Goldstempel: welche gibt es & was bedeuten sie? Aufklärung

Goldstempel: welche gibt es & was bedeuten sie

In Deutschland sind Stempel oder sog. Punzen in Goldschmuck, Goldmünzen oder -barren, die den Goldgehalt angeben, nicht gesetzlich vorgeschrieben. Dennoch hat man sich auf handelsübliche Stempelungen geeinigt. Einerseits wird somit dem Kunden transparent gemacht, um welche Legierung es sich handelt, andererseits hat es den ganz praktischen Nutzen, dass ein Schmuckstück nicht verkratzt oder anderweitig beschädigt werden muss, um den Goldgehalt festzustellen.

Was ist eine Legierung?

Eine Legierung ist ein durch Schmelzung entstandenes Gemisch aus unterschiedlichen Metallen. Da sich reines Gold nicht zur Schmuckverarbeitung eignet, weil es zu weich ist, wird es mit anderen Metallen legiert. Goldlegierungen enthalten zusätzlich zum Gold selbst noch mindestens ein anderes, meist jedoch zwei weitere Metalle. Dabei handelt es sich um Kupfer und Silber in unterschiedlichem Mischungsverhältnis. Um Farbe und Härte noch weiter zu beeinflussen, werden manchmal weitere Metalle hinzugefügt.

Was wird mit dem Stempel ausgesagt?

Wenn Gold gestempelt wird, muss dieser Stempel den Feingoldgehalt in Tausendstel, also in Promille, mit 3 Ziffern angegeben werden. Der tatsächliche Anteil des Feingoldes darf dabei nur um maximal 1% von der angegebenen Menge abweichen.

Die gängigsten Goldstempelungen in Deutschland heute

Grundsätzlich kann jedes Legierungsverhältnis in Ziffern ausgedrückt auch gestempelt werden. Die einzige Voraussetzung, die zu beachten ist, besteht aus einem Mindestgehalt von 333 Promille Feingold. Ansonsten könnten Sie Stempelungen der Ziffern 334 genauso entdecken, wie die Stempelung 997.

Die gängigsten handelsüblichen Stempelungen in Deutschland sind jedoch 333, 585 und 750 für Schmuckstücke aus Gold.

Goldmünzen werden im Allgemeinen nicht gestempelt, Barren hingegen tragen meist den Stempel von 999 oder 24 Karat, also beinahe 100ig reines Gold, sprich Feingold.

Sonstige Legierungen

Einige Legierungen gelten in anderen Ländern als Untergrenze dafür, was als Goldschmuck bezeichnet werden darf.
In England muss ein Schmuckstück somit mindestens 37,5% Gold enthalten, in den Staaten müssen es mindestens 41,7% sein.
Historische Goldmünzen, insbesondere aus Spanien enthalten 89,5% Feingold, während der klassische Dukaten sogar aus 98,6% Feingold besteht.
Wie jedoch bereits erwähnt, werden Münzen im Allgemeinen nicht gestempelt.

Alles ganz anders?

In manchen Schmuckstücken findet man statt der vorgeschriebenen drei Ziffern Angaben in ct. Das bedeutet eine Angabe des Feingoldgehaltes in Karat. Entweder handelt es sich dabei um ein älteres Schmuckstück, das in Deutschland hergestellt und punziert wurde, oder Sie halten ein ausländisches Schmuckstück in den Händen. Die Entsprechungen sind:

  • 8 ct/Karat = 333 oder 33,3% Feingold,
  • 9 ct/Karat = 375 oder 37,5% Feingold,
  • 14 ct/Karat = 585 oder 58,5% Feingold,
  • 18 ct/Karat = 750 oder 75% Feingold,
  • 24 ct/Karat = 999 oder 99,9% Feingold.

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