3 Tipps: Die perfekte Rede schreiben – Aufbau, Gliederung & Planung

Klasse statt Masse – die richtige Rede halten

Jeder kennt es, viele tun es, aber leider nur die Wenigsten machen es richtig: eine Rede halten. Schon im frühen Alter werden wir damit konfrontiert, ob bei der ersten Gruppenarbeit in der Grundschule, bei der Vorstellung in ortsansässigen Vereinen oder später im Berufsleben: Das Sprechen vor einer Gruppe wird unser Leben lang allgegenwärtig sein – doch als Zuhörer kennen wir diese Reden meist als zu langgezogen, wenig unterhaltsam und manchmal sogar am Thema vorbei.

Wer selbst nicht gelangweilt sein möchte, sollte mit gutem Beispiel vorangehen und es besser machen. Ein “Allheilmittel” wird es hierfür niemals geben, dennoch gibt es Tipps und Tricks an die Sie sich halten können, um Ihre Zuhörer genau so zu erreichen, wie Sie es wollen.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Ähnlich wie bei einem Urlaub ist die erste Frage: Wohin soll die Reise gehen? Wobei im Detail hier weniger die tatsächliche Destination gemeint ist, sondern vielmehr die folgenden Eckpunkte: Wer ist Ihre Zielgruppe und was ist das Ziel Ihrer Rede? Welche Emotion soll bei Ihrem Publikum geweckt werden? Möchten Sie einen Kunden für Ihr Unternehmen gewinnen und von Ihren Ideen begeistern? Oder lassen Sie ein Geschäftsjahr vor Ihrem Vertriebsteam Revue passieren und wollen für das kommende Jahr die Motivation ankurbeln? Oder soll es eine informative Rede für Investoren werden?

Versuchen Sie vorab klar zu definieren, was Ihr Ziel ist. Vielen Rednern hilft es, das Ziel vorab niederzuschreiben und als eine Art Einstieg zu verwenden.

Wie erreiche ich meine Zuhörer

Wenn sie das “was” geklärt haben kommt im nächsten Schritt das “wie”. Versuchen Sie mit Empathie sich selbst in die Lage des Publikums zu versetzen und fragen sich, was Sie hören wollen würden, stünden Sie an der Stelle eines Zuhörers. Arbeiten Sie mit positiven Beispielen aus der Vergangenheit, sich zu erinnern fällt dem Menschen einfacher als sich eine fiktive Situation vorzustellen. Eine humorvolle Anekdote kann nie schaden – aber bleiben Sie dem Publikum entsprechend seriös und authentisch. Wählen Sie eine sinnige, chronologische Erzählung.

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Papier ist geduldig – aber nicht kreativ

Eine Sammlung von Themen ist wichtig und eine gute Voraussetzung – aber erzwingen Sie Ihre Rede nicht. Die Kreativität ist wie eine kleine Pflanze in Ihrem Inneren – lassen Sie sie wachsen. Sammeln Sie Ideen über einen gewissen Zeitraum und setzen sich eine entspannte Deadline. Diese Ideen können aus Zeitungen, Pausengesprächen, Fachzeitschriften oder Telefonaten sein. Ein kleines Buch, oder eine Notiz im Mobiltelefon gespeist mit kleinen Schlagwörtern. Wichtig hierbei ist, dass es Gedankenstützen sein sollen, die Ihre Kreativität fördern – vermeiden Sie, sich an einem Aspekt aufzuhängen. So bleibt Ihre Rede lebendig.

Aufbau und Ablauf

Legen Sie vorher eine Gliederung Ihrer Rede fest, Sie ist der Rahmen von Ihrem sprachlichen Bild in das Sie kunterbunt hineinmalen dürfen. Der Aufbau Ihrer Rede muss dem Zuhörer verständlich und (chrono)logisch erscheinen. Die perfekte Lösung gibt es hierbei nicht, der Treiber hierbei ist schlichtweg die Absicht Ihrer Rede: Geht es um Begeisterung, wollen Sie Informationen weitergeben und welche bekommen oder geht es darum, zu motivieren. Das Ziel ist entscheidend, das folgende Beispiel ist nur eines von vielen, wie Sie Ihre persönliche Rede aufbauen können.

Einleitung

  • Begrüßung der Gäste (eventuell namentlich)
  • Vorstellung der eigenen Person
  • Thema und Hintergrund der Rede
  • Annektierte Einleitung, z.B. ein Zitat oder eine Behauptung

Hauptteil

  • throwback: was war? wo kommen wir her? was ist passiert?
  • Status-Quo
  • Möglichkeiten der Veränderung und damit verbundene Ziele
  • Beweggründe und Motivation für das Thema
  • Kritische Punkte vorweg ansprechen, offensichtliche Gegenargumente pro activ entkräften
  • Fokus auf das Ziel: Wo Sie stehen, wenn des angesprochene Realität wird

Schlussteil

  • Klare und einfache Zusammenfassung
  • Motiviert auf das gemeinsame Ziel verweisen (Ziel der Veranstaltung!)
  • Abschließende Worte und Dankesgruß für die Aufmerksamkeit

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