Eine Sachtextanalyse gibt Reihenfolge der Argumentationen in kurzer und knapper Form und in eigenen Worten wieder. Sie erläutert die verwendeten Stilmittel der Autors und der damit gewollten Intention. Aus diesen beiden Teilen erfolgt dann die eigene Stellungnahme, welche auf Argumenten des Autors basieren.

Zunächst sollte man sich aber erst einmal einschließlich über den Text informieren. Hierzu kann man die sogenannte 5-Schritt-Lesemethode anwende.

 Die 5-Schritte-Lesemethode

Im ersten Schritt ist es wichtig, einen Überblick zu gewinnen. Hierbei liest man den Text und achtet auf eventuell fett oder kursiv gedruckte Wörter. Anschließend stellt man sich die Fragen:

  • Weiß ich das Thema des Textes?
  • Worüber handelt der Text?

Im zweiten Schritt befasst man sich mit dem Inhalt des Textes: Weiß ich, um was es in dem Text geht? Weiterhin beschäftigt man sich mit Fremdwörtern. Hat man etwas nicht verstanden, schreibt man es heraus und klärt die Übersetzung.

Im dritten Schritt liest man den Text noch einmal gründlich und unterstreicht die Schlüsselwörter.

Im vierten Schritt fasst man kleinere Textabschnitte zu Überschriften zusammen. Bei der Sachtextanalyse ist es gut, wenn man die einzelnen Argumente des Autors zusammenfasst und in pro-Argumente sowie contra-Argumente gliedert.

Im letzten und fünften Schritt liest man den Text ein letztes mal durch und stellt den Zusammenhang wieder her. Eventuell ergänzt man seine Notizen noch einmal.

Aber nun zum Aufbau einer Sachtextanalyse: Diese besteht aus vier Teilen.

Die Einleitung der Sachtextanalyse

Eine Einleitung soll den Leser in die Thematik des Textes einführen.

Sie beinhaltet

  • den Namen des Autors,
  • die Textform (hier: Sachtexte, können aber auch zum Beispiel Interviews, Artikel oder Kommentare sein),
  • das Jahr (wann wurde der Text verfasst?) und
  • eine kurze Inhaltswiedergabe des Sachtextes.

Eine Einleitung sollte zwei bis drei Sätze umfassen.

Die Textwiedergabe

In der Textwiedergabe wird der Inhalt des Sachtextes kurz und knapp wiedergegeben. Es ist darauf zu achten, dass keine wörtliche Rede verwendet werden darf. Dies bedeutet, man muss den Konjunktiv für die indirekte Rede anwenden. Weiterhin hat die Textwiedergabe im Präsens zu erfolgen. Des Weiteren dürfen keine wertenden Adjektive verwendet werden, die Textwiedergabe muss sachlich und neutral geschrieben werden.

Um zu verdeutlichen, dass es sich nicht um die eigene Meinung handelt, kann man verschiedene Formulierungen verwenden:

  • der Autor meint
  • er behauptet
  • er verdeutlicht
  • der Autor unterstreicht
  • er wendet sich an
  • er bezweifelt
  • der Autor gibt wieder
  • er folgert
  • er schlägt vor
  • etc.
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Natürlich kann es auch die Autorin sein.

Die Textwürdigung

Hier wird darauf geachtet, was der Autor bei den Lesern erreichen möchte.

Möchte der Autor lediglich sachlich informieren oder doch provozierend den Leser beeinflussen. Bei einer sachlichen Argumentation wird eine sachliche und neutrale Wortwahl verwendet.

Möchte der Autor provozieren, verwendet er Stilmittel wie zum Beispiel die Ironie oder Übertreibungen. Auch die Wiedergabe von Vorteilen finden hier Anwendung.

Möchte der Autor den Leser beeinflussen, verwendet er Adjektive, durch welche eine bestimmte Stimmung hervorgerufen werden oder er greift bestehende Vorurteile auf.

Weiterhin erfolgt eine Beurteilung der argumentativen und sprachlichen Vorgehensweise des Autors.

In einem anderen Artikel haben wir eine große Sammlung aller sprachlichen Mittel!

Die Stellungnahme

In der Stellungnahme selbst ergreift man seine eigene Meinung. Hierbei sollte man sich entscheiden: Ist man für den Autor oder kann man die Meinung des Autors nicht vertreten?

Um den Übergang zu schaffen, kann man zum Beispiel eine provozierende Frage zu dem Text stellen.

Anschließend hangelt man sich entlang der Argumentationen des Autors, sortiert diese nach pro und contra und bezieht eigene Argumente mit ein.

Hier verwendet man das Pyramidenmodell. Ist man gegen die Ansicht des Autors, verwendet man das stärkste pro-Argument zuerst und wird bei befürwortenden Argumenten immer schwächer. Schließlich beginnt man mit dem schwächsten contra-Argument und endet mit dem stärksten contra-Argument.

Diese Vorgehensweise funktioniert umgedreht also genauso.

Hat man das Pyramidenmodell befolgt, fasst man die wichtigsten Argumente zu eine Aussage zusammen und schreibt ein Fazit, welches die eigene Meinung nochmal genau erfasst.

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