Pro & Contra Argumente für Benimmunterricht

Als Pro-Argumente für einen Benimmunterricht können folgende Punkte dienen.

  • Es zählt zu den Aufgaben einer auszubildenden Institution bei der Bildung von Persönlichkeiten unterstützend mitzuwirken
  • Je frühzeitiger die Erziehung eines Menschen begonnen wird, desto eher lässt sich die Effektivität davon steigern
  • Besonders Kinder verbringen die meiste Zeit in der Schule und somit liegt der räumliche Schwerpunkt der Persönlichkeitsentfaltung auch dort
  • Der Benimmunterricht führt zu einer Entlastung der Eltern, die sich neben ihrem Beruf oftmals überfordert sehen
  • Durch einen Benimmunterricht entstehen Vorteile für das zukünftige Berufsleben
  • Bekräftigung des Zusammengehörigkeitsgefühls durch respektvoll ausgestaltete zwischenmenschliche Beziehungen
  • Richtiger Umgang im Miteinander hat weniger Gewalt zur Folge
  • Schüler des Benimmunterrichts bekommen beigebracht sich bei Streitigkeiten verbal korrekt und respektvoll auszudrücken
  • Der Benimmunterricht hat eine Vorbildfunktion, die sich im späteren Leben positiv auswirken wird

Als Contra-Argumente können folgende Punkte dienen

  • Es ist die Aufgabe der Eltern das Kind zu erziehen
  • Problem: Wer hat das Recht „Werte“ nach seinen Maßstäben zu definieren und danach zu unterrichten?
  • Benimmregeln sind im Unterricht schwer umzusetzen.Ein Frontalunterricht macht wenig Sinn, da Benehmen in der jeweiligen Situation selbst zu lernen ist. Nur auf diese Weise ist eine Erreichbarkeit von Benimmregeln gewährleistet
  • Die Stundenbelastung mit einem zusätzlichen Benimmunterricht kann für die Schüler letztlich zu hoch sein und somit nur zu einer mentalen Belastung führen
  • Ohne die Zusammenarbeit mit den Eltern ist das Umsetzen von Benimmregeln nicht möglich, da eine Einheitlichkeit mit den häuslichen Gepflogenheiten nicht besteht. Ein Auseinanderklaffen zwischen zwei Ansichten (Schule/Eltern) kann eher Verwirrung stiften, statt bei der Erziehung helfen
  • Der Benimmunterricht ist bereits dem Bildungsauftrag der Schule mitgegeben und bedarf keines Zusatzes in Mehr-Stunden. Das könnte sich kontraproduktiv auf die Schüler auswirken
  • Wonach bemessen sich die Maßstäbe der Bewertung in Noten? Und wie sollen Ermessensspielräume bei der Bewertung Berücksichtigung finden können?

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