Zu versteuerndes Einkommen leicht erklärt + Beispiel

Welches Einkommen gilt es zu versteuern?

Das zu versteuernde Einkommen (kurz: zvE) ist nach § 2 Abs. 5 EStG und § 32a Abs. 1 Satz 1 EStG geregelt und stellt die Bemessungsgrundlage für die Einkommensteuer dar. Das zvE wird über mehrere Zwischenschritte ermittelt. Zunächst wird die Summe der Einkünfte, dann der Gesamtbetrag der Einkünfte und letztendlich das Einkommen bestimmt. Das Schema zur Ermittlung des zu versteuernden Einkommens ist im § 2 Abs. 3 bis 5 EStG sowie R 2 EStR definiert.

Zu versteuerndes Einkommen ermitteln

Ermittlung des zu versteuernden Einkommens
1. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft

+ 2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb

+ 3. Einkünfte aus selbständiger Arbeit

+ 4. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit

+ 5. Einkünfte aus Kapitalvermögen

+ 6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

+ 7. sonstige Einkünfte im Sinne des § 22 EStG

= 8. Summe der Einkünfte (vgl. Einkunftsarten)

– 9. Altersentlastungsbetrag nach § 24a EStG
– 10. Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nach § 24b EStG
– 11. Freibetrag für Land- und Forstwirte nach § 13 Abs. 3 EStG
– 12. Hinzurechnungsbetrag nach § 52 Abs. 3 Satz 5 EStG sowie § 8 Abs. 5 Satz 2 AIG
= 13. Gesamtbetrag der Einkünfte (§ 2 Abs. 3 EStG)
– 14. Verlustabzug nach § 10d EStG

– 15. Sonderausgaben nach §§ 10, 10a, 10b, 10c EStG

– 16. Außergewöhnliche Belastungen nach §§ 33 bis 33b EStG

– 17. Wohneigentumsförderung (§§ 10e bis 10i EStG, § 52 Abs. 21 EStG, § 7 FördG)
+ 18. zuzurechnendes Einkommen gemäß § 15 Abs. 1 AStG
= 19. Einkommen (§ 2 Abs. 4 EStG)
– 20. Freibeträge für Kinder nach § 31 und § 32 Abs. 6 EStG
– 21. Härteausgleich nach § 46 Abs. 3 EStG und § 70 EStDV
= 22. zu versteuerndes Einkommen (§ 2 Abs. 5 EStG)

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