Einleitung einer Facharbeit – Aufbau, Beispiel & Tipps kurz erklärt

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Die Einleitung einer Facharbeit soll den Leser in die Inhalte des vorliegenden Thesenpapiers einführen. Sie ist wichtig, um die zentralen Merkmale der Arbeit vorzustellen und dem Leser zu verdeutlichen, auf welche Gesichtspunkte er seinen Fokus legen soll. Dazu ist es notwendig, folgende Aspekte kurz zu erläutern:

  • Formulierung der zentralen These sowie einiger Nebenaspekte
  • Formulierung des Anspruchs, den die Arbeit erfüllen soll
  • Kurze Erläuterung der Gründe für das Thema
  • Eine begriffliche Einführung – Definitionen und Begriffsabgrenzungen
  • Kontextualisierung: Verortung des Themas in einem größeren Zusammenhang
  • Benennung herangezogener Materialien, auf denen sich die Arbeit stützt
  • Erläuterung der Methodik
  • Erläuterung des inhaltlichen Aufbaus

Der Zeitpunkt der Erstellung einer Einleitung ist beliebig. Sie kann im Vorfeld geschrieben werden, kann aber auch das Ende der Arbeitsphase markieren. Wichtig ist aber, dass sie mit Hauptteil und Fazit stimmig ist, so dass es sich bei vorherigem Schreiben einer Einleitung empfiehlt, diese am Schluss noch einmal zu überarbeiten.
Als Orientierungshilfe können folgende Leitfragen dienen:

  • Führt die Einleitung adäquat in den Inhalt ein?
  • Ist die These deutlich formuliert?
  • Ist der übergeordnete Kontext erkennbar
  • Ist die Methodik der Facharbeit erkennbar?
  • Sind die grundlegenden Materialien der Arbeit angeführt
  • Entspricht die Anleitung der restlichen Arbeit?

Zur Verdeutlichung folgt ein Beispiel für eine Einleitung, die sich mit Regenbogenfamilien auseinandersetzt:

Die Regenbogenfamilie ist eine Familienkonstellation, die in den letzten Jahren sowohl im wissenschaftlichen als auch durch zunehmende mediale Darstellung im öffentlichen Diskurs immer präsenter wurde. Keine andere Familienform wird so ambivalent diskutiert. Die vorliegende Hausarbeit bezieht sich auf den derzeitigen Status der Regenbogenfamilie in Hinblick auf die gesellschaftliche Akzeptanz und die juristische Gleichberechtigung in Deutschland. Dabei stellen sich folgende Fragen: Werden Homosexuelle und insbesondere Regenbogenfamilien in Deutschland gesellschaftlich diskriminiert und, wenn ja, in welchem Umfang? Ist die Gesetzgebung für Regenbogenfamilien den Gesetzen für das traditionelle Familienbild gleichgestellt oder gibt es signifikante Unterschiede? Sind Ungleichheiten behebbar?

Die nachfolgende Hausarbeit soll diese Fragen explizit auf der Basis von Literaturrecherche empirisch beantworten. Für dieses Vorhaben sind mehrere Werke von tragender Bedeutung. So ist beispielsweise die 2002 erschienene Arbeit Vielfältige Lebensweisen. Dynamisierungen in der Triade Geschlecht – Sexualität – Lebensform. Kritisch dekonstruktive Perspektiven für die Pädagogik von Jutta Hartmann die zentrale Basis für die Erläuterung der Heteronormativität. Bezüglich des Diskurses über die gesellschaftliche Akzeptanz stehen die 2009 von Marina Rupp veröffentlichte Studie Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und die 2012 publizierte Diskursanalyse zur Sozialisation in Regenbogenfamilien. Homosexualität und Heteronormativität von Michael Plaß.

Die rechtliche Auseinandersetzung mit der Thematik basiert auf verschiedenen Arbeiten. Für das vierte Kapitel über die Perspektiven der Gleichstellung von Regenbogenfamilien dient die 2012 von Dominic Frohn vorgestellte Studie „Wir sind Eltern!“ als Basis. Insgesamt unterteilt sich die Hausarbeit in vier weitere Abschnitte. Im zweiten Kapitel sollen der Begriff „Regenbogenfamilie“ präzisiert und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen sich diese Familienform behaupten muss, insbesondere mit Fokus auf die Heteronormativität, skizziert werden. Anschließend wird im dritten Kapitel auf den gesellschaftlichen Akzeptanzstatus eingegangen und geläufige Vorurteile werden benannt und im Ansatz diskutiert.

Ebenfalls soll die Gesetzgebung in den Blick genommen und auf Ungleichheiten geprüft werden. Im vierten Kapitel werden Ansätze zu einer idealen Gleichstellung der Familienformen vorgestellt und im abschließenden Fazit sollen die gestellten Fragen beantwortet werden.

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