Wichtigste 95 Rhetorische Stilmittel – Liste mit Wirkung, Funktion & Beispielen

In diesem Artikel fasse ich alle bekannten sprachlichen und rhetorischen Stilmittel in einer Liste zusammen und nenne auch jeweils Beispiele und beschreibe die Wirkung der einzelnen rhetorischen Mittel.

Rhetorische Mittel werden vor allem bei Textanalysen aller Art im Fach Deutsch in der Schule benötigt und eine übersichtliche Liste mit allen Stilmitteln ist da extrem hilfreich bei den Hausaufgaben. Allerdings sollte man die wichtigsten sprachlichen Mittel auch auswendig kennen, denn irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man die Klausur schreiben muss und keine Liste mitnehmen darf.

Liste mit den 35 wichtigsten sprachlichen und rhetorischen Mitteln mit Beispielen und Wirkung

Hier kannst du die gesamte Liste als PDF herunterladen & ausdrucken

StilmittelBeschreibungWirkungBeispiel
Akkumulation Anhäufung zusammengehörender Wörter größerer Nachdruck auf der Aussage oder bessere Verdeutlichung Sonne, Sand und Meer oder Feld, Wald und Wiesen
Allegorie Verbildlichung oder ausgesprochene Metapher, etwas Abstraktes wird durch eine Verbildlichung dargestellt Abstraktes anschaulich machen „Auf dem Theater der Welt sind alle Menschen Spieler: mancher bekommt die Rolle eines Königs, mancher die eines Bettlers …“
Alliteration mindestens zwei aufeinander folgende Worte mit dem gleichen Anfangsbuchstaben Verdeutlichung der Zusammengehörigkeit der Wörter Veni Vidi Vici
Allusion eine Situation wird indirekt beschrieben / Anspielung machen Verschlüsselung der Botschaft / Verbildlichung / Verkürzung von Informationen Er ist ein wahrer Romeo in Bezug auf Frauen.
Anapher Wiederholung am Anfang mehrerer Sätze oder Verse Steigerung der Wirkung I have a dream ...., I have a dream ....
Antithetik Gegenüberstellung zweier Gedanken Aufwertung der eigenen Position durch Gegenüberstellung "Ich schlafe aber mein Herz wachet"
Apostrophe Hinwendung zum Publikum oder einer bestimmten anwesenden oder abwesenden Person Steigerung der Eindringlichkeit
Archaisierung Benutzung alter Wörter Hinweis auf Tradition, Vielleicht etwas Humor, gülden für golden usw.
Assonanz Halbreim Steigerung der Eindringlichkeit „Ottos Mops trotzt.“
Asyndeton Anreihung von Sätzen oder Worten ohne Konjunktion bzw. Bindungswörter Verstärkung der negativen bzw. positiven Bewertung oder stärkere Verdeutlichung Sommer, Sonne, Strand oder "Er benahm sich schrecklich, arrogant, furchtbar"
Chiasmus symmetrische Überkreuzung von Satzteilen Hervorhebung, Steigerung der Merkfähigkeit „Ich bin groß, klein bist du.“
Ellipse Auslassen von Satzteilen Ausdruck von Eile Ich kann es, du nicht
Enjambement Fortführung des Satzes über das Zeilen-/Versende hinaus Besondere Hervorhebung des Inhalts
Epipher Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Ende aufeinanderfolgender Sätze Steigerung des Wortes „Ich fordere Moral, du lebst Moral.“
Euphemismus positive Beschreibung negativer Eigenschaften Beschwichtigung, Schönmalerei „kräftig gebaut“ anstelle von „dick“
Hendiadyoin Benennung ein und desselben Sachverhalts mit zwei gleichbedeutenden Worten Verdeutlichung Mord und Totschlag
Hyperbel starke Übertreibung Abwertung oder Aufwertung totmüde, granatenvoll
Inversion Umkehr der gewöhnlichen Wortfolge Herausstellung des wichtigen im Satz - bessere Eindringlichkeit sieht müde aus der Mann
Ironie Gegensatz von wörtlicher und wirklicher Bedeutung Erheiterung, Humor, Überzeugungskraft "Hier sieht es aber aufgeräumt aus” – in einem stark verwüsteten Zimmer
Klimax Aufzählung sich steigernder Worte, angefangen mit dem schwächsten Verstärkung, Aufwertung der Aussage Ich arbeite 8, 9 , 10 Stunden am Tag
Litotes Untertreibung, Abschwächung oder Verneinung Verstärkung oder Abschwächung der Aussage "wirklich nicht schlecht", "meine Wenigkeit"
Metapher Bildlich gesprochene Aussagen Verdeutlichung und Verstärkung durch bildliche Unterstützung am Fuße des Berges, ein Meer von Ameisen
Metonymie Ersatz durch bildlichen aber verwandten Ausdruck eingängige Formulierung "Die Karre" für Auto oder "Das Eisen" für Schwert
Neologismen Erstellung von neuen Wörtern Abwertung /Aufwertung Knabenmorgenblütenträume  (Goethe)
Oxymoron Verbindung einander gegensätzlicher Begriffe Denkanstoß durch Scheingegensatz kalte Hitze
Paradoxon Widersprüchlichkeit einer Idee, die der Meinung widerspricht Denkanstoß durch Scheinwiederspruch „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ (Sokrates)
Parallelismus parallel aufgebaute Sätze oder Satzteile Verstärkung der eigenen Aussage Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch geht
Parataxe Nebeneinanderstellen von gleichwertigen Hauptsätzen vermittelt Direktheit, prägnante Formulierung „Das ist Klaus. Klaus ist ein geselliger Bursche“
Parenthese Einschub Kommentar mit Aufwertung oder Abwertung bzw. Verdeutlichung Das ist - wie gesagt - sehr wichtig
Periphrase Umschreibung eines Begriffs Veranschaulichung der Vater der Agenda 2010 = Gerhard Schröder
Personifizierung Zuweisung menschlicher Eigenschaften an etwas nicht menschliches Ähnlich wie bei Metapher – bildliche Verstärkugn der Aussage Der Stein schaut uns so traurig an, Vater Staat, Brudervolk,
Pleonasmus Zusammenstellung von Begriffen mit gleicher Bedeutung Erhöhung der Eindringlichkeit der Aussage runde Kugel, alter Greis
Rhetorische Frage uneigentliche Frage, die Zustimmung oder Ablehnung voraussetzt Einbeziehung des Lesers bzw. des Gefragten zum Mitdenken Seh ich so blöd aus?
Sarkasmus Verletzender, beißender oder bitterer Hohn und Spott, oft mit Ironie Verstärkend, angreifend „Goethe hat keinen anderen Schmerz empfunden, als den beleidigter Eitelkeit“.
Symbole Erhöhung der Anschaulichkeit weiße Taube für Frieden, Hammer und Sichel für Kommunismus, Kreuz für Tod oder christlichen Glauben

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Eine viel ausführlichere Erklärung der einzelnen rhetorischen Stilmittel gibt es in den folgenden 2 Videos für euch. In dem ersten Video sollte man ab der 10. Minute starten ;):


Weitere, seltener vorkommende, rhetorische Stilmittel:

  1. Adynaton
    Eine Adynation ist die indirekte Art und Weise, jemandem mitzuteilen, dass etwas nicht eintreffen wird und sozusagen unmöglich ist.
  2. Anadiplose
    Durch die Anadiplose können einzelne Elemente eines Satzes mit Hilfe von Wiederholung der letzten Worte oder des ganzen Satzes hervorgehoben oder verstärkt werden.
  3. Anakoluth
    Im Kern beschreibt der Begriff „Anakoluth“ die Tatsache, dass ein Satz abgebrochen, eine Wortfolge nicht zu Ende geführt wird.
  4. Anapodoton
    Das Anakoluth, ebenfalls eine rhetorische Figur, kommt dann zum Einsatz, wenn von einem Satzabbruch gesprochen wird. Im speziellen Fall des Anapodoton wird bei korrespondierenden Konjunktionen, die zweite, also korrespondierende Konjunktion im Satz weg gelassen.
  5. Antiklimax
    Die Antiklimax steht dabei im genauen Gegensatz zu der sogenannten Klimax, bei der ein Begriff stufenartig gesteigert wird. Meistens erfolgt auch diese Steigerung wie bei der Antiklimax dreigliedrig.
  6. Antilabe
    Die Antilabe sorgt dafür, dass ein Vers der zusammenpasst, von zwei unterschiedlichen Personen gesprochen wird. Meistens sind es aber nur Wortfolgen anstatt ganze Sätze.
  7. Antonomasie
    Als erstes ist die Antonomasie dafür da, dass man Eigennamen umschreibt. Um dies machen zu können, braucht man bestimmte Adjektive. Als zweites dient die Antonomasie dafür, um eine bestimmte Gruppe oder Gattung mit einem Wort aus dieser Gruppe zu benennen.
  8. Apokoinu
    Die Apokoinu sorgt dafür, dass Sätze verkürzt werden oder Wörter ausfallen. Es beziehen sich Satzglieder oder Wörter auf zwei andere Teile.
  9. Apokope
    Die Apokope wird nicht nur in literarischen Texten häufig eingesetzt, sie begegnet uns als rhetorisches Stilmittel sogar in Texten sämtlicher Variationen. Sie steht für das Auslassens der Buchstaben, beziehungsweise Silben am Ende eines Wortes.
  10. Aporie
    Die Aporie bezeichnet eine philosophische Unmöglichkeit auf eine Frage, mit bestehendem Widerspruch, eine Antwort zu finden. Wird etwas als aporetisch bezeichnet, so entstehen widersprüchliche, bzw. entgegengesetzte Lösungsansätze, bzw. Ergebnisse.
  11. Aposiopese
    Die Aposiopese ist eine rhetorische Figur, die meistens in literarischen Testen vorkommt. Bei der Aposiopese wird ein Satz einfach abgebrochen, ohne dass das Wichtige genannt wurde.
  12. Bathos
    In sämtlichen Texten aller Art kann das Stilmittel Bathos seine Verwendung finden. Dabei erfolgt die Gegenüberstellung eines niedrigeren und eines höheren Wertes. Mithilfe dieser Stilfigur können komische oder tragische Emotionen wirkungsvoll zum Einsatz gebracht werden.
  13. Brachylogie
    Die Brachylogie ist eine rhetorische Figur und ist mit den rhetorischen Figuren Ellipse, Syllepse, Apokoinu, Aposiopese und Zeugma verwandt. Die Brachylogie ist dafür da mit einer kleinen Anzahl an Wörtern, eine sehr große Aussagekraft zu erzielen.
  14. Captatio Benevolentiae
    Die Captatio benevolentiae ist ein rethorisches Stilmittel, welches man in allen literarischen Gattungen, also in der Dramatik, der Lyrik und der Epik, findet. Dieses Stilmittel wird dann angewendet, wenn der Autor sich mit schmeichelnden Worten an den Empfänger wendet, also denjenigen, an den sich der Text richtet, dem Leser oder Zuschauer.
  15. Concessio
    Die Concessio kommt als rhetorisches Mittel und Stilfigur vornehmlich in Reden und im geschriebenen Dialog zum Einsatz. Hierbei wird ein vom Debattengegener vorgetragenes Argument aufgegriffen und, mehr noch, der Richtigkeit bezeugt.
  16. Contradictio
    Unter einer Contradictio in adiecto versteht man gemeinhin ein rhetorisches Stilmittel, welches aus dem Lateinischen stammt und mit „Widerspruch in der Beifügung“ sinngemäß wiedergegeben werden kann.
  17. Correctio
    Der Begriff Correctio bezeichnet ein rhetorisches Stilmittel, was in jeder Art von literarischen Texten vorkommen kann. Wird eine getätigte Aussage direkt wieder zurückgenommen und durch einen schwächeren oder stärkeren Ausdruck ersetzt, spricht man von einer Correctio.
  18. Diaphora
    Diaphora oder auch Diapher genannt, ist ein rhetorisches Stilmittel, das in allen literarischen Gattungen verwendet werden kann. Hierbei wird ein Wort oder eine Wortfolge wiederholt, wobei die zwei Wörter oder Wortfolgen eine unterschiedliche Bedeutung haben (Homonyme).
  19. Diminutiv
    Unter dem Diminutiv wird in der Grammatik die Verkleinerung oder Verniedlichung von Nomen (Substantiven) verstanden. Er wird auch als Deminutiv, Diminutivum oder Deminutivum bezeichnet und durch das Anhängen der Endsilben -chen bzw. -lein gebildet.
  20. Emphase
    Bei der Emphase handelt es sich um ein sprachliches Stilmittel, das nicht einfach erkennbar ist. Es ist hauptsächlich in der mündlichen Sprache zu erkennen. Die Emphase verstärkt einen allgemeinen Begriff und zeigt seine Besonderheiten an, indem es ihn hervorhebt.
  21. Enallage
    Die Enallage ist eine besondere Form der Hypallage. Es handelt sich hierbei um eine Verschiebung der Beziehung zum Wort. Somit bezieht es sich nicht auf das eigentliche Wort, sondern auf ein anderes Wort.
  22. Enumeratio
    Enumeratio kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Aufzählung.Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Stilfigur oder ein Stilmittel, welches in der Rhetorik (Redekunst) verwendet wird, um verschiedene Begriffe, Wörter oder Wortgruppen, aufzuzählen.
  23. Epanalepse
    Die Epanalepse wiederholt bestimmte Wörter am Anfang oder am Ende des Satz, um diesen Satz noch mehr zu verstärken. Deswegen ist die Epanalepse mit anderen rhetorischen Figuren verwandt. Wie zum Beispiel mit der Geminatio, dem Epizeuxis und der Anadiplose.
  24. Epanadiplose
    Eine Epanadiplose bezeichnet eines der vielen Stilmittel für eine Wiederholung, die Verwendung in sämtlichen literarischen Gattungen findet.
    Sie umschreibt den Sachverhalt, dass sich eine Wortfolge oder ein Wort, das sich am Beginn eines Satzes befindet, auch am Ende vorfinden lässt, ähnlich dem Kyklos.
  25. Epanodos
    Das Stilmittel des Epanodos bezeichnet eine Wiederholung. Dieses stilistische Mittel findet in sämtlichen Gattungen seine Verwendung. Dabei erfolgt die Wiederholung der einzelnen Wörter innerhalb eines Satzes.
  26. Epenthese
    Die Epenthese wird auch als Lauteinschub bezeichnet. Sie beschreibt das Phänomen, dass ein Laut im Wortinnern eines Wortes hinzugefügt wird. Dies geschieht meistens, um die Aussprache zu erleichtern. Eine ethymologische Motivation fehlt, der Einschub ist künstlich und nicht durch die Wortherkunft veranlasst.
  27. Epiphrase
    Mit dem Begriff „Epiphrase“ bezeichnet man in rhetorisches Stilmittel innerhalb der Literatur, das sich in sämtlichen Varianten der Gattung wieder findet. Mit diesem Begriff beschreibt man eine Stilfigur bei der einzelne Wörter oder auch längere Wortfolgen nachgeschoben werden.
  28. Epiploke
    Eine Epiploke ist ein rhetorisches Mittel, das in allen Gattungen (Epik, Lyrik, Drama) der Literaturwissenschaft verwendet wird. Hierbei beschreibt es eine sich regelmäßige auftretende Anadiplose. Eine Anadiplose beschreibt einen Satz, der auf ein Wort oder eine Wortfolge beginnt und endet.
  29. Epizeuxis
    Die Epizeuxis kommt aus der Rhetorik und ist ein Stilmittel. Sie steht im Zusammenhang mit Geminatio, Anadiplose und Epanalepse. Bei der Epizeuxis sind die Wiederholungen einzelner Begriffe oder ganzer Wortgruppen gemeint. Die Wiederholung sind mindestens dreimal vorhanden, da es sich sonst um ein Zufall handeln könnte.
  30. Exclamatio
    Dieses Stilmittel stammt aus der Rhetorik. Sie wird Exclamatio oder Exklamation genannt. Es wird nur bei direkten Äußerungen angewendet, Personen müssen nicht anwesend sein, es kann sich auch um einen Ort handeln, bei dem die Exclamatio zum Einsatz kommt.
  31. Figura Etymologica
    Die Figura etymologica (Plural figurae etymologicae) gehört zu den literarischen Stilmitteln. Bei diesem Stilmittel werden Wörter, die zwar den gleichen Wortstamm, genauer genommen die gleiche Wortwurzel, aufweisen, jedoch zu verschiedenen Wortarten gehören, miteinander verbunden.
  32. Geminatio
    Unter der so genannten Geminatio versteht sich ein Stilmittel, welches in der Rhetorik zum Einsatz kommt. Vereinfacht und verständlich ausgedrückt, handelt es sich dabei um eine simple Wiederholung eines Wortes. Diese Wiederholung findet dabei direkt hintereinander statt, was als eine unmittelbare Nachbarschaft bezeichnet wird.
  33. Homoioteleuton
    Bei dem Homoioteleuton handelt es sich um ein sprachliches Stilmittel, das vor allem in der Lyrik und in Sprichwörtern Verwendung findet. In Anlehnung an seine Verwandten Stilmittel, Binnenreim und Epipher, bezeichnet das Homoioteleuton eine Reimstruktur, die sich durch das Reimen der Endsilben von Wörtern, kurzen Sätzen oder auch Satzteilen auszeichnet.
  34. Hyperbaton
    Das Hyperbaton ist ein rhetorisches Stilmittel, welches den Umbau eines Satzes beschreibt. Dies geschieht durch das Trennen zweier Wörter, die eigentlich im Satzaufbau (fachsprachlich auch Syntax genannt) ‚zusammengehören’. Getrennt werden diese Begriffe entweder durch a) das einfache Umstellen der ‚normalen’ Satzstellung oder b) durch das Einschieben zusätzlich eingefügter Wörter.
  35. Hypotaxe
    Die Unterordnung von Nebensätzen zu Hauptsätzen wird als Hypotaxe bezeichnet. Das Gegenteil von Hypotaxe ist Parataxe. Durch die komplexe Möglichkeit können aufwendige Gedankengänge besser veranschaulicht werden und somit kann auch jedes schwierigere Thema besser erklärt werden.
  36. Hysteron-Proteron
    Ein Hysteron-Proteron ist ein sprachliches Stilmittel, das sich durch alle Formen der Literatur zieht. Das rhetorische Stilmittel gilt als ein Verwandter des Anachronismus. Dabei werden beim Hysteron-Proteron zeitliche und logische Abfolgen vertauscht.
  37. Kakophonie
    Bei der Kakophonie handelt es sich um einen Übellaut, bedeutet das man sich zeitweise die „Ohren zu halten“ muss. Da die Reihenfolge nicht zusammen passt. Es kann also sehr weh tun. Dieser kommt sowohl in der Literatur als auch in der Musik vor, was nicht häufig vor kommt, dass man Begriffe sowohl in der Musik als auch in der Literatur vor findet.
  38. Katachrese
    Unter dem Begriff der Katachrese versteht man ein rhetorisches Stilmittel. Diesem kann man in den unterschiedlichsten literarischen Gattungen begegnen. Generell bezeichnet man mit der Katachrese die verschiedenen Sachverhalte. Zum einen wird so ein Wort bezeichnet, welche eine Sprachlücke schließen kann.
  39. Kyklos
    Unter dem Kyklos versteht man ein Stilmittel, dass in verschiedensten Textsorten Anwendung findet. Besonders bekannt ist er in der Lyrik. Sein Grundprinzip besteht in der Wiederholung von Worten oder ganzen Satzgliedern.
  40. Metaphrase
    Die wortwörtliche Übersetzung von Versdichtung in Prosa, unabhängig des Einhaltens von Reimschema und Metrum, wird als Metaphrase bezeichnet. Das Gegenteil, die Paraphrase, ist dagegen nicht wortwörtliches, aber dafür sinngemäßes Übersetzen.
  41. Onomatopoesie
    Die Onomatopoesie wird auch als Lautmalerei, Klangmalerei oder Onomatopöie bezeichnet. Es ist ein Stilmittel, dass in vielen literarischen Gattungen verwendet wird. Unter anderem werden Nicht-sprachliche Laute in Sprache umgewandelt. Das bedeutet, das Zuhörern und Lesern durch Worte verdeutlicht wird, was sie hören, dass Geräusch bekommt somit eine Wortbeschreibung.
  42. Okkasionalismus
    Der Begriff Okkasionalismus hat verschiedene Bedeutungen. In der Philosophie beispielsweise wird damit die Lehre von Gelegenheitsursachen bezeichnet. Dieser Artikel behandelt den Okkasionalismus als sprachliche Gelegenheitsbildung.
  43. Paronomasie
    Paronomasie oder Paranomasie ist ein rhetorisches Stilmittel, welches in diversen Gattungen der Literatur verwendet wird. Der Begriff Paronomasie bezeichnet ein Wortspiel, bei dem ähnlich klingende, sowie gleichlautende Wörter zusammengesetzt werden.
  44. Pars pro Toto
    Die Pars pro toto ist ein Stilmittel der Literatur. Es gehört zur größeren Gruppe der Tropen. Sie ist verwandt mit den Stilmitteln Synekdoche und Metonymie und stellt eine jeweilige Sonderform dieser Stilmittel dar.
    Die Pars pro toto ersetzt einen Begriff durch einen, der Teil des ersetzten Begriffes ist: Ein Teil steht für das Ganze.
  45. Pointe
    Unter einer Pointe versteht man das überraschende und geistreiche Ende von bestimmten Textsorten (Witz, Anekdote, Epigramm, etc.). Sie kann als rhetorisches Stilmittel verwendet werden und beim Zuhörer oder Leser für Lachen sorgen.
  46. Polyptoton
    Der Begriff „Polyptoton“ bezeichnet eine literarische Stilfigur, die in allen Gattungsformen der Literatur zu finden ist. Im Kern bezeichnet diese Figur die Tatsache, dass ein Wort in verschiedenen Flexionsformen (Beugungsformen) wiederholt wird. Der Stamm des Wortes bleibt somit erhalten, nur die Endungen werden verändert.
  47. Polysyndeton
    Das Polysyndeton gehört zu den rhetorischen Figuren. Rhetorische Figuren sind Stilmittel, mit denen man eine besondere Wirkung der Sprachaussage erreichen kann. Je nach Stilmittel ist die Wirkung verschieden.
    Rhetorische Figuren findet man in Gedichten und anderen Literaturformen, aber auch in der Werbung und in Reden.
  48. Repititio
    Die Repetitio, auch Wiederholung, bezeichnet ein in allen literarischen Gattungen vorkommendes Stilmittel. Es definiert die mehrmalige Wiederholung eines Wortes oder einer Abfolge von Wörtern in einer Strophe oder dem selben Vers.
    Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, zu welcher Position die Wiederholung der Elemente oder des Elements eintreten kann.
  49. Stichomythie
    Die Stichomythie ist als Zeilenrede oder auch Wechselrede bekannt. Dies ist der Wechsel zwischen mehreren Charakteren, kann man auch als Dialog bezeichnen. Zeitweise kann es zu einem schnellen Wortwechsel zwischen den Charakteren kommen, dabei kann es passieren, dass bei einem Schauspiel Sätze weg gelassen werden.
  50. Symploke
    Eine Symploke kommt aus dem Griechischem συμπλοκή „Geflecht“ und kann gemeinhin auch mit dem lateinischen Stilbegriff der Complexio oder auch der Completio gleichgesetzt werden. Die Symploke wird dabei vor allem häufig in der Lyrik verwendet und beschreibt das gleichzeitige Auftreten oder die Verflechtung von Epipher und Anapher.
  51. Synekdoche
    Hierbei handelt es sich um ein Stilmittel, dass zum Oberbegriff der Tropen gehört. Dieses bedeutet, dass man ein Wort durch ein anderes ersetzt, aber der Sinn derselbe bleibt und sich nicht verändert. Dieser Begriff kann weitreichend sein, also als Oberbegriff genutzt werden oder aber das Wort direkt ersetzen, aber den Sinn beibehalten.
  52. Synästhesie
    Der Begriff „Synästhesie“ beschreibt ein Stilmittel innerhalb er Literatur, bei dem es zur Vermischung der Sinneseindrücke kommt: Düfte werden gefühlt, Töne geschmeckt. Verwendung findet dieses Stilmittel in allen Gattungen und Epochen, besonders häufig wurde es jedoch während der Romantik vor.
  53. Tautologie
    Die Tautologie ist eine rhetorische Figur, die meistens in literarischen Texten vorkommen. Die Tautologie sorgt dafür, dass dasselbe einen anderen Ausdruck bekommt und das mit einem neuen Ausdruck gesagt wird oder der gleiche Sachverhalt mit gleichen Wörtern von der selben Wortart wiederholt wird.
  54. Totum pro Parte
    Das Totum pro Parte ist ein rhetorisches Stilmittel. Es ist der Gruppe der Tropen zuzuordnen. Die Wendung kann als eine Sondererscheinung der Metonymie und Synekdoche verstanden werden. Ein Totum pro Parte bezeichnet. Damit ist es stilistisch gesehen das Gegenstück zur Wendung Pars pro Toto.
  55. Trikolon
    Das Trikolon ist ein Stilmittel in der deutschen Sprache und dient dazu, Sätze rhythmisch sprechen zu können. Folglich unterteilt das Trikolon einen Satz in drei Glieder.
  56. Trope
    Bei der Trope, auch Tropus genannt, handelt es sich um ein sprachliches Mittel. Charakteristisch für Tropen ist eine Abweichung vom Gesagten zum Gemeinten. Meist werden malerischere Wörter zur Umschreibung des Gemeinten verwendet.
  57. Understatement
    Mit dem Wort „Understatement“ beschreiben wir das Untertreiben. Dieses rhetorische Stilmittel ist in jeder Art von Literatur vertreten. Es schwächt Aussagen ab. In der Redekunst kommt die Figur sehr oft zusammen mit einer doppelten Verneinung, die zu einer Bejahung wird vor.
  58. Vergleich
    Beim Vergleich werden mindestens zwei Sachen miteinander verglichen. Es ist ein Stilmittel, dass aus der Rhetorik kommt und in der Literatur angewendet wird, aber auch oft im Alltag, unbewusst verwendet wird.
  59. Zeugma
    Zeugma ist die Bezeichnung für ein rhetorisches Stilmittel. Ursprünglich war damit gemeint, dass sich das Prädikat eines Satzes auf mehrere Satzglieder, meist Objekte oder Adjektive, bezog. Im weitesten Sinn bezeichnet das Zeugma einen Sachverhalt, bei dem sich ein ganzer Satzteil auf auf verschiedenen Wörter, Wortfolgen oder gar andere Sätze bezieht.

8 KOMMENTARE

  1. Hiii
    Die Seite ist mega hilfreich!
    Trotzallem… heißt es bei dem Enjabement nicht „… des Satzes….“ ?
    Und nicht es Satzes?
    Das hört sich iwi komisch an >_<

    LG
    MonKialur

  2. Ein Vers ist ein Vers ist ein Vers -und kein Fers!

    Eine Alliteration ist nicht die Abfolge von zwei gleichen Anfangsbuchstaben bei beieinander stehenden Worten/Wörtern, sondern die Abfolge gleicher Anfangslaute.
    Beispiele: V/F im Deutschen ist alliterativ in „Flüchtend“ und „Verfolgte“, dagegen nicht „Sein“ und „Schein“.

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