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Pro & contra Argumente für/gegen Online Shopping

  • by Anatoli Bauer

Online Shops erweisen sich besonders in Krisenzeiten als zuverlässige Bezugsquellen für Lebensmittel und Haushaltsgüter. Online Shopping ist einfach und die Geschäfte sind rund um die Uhr geöffnet. Es gibt aber auch viele Gegenargumente, zum Beispiel der sinkende Absatz regionaler Angebote. Erfahre mehr über Pro und Contra mit Bezug auf Online Shopping.

Argumente pro Online Shopping in der Übersicht

  • Alle erdenklichen Waren sind online erhältlich.
  • Es gibt keine Begrenzungen der Öffnungszeiten, selbst an heiligen Feiertagen sind die Online Shops geöffnet.
  • Niemand muss in ein physisches Kaufhaus, alle Einkäufe werden von zu Hause, dem Büro oder unterwegs erledigt.
  • Kein Verbraucher muss größere Bargeldsummen mit sich führen, die Bezahlung erfolgt mit der Bankomat- oder Kreditkarte.
  • Der CO2-Ausstoß durch fehlende Fahrzeuge, die nicht zu den Geschäften und Einkaufszentren fahren, verringert sich.
  • Online Shopping verkürzt bei gezieltem Warenkauf die Einkaufszeit.
  • Keine überfüllten Kassen, keine Warteschlangen.
  • Kinder fühlen sich im überfüllten Kaufhaus oft unwohl und das führt oft zu Streit zwischen Eltern und Kind. Das Szenario bleibt Ihnen erspart.
  • Physische Diebstähle sind beim Online Shopping nicht möglich.
  • Es werden keine Kassierer in einem Online Shop benötigt, insgesamt lässt sich das Personal auf ein Minimum reduzieren und führt zur Kosteneinsparung des Unternehmens.
  • Unternehmen benötigen keine physischen Shops, sie können sich auf einen Lagerort konzentrieren. Das spart Betriebskosten.
  • Waren sind dank Vergleichsseiten in wenigen Minuten verglichen und günstigstes Angebot schnell gewählt.
  • Rabatt-Codes senken den Preis. Codes gibt es unter anderem auf Social Media Kanälen.

Argumente contra Online Shopping in der Übersicht

  • Es gibt keine persönliche Beratung vor Ort.
  • Kundenberatungen werden von Bots übernommen, die keine spezifischen Fragen zulassen.
  • Anfragen werden oft erst nach Tagen beantwortet.
  • Kundenservice wird oft von externen Call Centern übernommen. Vor allem ausländische Fachkräfte mit geringeren Deutschkenntnissen sind in den Servicestellen angestellt, das führt zur Sprachbarriere und somit zu Missverständnissen.
  • Falschangaben in der Warenbeschreibung führen zu einem langen Umtauschprozess.
  • Falsche Größen bedürfen einer Retour. Bis der Prozess abgewickelt ist, dauert es Tage. Online Shopping ist nichts, wenn die Ware dringend benötigt wird.
  • Keine physische Kontrolle der Ware möglich.
  • Höherer Stromverbrauch durch mehr angeschlossene Geräte in Betrieben und Haushalten, was negativ zur CO2-Emission beiträgt.
  • Deutlicher Anstieg an Verpackungsabfällen.
  • Beschädigte Waren durch Transport mit anschließendem Umtauschprozess.
  • Waren können optisch von Beispielbild abweichen.
  • Viel minderwertige Ware.
  • Fake Shops, die keine Waren versenden aber Geld von Verbrauchern kassieren. Kaum Chancen auf Rückerstattungen.
  • Betrugsdelikte durch Hacker jederzeit möglich. User benötigen zum Online Shopping ein gutes Sicherheitssystem auf ihrem Computer, Tablet und Smartphone.
  • Fehlbuchungen auf dem Konto möglich, wer nicht regelmäßig die Buchungsposten auf dem Konto kontrolliert verliert womöglich sein Geld.
  • Regionaler Handel leidet unter Online Shopping aufgrund höherer Ausgaben für physische Shops.
  • Lebensmittel stammen oft nicht aus der Region, für die Produktion und Verarbeitung werden Arbeiter:innen ausgebeutet.
  • Billige Ware führt zur Ausbeutung und menschenverachtenden Bedingungen in den Fabriken der Arbeiter:innen.
  • Ausbeutung von Kindern in Produktionsländern. Das trifft auf den gesamten Handel zu, somit auch auf die angebotenen Waren in physischen Shops.
  • Geringere Einkommen für Beschäftigte.
  • Unerwünschte Werbung aufgrund falscher Zugeständnisse beim Kauf von Waren in einem Shop.
  • Datenmissbrauch durch die Angabe sensibler Daten. Wer die Geschäftsbedingungen nicht liest, der akzeptiert, dass Online Shops sensible Daten an Dritte weitergeben dürfen.
  • Angebliche Schnäppchen erweisen sich als überteuerte Angebote. 1. Weil viele Waren vor der geplanten Rabattschlacht teuerer werden und der Rabatt sehr marginal ausfällt. 2. Weil versteckte Nebenkosten den Preis insgesamt nach oben treiben.

Pro & Contra – welche Argumente gibt es noch?

Macht euch Gedanken zu Pro & Contra Online Shopping, bestimmt fallen euch noch mehr Argumente ein. Wer selbst häufig online einkauft, wird die Vor- und Nachteile erkennen.

Die Inflation steigt seit Jahren, die Löhne und Gehälter nicht oder nur sehr gering mit gutem Willen der Arbeitgeber. Das führt dazu, dass viele Haushalte auf sehr günstige Preise angewiesen sind und es sich nicht mehr leisten können, im Einkaufscenter außerhalb der Rabattzeiten zu shoppen. Da liegt es nahe, die Angebote online zu vergleichen, um auch den letzten Euro einzusparen. Schließlich gibt es in fernen Ländern so billige Shops, dass die Liefergebühren teuerer sind als die Waren selbst.

Damit der regionale Handel stärker gefördert wird, bedarf es einem Anstieg der Kaufkraft, einer gerechteren Verteilung der Gehälter und Löhne, sonst wird die Spanne zwischen Reich und Arm noch weiter auseinandergehen.

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