In Deutschland leben fast 82 Millionen Menschen aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen Kulturhintergründen. Nicht immer verläuft dies reibungslos und über die Jahre haben sich verschiedene Wörter für Menschen mit unterschiedlicher Herkunft entwickelt, welche teilweise auch als Schimpfwort benutzt werden. Eines dieser Begriffe ist „Kanacke“

Woher kommt das Wort „Kanacke“?

Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff „Kannakermann“ nicht als Schimpfwort, sondern als Ehrentitel verwendet. Er war etwas Positives, mit welchem deutsche Seeleute Kameraden aus Ozeanien oder auch aus Polynesien bezeichneten. Diese galten als besonders treue und fähige Seeleute und Kameraden.

Das Wort „Kanacke“ kommt aus dem hawaiianischen und leitet sich aus dem Wort „Kanaka“ ab, was so viel wie „Mensch“ bedeutet.

Der Begriff „Kanake“ als Schimpfwort

Heutzutage ist der Begriff alles andere als positiv, denn er wird immer häufiger als Beleidigung gebraucht, um Leute mit südländischem Aussehen, welche nach Deutschland eingewandert sind, zu beschreiben. Jedoch handelt es sich um kein volksbezeichnendes Schimpfwort, da es für mehrere Ethnien verwendet wird. Es werden vor allem Menschen asozialem Verhalten so bezeichnet.

In den 1960er und 1970er Jahren war in Deutschland ein Mangel an Arbeitern vorhanden, was dazu führte, dass günstige Gastarbeiter aus den Ländern im Süden angeworben wurden. Diese Arbeiter wurden auch als Kanacken bezeichnet und kamen meistens aus Italien, Spanien, der Türkei und teilweise aus Griechenland.

Heutzutage wird der Begriff „Kanake/Kanacke“ vor allem für  Menschen mit arabischer, türkischer oder südosteuropäischer Herkunft verwendet. 

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