Perfektes Handout Muster mit Beispiel-Vorlagen und Aufbau

In diesem Artikel wird der Grundaufbau eines Handouts für ein Referat in der Schule oder in der Universität vorgestellt. Zusätzlich zu den Infos hier in dem Artikel haben wir auch eine Beispiel-Vorlage zum Download im Angebot. Die Vorlage kann man sich kostenlos über folgenden Link downloaden.

Wer die Infos in diesem Artikel nicht ganz durchlesen möchte, der kann sich ja einfach eine Handout-Vorlage bei uns downloaden und die darin enthaltenen Informationen einfach durch eigene ersetzen. Wenn es schnell und einfach gehen soll, dann kann man das sicherlich so machen. Wenn man aber ein Handout erstellen soll, welches zum Beispiel in der Uni abgegeben und benotet wird, dann sollte man sich schon die Zeit nehmen und folgende Infos durchlesen.

Das Handout zu einem Vortrag

Oftmals wird das Handout zu einem Vortrag nur mit wenig Mühe angefertigt, da es als nicht wichtig erscheint. Doch dieser Gedanke ist ein Irrtum. Das Handout ist sehr wichtig, insbesondere für die Zuhörer. Durch das Handout können sie dem Vortragenden viel besser folgen und mit nur wenigen Tipps ist das Handout auch schnell fertig.

Dieser Artikel befasst sich mit folgenden Fragen:

  • Warum wird ein Handout benötigt?
  • Was steht in einem Handout?
  • Wie sieht ein Handout aus?

Kurz gesagt, enthält ein Handout alle relevanten Informationen des Vortrags übersichtlich auf einer Doppelseite. Das Publikum hat das Handout während des Vortrags vor sich und kann somit alle Definitionen, wichtige Namen, Forschungsergebnisse oder auch Argumentationsketten direkt nachlesen.

Warum wird ein Handout benötigt?

Wie schon erwähnt, dient das Handout insbesondere dem Zuhörer des Vortrags. Im Handout bündeln sich alle nötigen Informationen zu dem Vortrag und sind auf einen Blick ersichtlich. Es dient nicht nur zur Information während des Vortrags, auch im Nachhinein lassen sich die Informationen nachlesen, wenn das Handout abgeheftet wird. So ist das Handout auch für den Vortragenden von Nutzen, wenn er im Anschluss eine Arbeit zum Vortrag verfasst.

Vielleicht stellt sich an dieser Stelle die Frage danach, wer sich das Handout im Nachhinein noch anschaut. Wenn ein gutes Handout ausgearbeitet wurde, so kann ein Mitschüler oder Kommilitone der über ein ähnliches Thema referieren soll, sich mithilfe des Handouts informieren. Das spart viel Zeit für die Recherche von Grundlagen. Des Weiteren kann das Handout auch eine Lernhilfe für Klausuren und Tests darstellen, die das Thema des Vortrags enthalten. Durch die komprimierte Darstellung hat man nur die wichtigen Informationen und muss sich nichts mehr selbst zusammenschreiben.

Das Handout hat noch einen weiteren Vorteil. Wenn auf ihm alles wichtige steht, so können die Folien der Präsentation schlicht gestaltet werden. Es muss nicht mehr jeder Punkt auf der Folie stehen und die Präsentation wirkt sehr aufgeräumt. Das hat zum Vorteil, dass die Zuhörer während des Vortrags nicht damit beschäftigt sind die Folien zu lesen, sondern dem Vortragenden zuhören.

Ein guter Tipp zur Erstellung eines Handouts ist, sich nicht zu viel Zeit zu lassen, mit dem Handout zu beginnen. Es ist viel sinnvoller, das Handout schon vor dem eigentlichen Vortrag und der Präsentation zu erstellen.

Funktionen eines Handouts

Das Handout ist eine Ergänzung zu dem Vortrag (dem gesprochenen Wort), der Präsentation (der Visualisierung), da es beide vorherigen Elemente auf einem Stück Papier zusammenfasst.

Zudem dient das Handout der Entlastung des Vortragenden. Dank des Handouts muss nicht alles auf den Folien stehen.

Nicht zuletzt ist das Handout auch ein Literatur- und Quellenverzeichnis.

Was steht in einem Handout?

Die Frage, warum ein Handout erstellt werden sollte, wurde nun geklärt. Jetzt wird es Zeit sich damit zu beschäftigen, ein Handout anzufertigen.

Es geht zunächst darum, welche Bestandteile in den meisten Fällen Pflicht sind. All diese Bestandteile gehören in ein gutes Handout.

Beispiel-Vorlage eines Handouts

Hier schon mal vorab ein Screenshot von einem Beispiel-Handout, welches oben auch heruntergeladen werden kann:

Handout-Musterbild

Wann braucht man ein Handout?

Viele Schüler, die zum ersten Mal ein Handout für ein Referat erstellen sollen, fragen sich, was der tiefere Sinn von Handouts ist. Die Handouts werden an die Zuhörer des Referats verteilt, damit sie das Referat auch im Nachhinein noch im Kopf behalten und einige wichtige Punkte nachvollziehen können.

  • Handouts dienen der Gedächtnisstütze
  • sie beinhalten die wichtigsten Fakten des Referats in Form von Stichpunkten
  • außerdem beinhalten sie auch eine kurze Gliederung, wobei ein erkennbarer roter Faden vorhanden sein sollte

Wenn man nach seinem Referat ein Handout austeilen möchte, dann sagt man den Zuhörern vorher bescheid, damit diese nicht mitschreiben müssen. Somit werden die Zuhörer nicht abgelenkt und können sich vollständig auf die Präsentation konzentrieren.

Pflichtbestandteile eines Handouts

  • Links oben der ersten Seite stehen:
  • Name der Schule/ Universität
  • Klasse/ Studiengang
  • Schulfach/ Titel des Seminars
  • Name des Lehrers/ des Dozenten
  • Name des Vortragenden
  • Rechts oben der ersten Seite steht:
  • Datum des Vortrags

Aufbau und Gliederung eines Handouts

1. Kopfbereich des Handouts

Im Kopfbereich eines Handouts sollte man in der Regel folgende Informationen auflisten:

  • Name der Schule/ Uni
  • Das Unterrichtsfach / den Kurs
  • Name des Lehrers/des Dozenten
  • Name des Referenten / eigenen Namen

2. Hauptteil

Der Hauptteil des Handouts sollte aus folgenden Punkten bestehen:

  • Titel des Referats
  • 1. Einleitung in das Thema
    (Hier könnte man zum Beispiel die Definition des Themas aufschreiben oder wichtige Kürzungen auflisten. Allgemein sollte man den Zuhörer kurz in das Thema einweisen. Bei manchen Referaten ist an dieser Stelle keine Einleitung notwendig.)
  • 2. Stichpunktartige Details zum Thema (eventuell mit Unterpunkten)
    (Hier sollten nun die wichtigsten Aussagen des Referats in Stichpunkten aufgelistet werden. Einzelne Punkte können dann auch mit Unterpunkten erweitert werden, die ebenfalls wichtig sind.)
  • 3. Fazit des Referats

3. Quellenangaben

Bei manchen Referaten, die vor allem eher in der Schule gehalten werden, sind keine Quellenangaben nötig. Es ist jedoch sehr empfehlenswert diese mit anzugeben, weil die Quellenangaben einfach zum Handout dazugehören. Hier ist es wichtig die Literaturangaben oder Webseiten-Adressen ganz genau zu benennen.

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Tipp Nr. 1

Sollte die linke Seite zu überladen und unübersichtlich aussehen, kann der Name des Vortragenden auch auf die rechte Seite über das Datum geschrieben werden. Wichtig ist nur, dass der Name nicht vergessen wird.

Soll das Handout für einen Vortrag in der Schule erstellt werden, so ist es bereits ausreichend, wenn der Name des Vortragenden, das Schulfach und das Datum stehen. Der Name der Schule und des Lehrers wird nur aufgeschrieben, wenn der Lehrer das zu seinen Vorgaben zählt.

Die genannten Angaben werden ganz einfach oben auf die Seite geschrieben. Bei einem Handout ist es nicht erforderlich, dafür eine Kopfzeile zu erstellen. Bei einer Kopfzeile würden diese Angaben dann auf allen Seiten stehen. Da das Handout jedoch ein kurzes Dokument ist, ist dies nicht nötig und wäre eher unnötig.

Seitenlayout eines Handouts

In den meisten Fällen gibt die Lehrperson die Vorgaben für das Seitenlayout vor. Wenn die Angaben dazu nicht schon zu Beginn des Schuljahrs oder des Semesters besprochen wurden, so ist es sinnvoll beim Lehrenden nachzufragen. Wenn es solche Vorgaben gibt, so müssen diese immer befolgt werden.

Wenn es keine Vorgaben gibt, können die nachfolgenden gängigen Formalitäten übernommen werden:

Schriftgröße

Abhängig von der Schriftart. Bei Times New Roman wird die Schriftgröße 12 gewählt und bei Arial die Schriftgröße 11. Dies gilt für den Text des Handouts. Das Literaturverzeichnis ist in der Regel in einer kleineren Schriftgröße anzufertigen. Sprich, Times New Roman 10 und Arial 9.

Schriftart

Wichtig ist, dass eine Schriftart gewählt wird, die als Standard in der Literatur angesehen wird. Bitte keine verschnörkelten Schriftarten und auch noch Comic Sans. Mit Times New Roman, Arial oder Calibri liegt man immer richtig.

Umfang

1 DIN A4 Blatt. Hier gibt es jedoch auch einige Freiheiten. Als 1 DIN A4 Blatt wird eine Doppelseite verstanden. Das heißt, dass sowohl Vorder- als auch Rückseite beschrieben werden dürfen. Hierfür werden zwei Seiten im Dokument geschrieben, die dann doppelseitig gedruckt werden. Wem zwei Seiten nicht genügen, so besteht auch die Möglichkeit, vier Seiten zu beschreiben und dann zwei Seiten auf Vorder- und zwei Seiten auf Rückseite zu drucken. Das geht über die Druckereinstellung „mehrere Seiten pro Blatt“. Wird diese Option gewählt, ist es sinnvoll die Schriftgröße anzupassen, damit die Informationen auf dem Handout noch lesbar sind.

Zwischen einem Handout für die Schule und einem für die Universität gibt es nicht viele Unterschiede. An einer Universität darf das Handout auch ein wenig länger sein.

Für die Schule gilt meist, sich auf zwei Seiten zu beschränken. Es wird nicht ohne Grund gesagt: Weniger ist mehr.

Inhalt des Handouts

In diesem Abschnitt geht es darum, wie die bereits erklärten Funktionen des Handouts erfüllt werden. Es geht dementsprechend darum, wie die Informationen des Vortrags übersichtlich in dem Handout dargestellt werden.

Der erste Schritt war die Überschrift. Die Überschrift ist der Titel des Vortrags, der hervorgehoben, oben auf der ersten Seite steht. Es mag sein, dass es sich überflüssig anhört, doch es ist sehr wichtig. Der Leser des Handouts muss direkt sehen, warum es in dem Vortrag geht, damit er sich darauf einstellen kann.

Der zweite Schritt ist die Gliederung. Auf dem Handout sollte eine Gliederung des Vortrags stehen, damit das Publikum immer weiß, über welchen Punkt der Vortragende spricht und welcher Punkt als nächster thematisiert wird.

Die Gliederung kann als Gesamtes im Handout aufgeführt werden. Sprich, als nummerierte Liste. Eine andere Möglichkeit ist, die Gliederungspunkte als Zwischenüberschriften zu nutzen, unter die die essentiellen Informationen zu dem Punkt kommen. Letztere Variante ist oftmals übersichtlicher.

Nachfolgend kommen die Kernbotschaften des Vortrags. Diese werden entweder nach der nummerierten Gliederung aufgeschrieben oder unter die jeweiligen Zwischenüberschriften, wenn man sich für die zweite Variante entschieden hat.

Kernbotschaften sind:

  • harte Fakten wie: Datumsangaben, wichtige Begriffe und Definitionen
  • Eine stichpunktartige Argumentation
  • Visualisierungen wie: Diagramme, Statistiken, Funktionsgleichungen, Tabellen, etc.

Besonders der letzte Punkt ist wichtig für den Vortragenden. Aufwendige Grafiken und Tabellen empfehlen sich nicht, um diese in die Präsentation aufzunehmen. Dadurch würde die Präsentation unübersichtlich werden und die Zuhörer wüssten nicht, worauf sie sich konzentrieren sollen.

Die Folien der Präsentation sollten strukturiert sein und nur wenige Zahlen enthalten, die dann dafür ausführlich im Vortrag erklärt werden können. Dadurch erhält das Publikum Informationen, die in der kurzen Zeit einfacher nachzuvollziehen sind.

Beim Lesen des Handouts wiederum hat der Leser mehr Zeit. Er kann es in Ruhe zuhause lesen und die Grafiken verinnerlichen.

Das Handout entspricht in etwa den Notizen, die vor dem Erstellen des Vortrags gemacht werden. Dazu gehören die wichtigen Informationen und insbesondere der Rote Faden, dem der Vortrag folgt. All diese Informationen hat ein gut erarbeitetes Handout zu Grunde.

Wenn dann der Skizze für den Vortrag noch die wichtigen Informationen beigefügt werden, so ist das schon das Handout. Danach kann die Präsentation erstellt werden. Wenn das Handout bereits steht, so können Elemente daraus auch für die Präsentation genutzt werden. Somit wird schnell deutlich, dass es sehr sinnvoll ist, zuerst das Handout zu erstellen, da alles auf ihm aufgebaut ist. Das Handout ist nichts anderes eine Gliederung, der Rote Faden des Vortrags, der zudem noch die wichtigsten Informationen enthält.</h2>

Tipp Nr. 2

Das Anfertigen eines Handouts ist wesentlich einfacher, wenn ganz am Anfang eine Tabelle erstellt wird. Diese besteht aus einer Zeile und zwei Spalten. Auf der linken Seite werden die Angaben linksbündig eingetragen und auf der rechten Seite wird rechtsbündig das Datum eingefügt. Anschließend wird die Tabelle markiert und der Rahmen entfernt. Dadurch sind die Pflichtangaben sauber und ordentlich auf der Seite und es ist nicht nötig mit Tabstopps zu arbeiten.

Unter diese Pflichtangaben kommt dann die Überschrift des Handouts. Die Überschrift lautet nicht: „Handout“. Ein Fehler, der sehr häufig gemacht wird und nicht gerne gesehen wird. Die Überschrift des Handouts ist nämlich der Titel des Vortrags. Dieser wird zentriert und hervorgehoben unter die erwähnten Angaben geschrieben.

Die Seitenzahl wird in die Fußzeile eingefügt. Eine Fußzeile mit Seitenanzahl fügt man wie folgt ein:

Die Fußzeile wird durch einen Doppelklick am Ende der Seite aufgerufen. Dann wird auf „Einfügen“ geklickt und dann auf „Seitenzahl“. Das Programm wird nun auf jeder Seite die passende Seitenzahl einsetzen.

Das Handout endet mit dem Literatur- und Quellenverzeichnis, damit die Zuhörer wissen woher die Informationen stammen und bei Interesse sich weiterinformieren können.

Das Handout aus der PowerPoint Präsentation

Natürlich ist es möglich das Handout aus der Präsentation zu erstellen. Jedoch ist es wirklich nicht empfehlenswert das auch zu machen.

Bei einem Handout aus der Präsentation wird beim Drucken „Handzettel“ ausgewählt, nun kann bestimmt werden wie viele Folien auf eine Seite gedruckt werden. Es ist also sehr simpel und klingt wirklich verlockend, um sich Arbeit zu ersparen. Doch es ist wirklich alles andere als sinnvoll.

Zum einen ist es kein Handout, so wie man es erwartet. Es ist lediglich ein Ausdruck der Präsentation. Zum anderen würde dies bedeuten, dass auf den Präsentationsfolien viel mehr Text stehen müsste, um annähernd ein Handout zu sein, das Informationen bietet. Im besten Fall steht auf den Folien nämlich nur ganz wenig, einzelne Begriffe, zu denen der Vortragende alles Wissenswerte erzählt. Erstellt man ein Handout nun aus der Präsentation, so gibt dieses nur die Folien wieder, die ohne den Vortrag nicht viel Sinn ergeben. Oder die Präsentationsfolien enthalten so viel Text, dass der gesamte Vortrag dadurch gestört wird. Stehen Texte auf den Folien wissen die Zuhörer nicht, worauf sie sich konzentrieren sollen und werden abgelenkt. Wie unschwer zu erkennen ist, es ist nicht möglich ein vernünftiges Handout aus der Präsentation zu erhalten, wenn nicht Handout oder Vortrag darunter leiden.

Das Handout ist wirklich eine Ergänzung zu dem Vortrag. Es soll auch noch nach einiger Zeit die wichtigsten Informationen über das Thema wiedergeben, ohne sich an den Vortrag erinnern zu können. Es lohnt sich ein korrektes Handout anzufertigen. Für das Publikum und auch für sich selbst.

Zusammenfassung Handout Bestandteile

  • Pflichtbestandteile
  • WO?
  • WER?
  • WANN?
  • Überschrift
  • Der Titel des Vortrags (Worum geht es?)
  • Nicht „Handout“!
  • Hauptteil
  • Gliederung inklusive der wichtigsten Informationen
  • Definitionen, Jahresangaben, Grafiken, Schlussfolgerungen
  • Literaturverzeichnis
  • Wo kommen die Grafiken her? Welche Quellen wurden genutzt?
  • Seitenzahl
  • 1 DIN A4 Blatt, doppelseitiger Druck möglich

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