Zahlungsziel in BWL leicht erklärt + Beispiel

Was ist ein Zahlungsziel?

Als Zahlungsziel wird als ein zukünftig liegender Zeitraum definiert, in welchem eine Geldschuld bezahlt werden sollte. Es wird auch von einer Zahlungsfrist gesprochen, die der Kunde für eine Bezahlung einzuhalten hat. Der Zielzeitpunkt wird dann als Zahlungszeitpunkt definiert.

Andere Bezeichnungen wären Einkauf, Kauf sowie Verkauf auf Ziel sowohl Wareneinkauf oder Zahlung auf Ziel als auch Zahlungsfrist.

Ein Beispiel für ein Zahlungsziel

für einen Kaufvertrag gibt es die Regelung, dass der Betrag der jeweiligen Rechnung innerhalb von zehn Tagen nach Erhalt der Rechnung bezahlt werden muss. Folglich ist die Leistung erst zehn Tage nach Ausstellung der Rechnung fällig.

Weitere Beispiele wären die Angaben:

“30 Tage netto, was bedeutet, dass innerhalb von 30 Tagen ohne Skontoabzug die Rechnung zu bezahlen ist, oder
“Zahlungsziel sofort, was bedeutet, dass gleich nach Eingang der Rechnung ohne Abzug die Rechnung anfällt.

Wissenswertes zum Zahlungsziel

Ein Zahlungsziel ist ein Part der Zahlungsbedingung, zu der beispielsweise die Art der Zahlung oder auf welches Konto die Zahlung erfolgt dazugehören.
Aus wirtschaftlicher Sicht bekommt ein Schuldner seitens des Unternehmens für den bestimmten Zeitraum einen kurzfristigen Kredit.

Bei dem Zahlungsziel differenziert man zum einen zwischen einem einseitigen Zahlungsziel zum anderen zwischen einem vereinbarten Zahlungsziel.

Kundenziel und Lieferantenziel

Das Zahlungsziel wird noch mal kategorisiert in Lieferantenziel und Kundenziel. Diese Einteilung ergibt sich schließlich daraus, welche Perspektive eingenommen wird.

Was bedeutet Kundenziel oder auch Verkauf auf Ziel?

Die Zahlungsfrist, die das Unternehmen dem Kunden für das Bezahlen einer Rechnung bietet, wird als Kundenziel definiert. In der Regel ist dies für alle Kunden dieselbe Frist.

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Die Bedeutung und Wissenswertes

Für das Unternehmen ist es wichtig, wenn eine Rechnung von den Kunden schnellst möglich bezahlt wird. Dies ergibt sich, da Rechnungen, die später bezahlt werden, die Liquidität belasten. Zudem wirkt sich dies negativ aus, da so ein zusätzlicher Kapitalbedarf eingeleitet wird. Außerdem können so Komplikationen für die Buchhaltung oder dem Inkasso auftreten.

Die Kapitalbildung des Unternehmens steht in Abhängigkeit zum eingeräumten Zahlungsziel für den Kunden. Im Zusammenhang mit dem Kundenziel tritt der Begriff Zielverkauf aus, welcher lediglich der Verkauf durch das Unternehmen ist.

Berechnung des Kundenziels

Das Kundenziel in Tagen wird berechnet, indem der Bestand der Forderungen aus L+L durch den Umsatz geteilt wird. Dieses Ergebnis muss dann mit 365 multipliziert werden. Die Kennzahl zum Messen des tatsächlichen, durchschnittlichen Zahlungsziels lautet Umschlagshäufigkeit der Forderungen.

Was bedeutet Lieferantenziel oder Einkauf auf Ziel?

Das Lieferantenziel hingegen drückt aus, wie lange Kredite für Lieferanten in Anspruch genommen werden. Dies wird meistens in Tagen angegeben. Hierdurch ergibt sich ein Lieferantenkredit, welcher gewährt wird und zur Finanzierung etlicher Unternehmen beiträgt.

Die Bedeutung und Wissenswertes

Das Lieferantenziel kann durchaus von Lieferant zu Lieferant unterschiedlich sein. Ein kurzes Lieferantenziel gibt an, dass vom Unternehmen die Ausnutzung von Skonti erzielt wird. Dies geschieht durch das frühzeitige Begleichen von Verbindlichkeiten. Liegt ein längeres Lieferantenziel vor, so steht dies meist für Liquiditätsschwierigkeiten.

Berechnung des Lieferantenziels

Das Lieferantenziel in Tagen wird berechnet, indem die Verbindlichkeiten von Lieferung und Leistung durch den Wareneingang geteilt wird. Dieser Betrag wird anschließend wieder mit 365 multipliziert.

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