Zahlungsunfähigkeit in BWL leicht erklärt + Beispiel

Was bedeutet Zahlungsunfähigkeit?

Eine Zahlungsunfähigkeit besteht dann (nach § 17 Abs. 2 InsO), wenn fällige Verbindlichkeiten von einem Schuldner nicht erfüllt werden können, was neben der Überschuldung ein Grund ist, eine Insolvenz beantragen zu können (§ 17 Abs. 1 InsO).

Ein Beispiel für Zahlungsunfähigkeit

Eine Firma ist unfähig zum abgemachten Fälligkeitsdatum, am 5. September 2017, eine offene Rechnung eines Lieferanten in Höhe von 100.000 € zu bezahlen. Wird dann eine Stundung für einen vollen Monat vollzogen, so ist das Datum für die Zahlung der Rechnung nicht mehr der 5. September 2017, sondern einen Monat später.

Sonstiges Wichtiges zur Zahlungsunfähigkeit

Liegt eine Zahlungsunfähigkeit nicht im insolvenzrechtlichen Sinne, so besteht ein Liquiditätsmangel. Dieser muss in innerhalb der nächsten 21 Tage behoben werden. Folglich kann die Zahlungsfähigkeit mittels einer unternehmerischen Liquiditätsplanung bzw. Finanzplanung überwacht werden. So kann Unternehmen man finanzielle Probleme oder Schwierigkeiten mittels Maßnahmen, wie die Aufnahme eines Kredits, umgehen, da auf diese Weise auftretende Liquiditätsengpässe rechtzeitig wahrgenommen werden können.

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Autor(in) des Artikels:

mm
Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de

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