Vergleich schreiben in Deutsch – Aufbau und Gliederung

Bei einem Vergleich hat man anders als bei einer Interpretation nun zwei Texte vor sich. Bevor man anfängt zu schreiben, sollte man beide Texte sorgfältig lesen, am besten nach der 5-Schritt-Lesemethode. Anschließend ist es sinnvoll, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Stichpunkten zusammenzufassen. Danach sollte man darüber nachdenken, wie die einzelnen Aspekte in einem Fließtext miteinander verknüpft werden können.

Der Aufbau eines Vergleichs

Ein Vergleich besteht aus 3 Teilen.

Die Einleitung des Vergleichs

In der Einleitung solltet ihr den Inhalt der beiden Texte kurz wiedergeben und den Namen der beiden Autoren sowie die Titel der beiden Werke nennen. Auch die Erscheinungsdaten der beiden Werke solltet ihr hier erwähnen.

Der Hauptteil

Im Hauptteil werden nicht nur die inhaltlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede miteinander verknüpft, auch auf den sprachlichen Aspekt solltet ihr achten. Um den Übergang zwischen den Gemeinsamkeiten und Unterschieden leichter zu gestalten, könnt ihr unter Anderem folgende Formulierungen wählen:

  • Hingegen
  • Nichtsdestotrotz
  • Wohingegen
  • Dennoch

Der Schluss

Im Schluss solltet ihr ein Fazit ziehen: Sind die Texte ähnlich oder doch komplett unterschiedlich? Wichtig ist hier, dass ihr keine schwammigen Äußerungen verwendet. Auch eine eigene Meinung sollte im Schluss des Vergleiches vorkommen.

Schauen Sie sich unser Beispiel für einen Gedichtvergleich an:

Der Vergleich von Texten aus dem zweiten Anforderungsbereich der Operatoren ist eine wichtige Anforderung. Das Verständnis der Texte ist natürlich Voraussetzung für den Vergleich. Dazu ist es notwendig, die Texte ausführlich zu lesen.

Wichtig benötigte Utensilien

• Die zu vergleichenden Texte
• Eigene Notizen zu den jeweiligen Texten
• Block und Stift

Gegensätze und Berührungspunkte

– Die eigenen Notizen der zu vergleichenden Texte musst du dir ausführlich durchlesen und die Gegensätze, sowie Berührungspunkte auf einem Block Stichpunktartig auflisten. Dabei ist immer sowohl auf den Inhalt, als auch auf das Sprachliche zu achten.

Wichtige Aspekte

Die Anforderung solltest du genauestens durchlesen und die wichtigsten Aspekte markieren.

Fragen

Die eigenen Stichpunkte musst du nun anhand der Fragen bearbeiten. Ergänzungen oder Streichungen sind erlaubt.

Bearbeitung

Baue deine Stichpunkte und Notizen sinnhaft auf. Die Reihenfolge ist für die Verbindung wichtig. Die Textstruktur sollte nicht übernommen werden. Markierungen helfen bei der Struktur. Es ist immer zu beachten, dass alles was wichtig oder auch unwichtig aussieht, auch notiert wird.

Verfassung vom Text

Durch deine gute Vorbereitung dürfte es nicht mehr schwer fallen, einen sinnvollen Text zu erstellen, der Zusammenhänge erkennen lässt. Am Anfang sollten direkt einige wichtige Dinge zu sehen sein. Der Autor, sowie der Titel des Textes, das Erscheinungsjahr, Gattung des Textes und eine Übersicht der Themen. Ebenso darf eine Übersicht der Inhalte zu beiden Texten nicht fehlen. Dann startest du den Vergleich. Verliere dabei deine eigenen Stichpunkte nicht aus den Augen. Die originalen Texte solltest du nur hinzu ziehen, wenn es erforderlich ist.

Denke immer an die Fragestellung.

Zum Ende der Textvergleiche solltest du den Vergleich zusammenfassen und ein Fazit erstellen. Stelle dir dabei selbst die Fragen:

• Ist der Inhalt beider Texte vergleichbar oder unterschiedlich?
• Was war zu erwarten und warum?

Das Fazit soll nicht aus deiner eigenen Meinung resultieren, sondern fachlich bleiben.
Eine schwere Anforderung ist eine Analysierung. Wenn du aber gute Vorbereitungen triffst und die Texte richtig verstanden und zusammengefasst hast, wird das Schreiben der Analyse nicht so schwer sein.

Kannst du nun den perfekten Vergleich schreiben?

Dann teste dein Wissen an unserem Quiz zum Thema: Vergleich schreiben!

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Autor(in) des Artikels:

mm

Hat Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel studiert.

Einzelunternehmer seit Mai 2006 & Chefredakteur von Uni-24.de