Woran glauben die Baptisten & nach welchen Regeln leben sie?

Allgemeines

Baptisten sind Mitglieder der Familie der evangelischen Konfession. Besonderheiten sind die Gläubigertaufe sowie, dass die Ortsgemeinde für die Lehre selbst verantwortlich ist. Die Baptisten setzen sich zudem für die uneingeschränkte Glaubensfreiheit ein, die auf die Täufer des 16. Jahrhundert zurückgehen, auf welche sie sich größtenteils auch berufen.

Die erste Gemeinde von Baptisten entstand Anfang 1600 in Amsterdam. In Deutschland hingegeben trat der Baptismus erstmals im Jahr 1834 auf. Von hier aus gelang die Glaubensrichtung in die Schweiz sowie nach Österreich.
Der Baptismus hat in Nordamerika sowie in Afrika und Asien die meisten Anhänger.

Daran glaubt man im Baptismus

Ein Merkmal und eine Besonderheit der Baptisten ist wie schon erwähnt die Gläubigertaufe. Es warten also hier nur Gläubige getauft und nicht, wie bei vielen anderen Glaubensgemeinschaften, Säuglinge bzw. Kinder. Die Entscheidung muss also von einem selbst kommen.

Ein allgemeines sogenanntes baptistisches Glaubensbekenntnis existiert nicht. Nachfolgend aber die Prinzipien der Baptisten:

  • – Für Lehre, Glauben und Leben ist die Bibel alleinige Richtschnur.
  • – Die Gemeinde Jesu ist eine Schöpfung des Wortes Gottes. Die Verkündigung weckt, stärkt und korrigiert den Glauben des einzelnen Menschen und verlangt nach dessen Antwort. Die Verkündigung des Evangeliums ist die Voraussetzung dafür, dass ein Mensch zum Glauben kommt. Wer zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist, wird eingeladen, sich aufgrund seines persönlichen Bekenntnisses taufen zu lassen.
  • – Nicht die Taufe, sondern der persönliche Glaube an Jesus Christus als Herrn und Erlöser ist heilsentscheidend.
  • – Die örtliche Gemeinde der Glaubenden „verwaltet“ das Wort und die von Jesus Christus eingesetzten Zeichen Taufe und Abendmahl. Sie delegiert diese Aufgabe an einzelne Gemeindemitglieder.
  • – Grundsatz ist das Priestertum aller Gläubigen. Alle Handlungen, auch Taufe, Abendmahl und Predigt, können grundsätzlich von jedem Gemeindemitglied vollzogen werden.
  • – Das Abendmahl wird vorwiegend als Gedächtnismahl verstanden.
  • – Baptisten sehen in der Evangelisation die vordringlichste Aufgabe sowohl des einzelnen Gemeindemitglieds („Jeder Baptist ein Missionar!“ (Johann Gerhard Oncken)) als auch der Gemeinde und ihrer regionalen und nationalen Zusammenschlüsse.
  • – Baptisten treten weltweit für Glaubens- und Gewissensfreiheit des Menschen ein. Staat und Kirche sind zu trennen. Keine Religion darf vom Staat bevorzugt behandelt werden.

(Quelle: wikipedia.org)

Generell kann also gesagt werden, dass die Baptisten evangelikal sind. Darüberhinaus herrscht ein Einfluss des Calvinismus sowie des Puritanismus sowie des Pietismus sowie auch der immer stärker werdenden Dispensationalismus.

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