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Zitatinterpretation schreiben – Aufbau, Beispiel & Tipps

Zitatinterpretation schreiben - Aufbau, Beispiel & Tipps

Wenn Sie ein Zitat interpretieren möchten, ist das gar nicht so schwer: Sie müssen als Erstes einmal den genauen Sinn des Zitates verstehen. Auch die Person, der man das Zitat zuschreibt, sollte berücksichtigt werden bei der Interpretation. Wer war beispielsweise Martin Luther King genau und was meinte er, als er seine berühmte Rede hielt, in der er verkündete, er habe einen Traum? Was war dieser Traum genau? Was war gemeint, als ein später ermordeter römischer Kaiser der Überlieferung nach vor den „Iden des März“ gewarnt wurde? Und sagte Konrad Adenauer wirklich „Was interessiert mich denn mein dummes Geschwätz von Gestern?“

Wenn Sie ein Zitat interpretieren möchten, ist das gar nicht so schwer: Sie müssen als Erstes einmal den genauen Sinn des Zitates verstehen. Auch die Person, der man das Zitat zuschreibt, sollte berücksichtigt werden bei der Interpretation. Wer war beispielsweise Martin Luther King genau und was meinte er, als er seine berühmte Rede hielt, in der er verkündete, er habe einen Traum? Was war dieser Traum genau? Was war gemeint, als ein später ermordeter römischer Kaiser der Überlieferung nach vor den „Iden des März“ gewarnt wurde? Und sagte Konrad Adenauer wirklich „Was interessiert mich denn mein dummes Geschwätz von Gestern?“

Überprüfung/Verifizierung des Zitates

Bei Professor Kings berühmter Rede ist es ganz leicht. Das zum geflügelten Wort gewordene „I have a dream“ ist als Zitat von Fernsehkameras und Mikrofonen eingefangen und vielfach dupliziert worden. King tätigte dieses Zitat also tatsächlich. Er war ein afroamerikanischer Bürger- und Menschenrechtler und prangerte die damals noch sehr ausgeprägte Rassendiskriminierung in den USA. Sein Traum war es, dass eines Tages alle freien Menschen in den Vereinigten Staaten auch gleich behandelt werden würden. Mann wie Frau, egal welcher Hautfarbe oder ethnischer Herkunft.

Adenauers angebliches Zitat lässt sich nicht mehr wirklich bestätigen oder widerlegen, und ob Gaius Julius Caesar vor seiner Ermordung wirklich vor den Iden des März gewarnt wurde, lässt sich überhaupt nicht mehr verifizieren. Gemeint soll mit den Iden des März die Monatsmitte des römischen März gemeint gewesen sein. Tatsächlich wurde Caesar in der Mitte des März anno 44 vor unserer Zeitrechnung von mehreren römischen Senatoren erstochen. Die Begrifflichkeit „Hüte dich vor den Iden des März!“ ist in vielen Sprachen in der jeweils korrekten Übersetzung in den alltäglichen Sprachgebrauch übergegangen.

Der springende Punkt ist, dass man auch nicht jedes Zitat glauben soll, dass irgendeiner öffentlichen Person zugeschrieben wird. Es liegt in der menschlichen Natur, andere Menschen vorzuverurteilen, da wir evolutionär gesehen schnellste Entscheidungen treffen mussten. Zumindest in früheren Zeiten. Das psychologische Prinzip dahinter ist bis heute in uns geblieben.

Die eigentliche Interpretation

Nachdem Sie das Zitat nun möglicherweise bestätigen oder widerlegen konnten, sollten Sie sich überlegen, was das Zitat überhaupt bedeutet, ob metaphorische Sprache enthalten ist. Man muss nämlich das Zitat erst einmal in seiner Gänze verstehen, um es interpretieren zu können. Die Herkunft der Person, die das Zitat getätigt hat oder haben soll, spielt dabei oft auch eine große Rolle. Herkunft kann dabei ethnisch, sozial, geschlechtlich oder in einer beliebigen anderen Art gesehen werden. In den wenigsten Fällen stehen die Personen, denen das Zitat zugeschrieben wird, zur direkten Verfügung. Gelegentlich passiert es zwar einmal, dass eine berühmte Persönlichkeit beispielsweise in einem Interview ihr eigenes Zitat interpretierte, aber die Regel ist es nicht.

Mit anderen Worten: Zitatinterpretation ist oft schwierig. Dazu kommt, dass Zitatinterpretation – wie jede Form der Interpretation – stark subjektiv ist. Rein technisch betrachtet gibt es damit bei einer Zitatinterpretation kein Falsch oder richtig. Eine gute Idee ist aber bei jedem interpretierten Zitat zu paraphrasieren, d. h. das Gesagte mit eigenen Worten zu umschreiben und wiederzugeben. So zeigen Sie zumindest, dass Sie den Sinn des Gesagten verstehen und eigenständig wiedergeben können.

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Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 5. August 2022 von