Eine These ist vom Grund her eine Behauptung, die zur Einleitung einer Argumentation dient. Mit einer These beginnt also eine Argumentation. Außerdem ist eine These für wissenschaftliche Arbeiten die Grundlage, die allerdings noch bewiesen werden muss. Eine These kann sich aus einem einzelnen Gedanken zusammensetzen oder einem ganzen Satz. Beides muss allerdings anschließend noch bewiesen werden.

Ob eine These wahr oder falsch ist, kann nur über einen Beweis nachgewiesen werden. Die Beweise die angeführt werden, sollten stark und schlüssig sein. Nur in den Fällen, wo die These auf Argumenten basiert, in der Schule zum Beispiel, müssen die Beweise nicht so stichhaltig sein. Der Wahrheitsgehalt von Argumenten ist aber eher gering, denn er beruht mehr oder weniger auf Wahrscheinlichkeit und nicht auf belegbaren Fakten.

Argumente lassen sich nicht mathematisch einordnen, denn sie sind mehr oder weniger das Ergebnis von induktiven oder regressiven Beweisen.

Was ist ein regressiver Beweis?

Hier geht es darum, sehr viele Schlussfolgerungen zu vergleichen, und herauszufinden ob sie alle wahr sind. Wenn das der Fall ist, ist das zu beweisende Argument wahr.

Was ist ein induktiver Beweis?

In diesem Fall wird ein Teil betrachtet, der zu einer Gesamtheit gehört. Weißt dieser Teil die gleichen Eigenschaften auf, so wird davon ausgegangen, dass auch die Gesamtheit so ist.

Wie wird eine These aufgestellt?

In erster Linie muss eine These so aufgestellt werden, dass alles klar und deutlich formuliert ist, das heißt, dass Missverständnisse von vornherein ausgeschlossen werden können. Es ist in erster Linie erst einmal eine Behauptung, dass eine Sache sich so oder so verhält.
Ein Beispiel wäre die These, dass an einer Schule mit hohem Ausländeranteil die Gewalt unter den Schülern wesentlich höher ist, als an einer Schule ohne Migranten.

Beim Aufstellen einer These muss das hervorgehoben werden, was besonders wichtig ist. Die Sachen die angeführt werden, dürfen sich auf keinen Fall auf irgendeine Weise widersprechen, denn sonst widerlegt sich die These von selbst.
Bei der aufgestellten These darf es keine Abweichungen geben, sie muss von Beginn bis zum Ende gleich bleiben. Wer gleichzeitig mehrere Thesen aufstellen möchte, der muss dies gesondert zu tun und sehr genau prüfen, dass ich keine Widersprüche in den Behauptungen finden.

Der Unterschied zwischen der These und der Hypothese

Wer mit Argumenten arbeiten will der stellt Thesen auf, die bewiesen werden müssen. Eine Hypothese wird verwendet, wenn es um wissenschaftliche Dinge geht, die erst einmal dargelegt werden, am Ende sich aber nicht unbedingt als wahr herausstellen müssen.
Dies wird oft angewendet, wenn es darum geht, Gedichte oder andere literarische Werke zu analysieren und interpretieren. Hier werden nur Beobachtungen dargelegt, die im literarischen Werk gemacht worden. Es sind also nur Vermutungen.

Bei einer Hypothese ist es im Gegensatz zur These, nicht von vornherein klar, ob sie der Wahrheit entspricht. Das muss sich erst bei der Prüfung herausstellen. Während bei der These davon ausgegangen wird, dass sie immer war ist und sich am Ende auch bewahrheitet, so ist dies bei der Hypothese nicht der Fall.

Das bedeutet, wenn eine These am Ende nicht klar bewiesen werden kann, dann ist es lediglich eine Hypothese die Erfindungen beruht.

Was ist eine wissenschaftliche These?

Es gibt noch mal einen Unterschied zwischen einer ganz normalen These und einer wissenschaftlichen These. Für eine wissenschaftliche These müssen wesentlich höhere Maßstäbe angelegt werden. Diese Maßstäbe sind zwar nirgends genau festgelegt, dennoch gibt es einiges zu beachten, wenn eine wissenschaftliche These aufgestellt werden soll.

Kriterien der wissenschaftlichen These:

  • Klares Urteil. Für den Leser der These muss alles logisch und klar klingen.
  • Die Darstellung muss identisch sein. Alles was behauptet wurde, muss durchgängig bleiben und darf nicht in irgendeiner Weise abweichen.
  • Widerspruch und Einschränkung. Eine neue These darf auf keinen Fall einer bereits akzeptierten These widersprechen, auch doch sie eine andere These nicht einschränken.
  • Logik und Tatsachen. Liebe sollte im Idealfall durch Tatsachen, Beispiele oder Experimente belegt werden können. Außerdem darf in der Behauptung kein logischer Widerspruch zu Tage treten.
  • Falsifizierbarkeit. Falsifizierbar ist eine These immer dann, wenn es theoretisch möglich ist sie in ihrer Behauptung zu widerlegen. Sie ist dann angreifbar.
  • Evidenz. Ein evidentes Urteil sollte eine These nicht sein, das Ergebnis muss nicht oder darf nicht von vornherein klar ersichtlich sein. Dich allerdings die Frage, wozu es überhaupt untersucht wurde.

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