Wie viele Fahrstunden sind normal? – Durchschnitt für den PKW Führerschein

Wie viele Fahrstunden sind normal

Die Zeit des Führerscheins bedeutet für den Großteil aller Fahrschüler Ungewissheit, Aufregung und Nervosität. Man möchte die Prüfung nicht ständig hinauszögern, zumal Fahrstunden teuer sind. Doch wie viele Praxis- und Theoriestunden sind durchschnittlich zu erwarten?

Die Theoriestunden

Die durchschnittliche Anzahl an Theoriestunden für den PKW-Führerschein beträgt 14 Stunden. Diese setzen sich aus zwölf Theorie-Doppelstunden sowie zwei klassenspezifischen Einheiten zusammen, in diesem Falle also auf PKW bezogen.

Die Praxisstunden

Der Praxisteil basiert dann ebenfalls auf einer Mindestanzahl von 14 Fahrstunden, die sich per Gesetz in einen Stufenplan gliedert.
Zunächst ist eine Grundausbildung vorgesehen, deren Umfang allerdings nicht genauer definiert wird. Somit kann auch eine einzelne praktische Fahrstunden bereits als vollständige Grundausbildung gewertet werden.

Hinzu kommen bestimmte Sonderfahrten: Der Fahrschüler muss mindestens fünf Fahrten auf der Landstraße sowie vier auf der Autobahn und drei Nachtfahrten vorweisen können. Für jede dieser Fahrten wird eine Stunde angerechnet, sodass mindestens eine Stunde der Grundausbildung zusammen mit zwölf Stunden an Sonderfahrten dreizehn Stunden als Zwischenergebnis ergibt.

Daran schließt sich im Stufenplan eine Prüfungsvorbereitung an, die ebenfalls mit einer einzigen Stunde absolviert werden kann.
Somit ergibt sich insgesamt eine Mindestanzahl von vierzehn Fahrstunden für den PKW-Führerschein.

Wie viele Fahrstunden fallen in der Praxis tatsächlich an?

Die Realität sieht jedoch meist anders aus. Vor allem der Praxisteil erfordert für die Mehrheit aller Fahrschülerinnen und Fahrschüler einen deutlich größeren Zeitaufwand als die Mindestanzahl an Stunden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie nur wenig Verkehrserfahrung vorweisen können und das Verhalten hinter dem Steuer erst über längere Zeit hinweg erlernen müssen.

Diese Verinnerlichung von Abläufen, die einmal alltäglich werden sollen, erfordert in der Praxis dann doch einige zusätzliche Stunden. Aus diesem Grunde sollte sich die Fahrschülerin beziehungsweise der Fahrschüler unbedingt mit der Fahrlehrerin beziehungsweise dem Fahrlehrer absprechen, um die Prüfung erst dann zu absolvieren, wenn man dieser Herausforderung auch tatsächlich gewachsen ist. Letztlich hat allerdings die Fahrlehrerin beziehungsweise der Fahrlehrer das letzte Wort. Die Anmeldung sollte nur gemacht werden, wenn sie davon überzeugt sind, dass der Verkehrsteilnehmer sicher, verantwortungsvoll und umweltbewusst im Straßenverkehr auftritt, so der gesetzliche Wortlaut.

Nicht selten kommt es bei der Beurteilung dieser Voraussetzungen zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Parteien.
Damit die Fahrschülerin beziehungsweise der Fahrschüler sich eine Vorstellung davon verschaffen kann, wie es um ihre beziehungsweise seine Kenntnisse bestellt ist, bieten viele Fahrschulen Vorab-Tests für die theoretische Prüfung an.

Für einen Einblick in den Ablauf der praktischen Fahrprüfung besteht die Möglichkeit, eine der Fahrstunden unter prüfungsähnlichen Bedingungen zu absolvieren. Auf diese Weise bekommt man ein Gefühl dafür, wie es um die eigenen Fahrkünste im Ernstfall bestellt ist.
Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, ohne teure Fahrstunden bezahlen zu müssen, lohnen sich auch Übungsstunden auf einem Verkehrsübungsplatz oder Parkplatz. Selbstverständlich gelten solche Einheiten nicht als anerkannter Ersatz der gesetzlich vorgeschriebenen Stunden, bieten aber die Möglichkeit, die Anzahl der zusätzlichen Praxisstunden zu reduzieren.

Fahrstunden – Zahlen und Fakten

Die durchschnittliche Anzahl der praktischen Fahrstunden hängt stark von der Umgebung ab. In Großstädten liegt dieser Wert meist höher als in eher ländlichen Gegenden, da hier ein höheres Verkehrsaufkommen herrscht und die Navigation durch die Straßen anspruchsvoller ist. So kommen Fahrschülerinnen und Fahrschüler in größeren Städten auf rund 35 bis 40 Fahrstunden, in Kleinstädten hingegen reichen meist 25 bis 30 Einheiten.

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