Zinsdeckungsgrad in BWL leicht erklärt + Beispiel

Der Zinsdeckungsgrad beschreibt grob gesehen in welcher Art ein Unternehmen seine Zinsen tilgen kann. Der Deckungsgrad bezieht sich damit auf die Möglichkeit mit dem Gewinn eines Unternehmens die Zinsen zu decken. Je höher der Zinsdeckungsgrad ist, desto besser oder einfacher sind die Zinsen mit dem vorhandenen Geld zu tilgen.

Zinsdeckungsgrad-Formel

Die Formel zur Berechnung lautet: EBIT : Zinsaufwand = Zinsdeckungsgrad

Zinsdeckungsgrad berechnen (Umsatzkostenverfahren)

 

  1. Umsatzerlöse—- 1.000.000
  2. Herstellungskosten—- 600.000
  3. Bruttoergebnis vom Umsatz—- 400.000
  4. Vertriebskosten—- 100.000
  5. Verwaltungskosten (allgemein)—- 60.000
  6. Weitere Erträge—- 20.000
  7. Weitere Aufwendungen—- 60.000
  8. Betriebsergebnis (EBIT)—- 200.000
  9. Beteiligungserträge—- 1.000
  10. Wertpapiere/Ausleihungen—- 1.500
  11. weitere Zinsen/Erträge—- 1.000
  12. Abschreibungen: Finanzanlagen/Wertpapiere—- 500
  13. Zinsen/weitere Aufwendungen—- 8.000
  14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit—- 195.000
  15. Außerordentliche Erträge—- 2.000
  16. Außerordentliche Aufwendungen—- 1.000
  17. Außerordentliches Ergebnis—- 1.000
  18. Steuern vom Einkommen und Ertrag—- 4.000
  19. Sonstige Steuern—-
  20. Jahresüberschuss—- 192.000

Anhand der Form lässt sich der Zinsdeckungsgrad folgendermaßen errechnen:

200.000 Euro : 8.000 Euro = 25

Dieses Ergebnis drückt aus, dass das Unternehmen das 25-fache von dem einnimmt, dass es zur Leistung der Zinsen benötigt. Somit hat das Unternehmen ausreichend finanzielle Mittel, selbst wenn die Umsätze aus dem Verkauf geringer ausfallen.

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