WordPress Suchmaschinenoptimierung für Anfänger – Top 10 Punkte

Im heutigen Artikel verrate ich euch die wichtigsten 10 Punkte, die jeder in seinem WordPress Blog berücksichtigen oder einbauen sollte, um besser in den Suchmaschinen zu ranken und somit auch besser gefunden zu werden und mehr Besucher und damit vielleicht auch Kunden zu erreichen.

Regelmäßig erstelle ich neue Projekte und benutze dabei so gut wie immer das CMS WordPress. Dabei muss ich die Plattform jedes Mal aufs Neue installieren und komplett einrichten. Als Shopsystem verwende ich immer Woocommerce aber über die Einrichtung von Woocommerce schreibe ich noch einen weiteren Artikel. In diesem Artikel geht es nur um die richtige Einrichtung von WordPress und allen notwendigen Plugins und Einstellungen, um in den Suchmaschinen zumindest keine Nachteile zu haben.

Uni-24.de Ranking
Die Entwicklung von Uni-24.de seit der Erstellung vor gerade mal einem Jahr.

 

Punkt 1: WordPress installieren & erste Einstellungen

Nach der Installation von WordPress, die ich hier nicht näher erläutere, sind zunächst einmal jeweils eine Beispielseite und ein Beispiel-Beitrag in der Datenbank vorhanden. Diese beiden Seiten werden von mir natürlich gelöscht. Danach stelle ich die Artikel URLs ein. In einem weiteren Artikel habe ich bereits ausführlich beschrieben, wie man die URL-Einstellungen vornehmen sollte.

Wordpress Permalinks einstellen

Punkt 2: Yoast SEO Plugin installieren & konfigurieren

Für den zweitwichtigsten Punkt halte ich die Installation eines SEO Plugins, wobei ich schon seit Jahren mit dem SEO by Yoast Plugin arbeite und bisher auch fast zufrieden bin.

Die XML Sitemap Funktion des Plugins schalte ich dabei sofort aus, denn diese funktioniert nicht immer so wie ich will.

Alle Social-Einstellungen deaktiviere ich ebenfalls, weil meine Beiträge eher selten gepostet werden und wenn man die Social Einstellungen aktiviert ( sie sind standardmäßig aktiviert), dann wird für fast jede Plattform wie Twitter und Facebook und Google+ usw. jeweils ein Code im Head-Bereich der Seite eingefügt. Dieser Code befindet sich dann auf jeder Unterseite des Blogs und verschlechtert zum Beispiel das Code to Content Ratio. Je mehr Code pro Unterseite desto höher die Ladezeit jeder Unterseite usw.

Die einzige Funktion, die ich beim SEO Plugin benutze ist die Titel & Metas Funktion. Hier stelle ich für die einzelnen Seiten und Beiträge das gewünschte Titel Format ein. Außerdem stelle ich in der Regel ein, dass alle Kategorien, Tags und andere Taxonomien auf Noindex gestellt werden.

Punkt 3: Antispam Bee Plugin

Wenn man sich nicht von Anfang an von Spam schützt, dann kann es schnell sehr unübersichtlich werden und man hat zig Tausend Kommentare, die man moderieren und löschen muss. Spam Kommentare können auch schnell die gesamte Datenbank verstopfen. Auf manchen Seiten, die ich vor mehreren Jahren installiert und keinen Spam Schutz aktiviert habe, fand ich teilweise über 60 000 Spam Kommentare, die man dann sehr schwer löschen kann. Wenn man zum Beispiel nur ein kleines Webspace Paket bestellt hat, dann kann dieser Webspace allein durch Spam Kommentare auch sehr schnell voll werden. Hatte ich alles schon gehabt.

Punkt 4: Autoptimize Plugin

Als nächstes wird das Autoptimize Plugin installiert, welches den HTML Code, den CSS Code und die Javascripte auf einer WordPress Seite minimieren und komprimieren KANN. Ich sage „kann“, weil es nicht immer der Fall ist. Auf manchen Seiten funktioniert nur die HTML Komprimierung und auf manchen funktionieren alle 3 Punkte. Auf den meisten Seiten mache ich nur die HTML Optimierung an. Dabei werden im HTML Code alle unwichtigen Stellen und Leerzeichen entfernt, sodass es sich nur noch um einen Block handelt.

Punkt 5: Broken Link Checker & SEO Smart Links

Die Plugins „Broken Link Checker“ & „SEO Smart Links“ verbrauchen zwar viel Leistung aber meistens wird dadurch nur der Admin-Bereich minimal langsamer. Das Frontend ist davon überhaupt nicht betroffen. Der Broken Link Checker prüft meine Webseiten regelmäßig nach nicht funktionierenden Links innerhalb und außerhalb meiner Webseiten. Sobald ein kaputter Link gefunden wird bekomme ich eine Email mit den Informationen und kann den Link entweder entfernen oder ändern. Nicht funktionierende Links sind ein sehr schlechtes Signal an Google und aus diesem Grund sollte man seine Seite immer aktuell halten.

Das SEO Smart Links Plugin ist eins der besten Onpage-SEO Plugins. Dieses Plugin verlinkt automatisch bestimmte Begriffe auf vorgegebene Beiträge oder Seiten innerhalb der Seite. Interne Links sind wie kostenloses Linkbuilding und bevor man sehr viel Zeit und Aufwand für externe Links investiert, sollte jeder Webmaster zunächst einmal die interne Verlinkung maximal optimieren. In dem Plugin kann man eine Liste mit Keywords oder Keyword-Phrasen eingeben und jedes Keyword auf eine bestimmte Unterseite verlinken lassen. Das Plugin durchsucht danach die gesamte Webseite nach diesen Begriffen und erstellt interne Verlinkungen. Wieviel Zeit und Aufwand man sich mit diesem Plugin spart kann sich ja jeder selbst denken.

Punkt 6: Contextual Related Posts Plugin

Ein weiterer wichtiger Punkt für die interne Verlinkung bilden die „Ähnlichen Artikel“, die unter jedem Beitrag verlinkt sind. Es gibt viele Plugins, um diese Artikel aufzulisten. Bisher habe ich immer Contextual Related Posts benutzt, weil die Links hier auch wirklich als HTML-Code und in Textform erscheinen und kein Javascript dazu verwendet wird wie bei einigen anderen Plugins.

Punkt 7: Google XML Sitemaps

Da meine Seiten und vor allem die vielen Online Shops immer sehr groß sind und mehrere Tausend Seiten umfassen, baue ich immer eine XML Sitemap und sende diese an Google über die Webmaster Tools. Google Crawlt somit meine Seite besser und vielleicht auch öfter. Auf jeden Fall rät Google selbst dazu eine XML Sitemap zu erstellen also machen wir das. Das oben aufgelistete SEO Plugin von Yoast beinhaltet auch eine XML Sitemap Funktion aber ich benutz lieber das Google XML Sitemaps Plugin, weil das von Yoast schon mehrmals Fehler verursacht hat und nicht funktionierte.

Punkt 8: Leverage Browser Caching in der .htaccess Datei einbinden

Als nächstes sollte man auf jeden Fall den Browser Cache in der .htaccess Datei freischalten und einbinden. Außerdem sollte man hier auch gleich die Komprimierung anschalten, damit die Seite in komprimierter Form geladen und damit schneller wird. Eine ausführliche Anleitung mit den richtigen Codes findet man hier.

Punkt 9: WP Smush & Compress JPEG & PNG images

Das WP Smush Plugin wird installiert und aktiviert, damit neu hochgeladen Bilder direkt beim Hochladen bereits komprimiert und verkleinert werden. Dabei ist die kostenlose Version leider nicht so gut wie die PRO Version für knapp 100 Euro im Monat. Ich verwende dennoch nur die kostenlose Version, denn zum Komprimieren gibt es noch ein besseres Plugin und zwar das Compress JPEG & PNG images Plugin.

Mit diesem Plugin kann man 500 Bilder pro Monat kostenlos bis auf das Maximum komprimieren. Mehr als 500 Bilder kosten dann Geld. Da man das aber meistens nur 1 mal pro Seite macht und nicht monatlich wie bei WP Smush, ist es hier viel günstiger als bei Smush.

Compress ImagesPunkt 10: WP Fastest Cache

Sobald man seine Seite aufgebaut und eingerichtet hat sollte man natürlich auch ein Caching Plugin installieren. Das richtige WordPress Caching Plugin zu finden ist bei mir schon länger so ein Lieblingsthema, weil es eigentlich sehr viele Plugins dafür gibt und weil ich lange Zeit WP Super Cache verwendet habe und am Ende doch festgestellt habe, dass das Plugin seine Arbeit nicht optimal verrichtet.

Die 2 am meisten verwendeten Caching Plugins sind ganz klar W3 Total Cache und WP Super Cache aber beide haben mich nicht wirklich zufrieden stellen können. Was ich gesucht habe ist ein Plugin welches den Cache nicht erst dann erstellt, wenn ein Besucher bereits draufgegangen ist, sondern ein Plugin mit Preload Funktion. Der Cache sollte bereits vorgeladen sein, wenn der Besucher die Seite besucht.

Sowohl WP Super Cache als auch W3 Total Cache haben beide die Preload Funktion aber diese Funktion hat noch auf keinem meiner unzähligen Servern richtig funktioniert. Mal wurde der Cache vorgeladen, mal wurde er eine Woche lang überhaupt nicht vorgeladen und die Seite war eine Woche ungecached.

Am besten lässt sich die Cache Leistung meiner Erfahrung nach anhand der Crawling Statistiken in den Webmaster Tools messen. Hier kann man die Zeit ablesen, die im Durchschnitt gebraucht wurden, um jeweils 1 Seite herunterzuladen. Hier seht ihr ein Beispiel einer Seite von mir:

Cache Plugins messen

Am Anfang der Grafik war WP Super Cache installiert. Danach ging es aus unerklärlichen Gründen stark nach oben und der Preload Modus funktionierte nach einem Update nicht mehr richtig. Am Ende habe ich dann WP Fastest Cache installiert und die Ladezeit hat sich auf ein Rekord-Minimum gesenkt. Genau diese Erfahrung mache ich aktuell mit den meisten meiner Webseiten. Überall habe ich WP Super Cache entfernt und WP Fastest Cache installiert.

WP Fastest Cache hat einen Preload Modus und ist extrem einfach einzurichten. Der Kauf der PRO Version lohnt sich meiner Meinung nach nicht wirklich, da man nur die Mobile-Funktion freischaltet, die eigentlich auch in der kostenlosen Version funktioniert. Außerdem kann man in der PRO Version sehen wieviele Seiten gerade im Cache vorhanden sind und in der kostenlosen Version ist das nicht möglich.

Allgemeine SEO Kenntnisse erwerben

Was nützen all diese Punkte und Tipps, wenn man sich als Anfänger noch überhaupt nicht mit SEO auskennt. Meiner Meinung nach ist es wirklich wichtig, sich zumindest mit den grundlegenden Sachen im SEO Bereich auszukennen. Für SEO gibt es aktuell so gut wie fast keine Studiengänge oder Ausbildungsmöglichkeiten. SEO bringt man sich in der Regel selbst bei oder man lernt viele Sachen allein durch Erfahrung.

Im Internet gibt es alle notwendigen Informationen über SEO und wenn man mit seinem WordPress Blog wirklich Erfolg haben möchte, dann sollte man ziemlich viel Zeit in die Recherche von allen wichtigen Punkten investieren.

Außerdem sollte man auch nach:

  • einer Liste aller SEO-Onpage-Faktoren und
  • einer Liste aller SEO-Offpage Faktoren

suchen und sich alle Punkte einmal gründlich durchlesen. Sollte man einige Punkte nicht verstehen oder Fragen haben, dann sucht man danach halt wiederum in Google. Das gesamte SEO Wissen befindet sich in Google – also sollte man die Suchmaschine auch richtig verwenden.

 

 

 

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