Wie viel Grad Celsius ist Mittelhitze beim Backen? – Aufklärung

Wie viel Grad Celsius ist Mittelhitze beim Backen

Wie viel Grad Celsius ist Mittelhitze beim Backen?

Bei vielen Rezepten ist der Hinweis angegeben, die jeweilige Speise bei Mittelhitze zu backen. Als Mittelhitze wird eine Temperatur zwischen 175 bis 220 Grad Celsius bezeichnet. Dies ist gerade bei älteren Kochbüchern der Fall. Heute können damit auch niedrigere Einstellungen von 150 bis 170 Grad gemeint sein. Folglich ist der Begriff ‘Mittelhitze’ nicht festgelegt oder klar definiert, sondern er variiert in den angegebenen Temperaturbereichen. Deshalb ist oft die Rede von schwacher oder mäßiger (Mittel-)Hitze. Diese Richtlinien sollen während des Kochens/Backens zur Orientierung dienen. Einstellungen von mehr als 220 Grad wurden früher teilweise ‘Brothitze’ genannt.

Wann und bei welchen Speisen wird die Mittelhitze verwendet?

In der Regel wird der Ofen auf Mittelhitze vorgeheizt. Dann ist die Temperatur für die anschließende Zubereitung der Speisen ideal. Dennoch sollten die Angaben im Kochbuch genau befolgt werden, denn sie unterscheiden sich je nach Rezept. Das Einstellen des Backofens auf Mittelhitze funktioniert sowohl mit Umluft als auch mit Ober- und Unterhitze.

Vor allem Kuchen oder Torten werden oft bei mittlerer Hitze gebacken. Bei einem klassischen Rührteigkuchen sind meistens 180 Grad als mittlerer Wert im Rezeptbuch angegeben. Besonders bei Feingebäck ist auf eine moderate Hitzeeinstellung zu achten. Dies gilt auch für den empfindlichen Biskuitteig oder Eischnee. Bei zu intensiver Wärme können diese Teige ansonsten leicht verbrennen und unbrauchbar werden. Brothitze ist für diese Arten von Gebäck zu heiß, sie sollte tatsächlich nur bei bestimmten Brotsorten angewandt werden.

Die Mittelhitze ist keinesfalls nur Mehl- oder Süßspeisen vorbehalten. Neben Backwaren lassen sich zudem herzhafte Mahlzeiten auf diese Weise garen. Unter Umständen kann sich die Zubereitungszeit dementsprechend verlängern. Insbesondere bei Fleisch mit feinen Fasern, wie zum Beispiel Filetmedaillons, ist eine schonende Garung bei geringer Hitze empfehlenswert. Dabei trocknet das Fleisch nicht aus und bleibt auch nach der Zubereitung im Ofen noch saftig. Soll beispielsweise ein Auflauf vor der Servieren kurz überbacken werden, ist die Mittelhitze ebenfalls angezeigt. Hier reichen mitunter nur wenige Minuten zum Gratinieren aus.

Weitere Informationen zur Mittelhitze:

Ganz allgemein ist es ratsam, die Backofenhitze zunächst etwas niedriger einzustellen. Im Bedarfsfall wird die Temperatur während des Backens schrittweise erhöht. Auf diese Weise brennen die Speisen im Ofen nicht an. Ein Bogen Alufolie bietet zusätzlichen Schutz vor zu großer Wärmeeinwirkung. Zu diesem Zweck wird die Alufolie einfach über die Backform gelegt. Dabei hält sie einen Teil der Hitze von den Speisen ab. Zwischendurch lässt sich mittels Stäbchenprobe überprüfen, wie lange die Mahlzeit noch braucht, um sie aus dem Ofen nehmen zu können.

Darüber hinaus beansprucht die Mittelhitze nicht so viel Energie wie eine Wärme von 220 Grad Celsius und mehr. Darin liegt ein entscheidender Vorteil. Auf diese Weise wird weniger Strom verbraucht, was gleichzeitig die Umwelt schont.

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