Ruhig Brauner – woher kommt diese Redensart?

„Ruhig Brauner“ ist ein Ausdruck, den sicherlich jeder schon einmal gehört hat. Verwendet wird er vor allem, um jemanden von ungestümen Verhalten abzuhalten oder auf die Ungeduld des Gegenübers hinzuweisen. Doch warum soll ausgerechnet ein „Brauner“ sich beruhigen? Stecken hinter dieser Aussage etwa rassistische oder politische Hintergründe?

Herkunft der Redensart

Tatsächlich stammt die Aussage „Ruhig Brauner“ aus der Welt der Oper. Neben der Bibel stellen Oper und Theater die häufigste Quelle für Redensarten dar, die wir in unserem alltäglichen Sprachgebrauch verwenden. „Ruhig Brauner“ ist ein Zitat aus dem Ring der Nibelungen von Richard Wagner. In einer der zentralen Szenen führen die Walküren die gefallenen Krieger und deren Pferde auf die Bühnen. Als zwei Pferde sich zu nah kommen, quittieren diese es mit unruhigem Schnauben und Austreten. Die Walküre Helmwige beruhigt das Pferd daraufhin mit der Aussage „Ruhig Brauner! Brich den Frieden nicht!“ Diese – vermeintlich unspektakuläre – Aussage war jedoch so einprägsam, dass wir sie heute noch verwenden.

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