Viele verbinden den Preis einer Weinflasche mit der Qualität des darin enthaltenen Weins. In Wahrheit haben Preis und Qualität in den allermeisten Fällen nichts miteinander zu tun. Ein Wein, der 30€ pro Flasche kostet, schmeckt nicht 10 mal so gut wie einer, der nur 3€ kostet. In diesem Artikel zeigen wir euch warum bestimmte Weine teurer sind als andere und was ein wirklich guter Wein tatsächlich kosten sollte.

Gute Weine können nämlich auf jeden Fall auch preiswert sein und manche große Weine können dabei nicht nur teuer sondern überteuert sein. Als Weintrinker sollte man deshalb auf das Preis-Leistungs-Verhältnis schauen. Nicht nur im Fachhandel gibt es gute aber preiswerte Weine sondern vor allem auch im Internet.

Preis als Gradmesser für guten Wein? – beliebter Irrtum

Einige Weintrinker sind der Meinung, dass guter Wein auch seinen Preis haben muss und grenzen sich somit von der Masse ab. Doch dabei sollte man nicht vergessen, dass manch guter Wein nicht nur teuer sondern vor allem überteuert ist. Umgekehrt gibt es auch sehr viele Weine, die preiswert und gut sind. Von dem Preis auf die Qualität zu schließen ist deshalb einer der größten Irrtümer, die ein Weintrinker begehen kann.

Sicher ist, dass ein wirklich guter Wein in der Regel mehr kosten sollte als ein Null-Acht-Fünfzehn Wein. Teurere Fässer für den Ausbau, geringere Erträge, längere Reife im Fass und die intensive Arbeit am Weinberg rund um das Jahr – all das sorgt dafür, dass die Kosten ansteigen und diese müssen zu 100% an den Verbraucher weitergegeben werden. Guter Wein kann deshalb nicht billiger sein als Null-Acht-Fünfzehn Wein, er kann aber preiswert sein.

Faktoren, die sich auf den Weinpreis auswirken

Bevor man sich Gedanken über den Weinpreis macht, sollte man wissen, was die Faktoren sind, die sich auf diesen Preis auswirken. Wenn man nämlich nur die Erzeugerkosten zugrunde legt, dann kommt man selbst beim besten Wein niemals über die 10€-Grenze pro Falsche. Man wäre eher sogar weit darunter und aus diesem Grund sollte man wissen, wann ein Wein teuer wird.

Zu den Erzeugerkosten kommen nämlich oft viel höhere Marketingkosten. Bis so eine Weinflasche im Regal vom Spuermarkt steht geht sie nämlich oft durch zahlreiche Hände von Händlern, Agenten, und Exporteuren. Werbung, Verkaufsförderung und Präsentationen erhöhen die Kosten einer Weinflasche ins unermessliche.

Angebot und Nachfrage

Im Weinhandel ist es natürlich nicht anders als irgendwo sonst in der Wirtschaft. Guter Wein, den nur wenige zu schätzen wissen, wird niemals hohe Preise auf dem Markt erzielen, während weniger gute Weine von denen es wenig gibt, die aber viele Menschen haben wollen, eher teurer angeboten werden.
Dabei sollte man auch wissen, dass die Nachfrage von sehr vielen Faktoren abhängt, die in den meisten Fällen nichts mit der Qualität zu tun haben. Zum Beispiel ist die Nachfrage nach Weinen mit edlem Etikett tendenziell höher.

Was den Wein sonst noch teuer macht….

  • Adeliger Name
  • Künstleretiketten (goldene, silberne Schrift …)
  • Jahrgang
  • Anbaugebiet
  • Kult
  • Bewertungen
  • Knappheit
  • Ausgaben für Marketing & Werbung

Fazit:

Ein guter Wein sollte niemals mehr als 10 € pro Flasche kosten. Wenn eine Flasche mehr als 10 € kostet, dann zahlt man das Geld nicht für die Qualität oder den tollen Geschmack des Weins, sondern für Marketing, Knappheit und andere Kostenfaktoren, die oben aufgeführt sind.

Viel Wein

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