zwei Zentimetern kurz und stoßweise – keinesfalls aber zu intensiv – das Aroma.
Bevor der Brandy geschluckt wird sollte man ihn kurz kauen und anschließend mit der Zunge an den Gaumen drücken. Einen besonders guten Brandy erkennt man vor allem daran, dass er einige Minuten nach dem Andrücken und Schlucken immer noch am Gaumen zu schmecken ist.

Ein Erwärmen des Brandy sollte unbedingt vermieden werden, denn durch das Erhitzen verflüchtigen sich die so wertvollen Duftstoffe des Getränks. Auch auf Eis sollte man beim Genießen eines Brandy bestenfalls verzichten, da auch die Kälte einen negativen Einfluss hat. Bei den bereits erwähnten 16°C bis 20° liegt die optimale Trinktemperatur, wobei der Brandy seine perfekte Beschaffenheit erst nach etwa zehn Minuten preisgibt.
Noch ein Tipp am Rande: Brandy-Kenner lassen das Glas oft mehrmals unter ihrer Nase kreisen, da sich mit relativ langsamer Geschwindigkeit ein zweites, aber nicht so rasch flüchtiges Bukett entwickelt.

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