Claudia Galotti ist eine Figur aus dem bürgerlichem Trauerspiel „Emilia Galotti“ von Gotthold Ephraim Lessing, das im Jahre 1772 erschien. Claudia Galotti ist die Mutter der Protagonistin Emilia Galotti. Verheiratet ist Claudia Galotti mit dem Oberfeldhauptman Odoardo Galotti.
Sie ist Angehörige des Bürgertums, aber dem Adel positiv zugewandt. Der Diener Pirro unterstützt die kleine Familie.

Verhältnis zur Tochter

Zu ihrer Tochter hat Claudia eine tiefe und innige Verbundenheit. So ist sie auch die erste und einzige Person, der Emilia erzählt, dass sie sich trotz der bevorstehenden Hochzeit mit dem Grafen Appiani in den Prinzen verliebt. Sie rät ihrer Tochter, diese Gefühle zu verbergen. Auch ihrem Mann erzählt sie nichts von der Liebe ihrer Tochter und dem Prinzen, was zu der Angst führt, dass Oboardo ihr Geheimnis irgendwann entdecken und dies als Verrat deuten könnte. Es schmeichelt ihr, dass der adlige Prinz die Schönheit ihrer Tochter lobt.

Verhältnis zu männlichen Figuren

Ihr Mann stellt für Frau Galotti aber das uneingeschränkte Oberhaupt der Familie dar und sie sieht sich als ihm untergeordnet an.
Den Prinzen betrachtet Frau Galotti zunächst recht positiv, da er dem Adel angehört. Erst im Laufe der Geschichte erkennt sie die Gefahr, die von ihm für ihre Tochter ausgeht. Sie will nicht, dass er die Hochzeit ihrer Tochter mit dem Grafen gefährdet. Als der Graf durch einen Diener des Prinzen getötet wird, ändert sich diese Einstellung und sie verabscheut den Prinzen.

Insgesamt kann Claudia Galotti als sehr religiöse und besorgte Person beschrieben werden, der das Wohl ihrer Tochter und ihre Erziehung sehr wichtig ist. Allerdings ist sie sehr unbedarft und ist davon überzeugt, dass in Jedem etwas Gutes steckt.

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