Was ist eine Parenthese? – Beispiele, Wirkung & Erklärung

Die rhetorische Figur „Parenthese“ kommt in vielen literarischen Texten vor. Die Parenthese sorgt für eine Unterbrechung im einem Satz. Das heißt, dass ein anderer Satz in dem Satz eingeschoben wird. Der eingeschobene Satz wird dabei in Gedankenstriche, Komma oder Klammer gesetzt. Mit diesen Satzzeichen wird die Parenthese noch mehr verdeutlicht.

Das Wort „Parenthese“ kommt von dem griechischen Wort „parénthesis“. Übersetzt heißt „parénthesis“, Einschub. Mit dieser Übersetzung kannst du dir eigentlich schon denken worum es bei der Parenthese geht. Nämlich um den Einschub eines Satzes in einen anderen Satz.
Wie das genau aussieht, siehst du hier anhand von einem Beispiel:

– „So bitt ich, ein Versehen war’s, weiter nichts, für diese rasche Tat dich um Verzeihung.“ – Heinrich von Kleist
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Parenthese)

Bei dem Beispiel siehst du ganz gut, wie der Einschub durch Kommas getrennt wurde. Du kannst aber auch erkennen, dass der Einschub auch alleine stehen könnte. Dann würde der Satz lauten: „Versehen war’s, weiter nichts.“ Mit dem Einschub, tritt die Parenthese sehr deutlich hervor. Da der Einschub alleine stehen kann, kann natürlich auch der Anfangssatz alleine stehen. Das würde dann so aussehen: „So bitt ich, für diese rasche Tat dich um Verzeihung“.

Hier ist noch ein weiterer Beispielsatz:

„Gefällt dir hier – sag uns nur! – etwas nicht?“

Hier findest du auch eine Parenthese. Dort ist die Parenthese sehr genau mit Gedankenstriche gekennzeichnet, sodass der Einschub mehr in den Vordergrund gerückt wurde.

Du musst aber mit dem trennen durch Kommas, Klammern und Gedankenstriche aufpassen, da manchmal auch die einzelnen Satzzeichen als Parenthese bezeichnet werden. Deswegen solltest du genauer hinschauen, was der Autor genau gemeint hat.

Noch mehr Beispiele für eine Parenthese

Damit du das Besser verstehst, kommen hier noch einige Beispiele. Bei den Beispielen sind die Einschübe „Fett geschrieben“.

Weitere interessante Artikel:  Was ist eine Epenthese? - Beispiele, Wirkung & Erklärung

Unkommentierte Beispielsätze für den Einsatz der Parenthese

– „Eduard – so nennen wir einen reichen Baron im besten Mannesalter – hatte in seiner Baumschule die schönste Stunde eines Aprilnachmittags zugebracht“.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Parenthese)

– „Diesbezüglich – das will ich ganz deutlich sagen – mache ich mir erhebliche Sorgen darüber, ob wir – ähnlich koordiniert wie bei den Konjunkturpaketen – zu einer international abgestimmten Exit-Strategie kommen werden.“
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Parenthese)

– „Es war auch nicht möglich, in Ihrer Mitte – und ich persönlich müsste als sein Freund das mit besonderer Bewegung tun –, über die großen Entwürfe seiner Seele zu sprechen.“

– „Ich sei, gewährt mir die Bitte, In eurem Bunde der dritte!“

Funktionen und Wirkungen einer Parenthese

Es ist sehr schwer, eine rhetorische Figur, nur eine Wirkung zuzuordnen. Wenn man nämlich die Parenthese auf nur eine Wirkung herunterbricht, kann es schnell passieren, dass man sich nur auf diese Funktion oder Wirkung konzentriert. Trotzdem kann es bei den Zuhörern einen überraschenden Effekt auslösen.

Die Übersicht zu Effekt, Funktion und Wirkung einer Parenthese

– Eine Parenthese ist ein Einschub in einen anderen Satz. Der Einschub wird meistens mit Kommas, Klammern oder Gedankenstriche gekennzeichnet.

– Mit diesen Satzzeichen, kommt es zu dem Effekt, das der eingeschobene Satz sehr stark betont wird.

– Ähnlich wie die Parenthese, ist das Hyperbaton. Bei dem Hyperbaton werden auch Sätze unterbrochen. Der einzige unterschied ist es, dass bei dem Hyperbaton der komplette Satz verändert wird.

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