Martinshorn: Unterschied zwischen Stadt & Land Signal

Unterschied zwischen Stadt & Land Signal

Das Martinshorn wird auch als Einsatzhorn oder Folgetonhorn bezeichnet und ist eine akustische Einrichtung an Fahrzeugen von Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen/Notarzt und anderen Organisationen mit Sicherheits- oder Hilfsaufgaben.

Kleine aber feine Unterschiede

Man kann das Martinshorn in zwei unterschiedliche Signale unterscheiden:

  • Landhorn
  • und „Stadthorn„.

Wobei es da nur Unterschiede in der Frequenz gibt. Das Landhorn liegt meist in einem Frequenzbereich von 362 bis 483 Hz und das Stadthorn im Bereich von 410 Hz bis 547 Hz. Das Stadthorn ist also meist lauter, als das Signal auf dem Land, was darauf zurückzuführen ist, dass der Geräuschpegel in der Stadt meist höher ist als auf dem Land.

Einsatzfahrzeuge dürfen alles?

Das Martinshorn erzeugt eine bestimmte Tonfolge, die andere Verkehrsteilnehmer warnen soll. Außerdem soll diese Tonfolge dazu auffordern für die Einsatzfahrzeuge Platz zu machen. Meistens ist dieses akustische Warnsignal mit einem Blaulicht verbunden, was für mehr Aufmerksamkeit und eine schnellere Erkennung von Einsatzfahrzeugen sorgen soll.

Fährt ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn, bestehen für das Fahrzeug sogenannte Sonderrechte, welche es diesem erlauben die Straßenverkehrsordnung zu missachten. Das heißt, das Fahrzeug darf zu schnell fahren, Vorfahrtsregeln missachten und braucht auch nicht auf Ampeln oder Ähnliches zu achten. Das Einzige, was Fahrzeugen von der Feuerwehr, Polizei oder dem Krankenwagen genauso untersagt ist, wie jedem anderen, ist die Fahrt auf der Autobahn in entgegengesetzte Richtung (Geisterfahrt). Auch nicht, wenn es der kürzeste Weg wäre.

Leider kommt es in ländlichen Gegenden und kleinen Städten immer wieder vor, dass nachts nicht mehr mit Martinshorn gefahren werden soll, damit Anwohner nicht in der Nachtruhe gestört werden. Sicher ist die Verkehrslage nachts in Kleinstädten übersichtlicher als in Großstädten, aber meistens kommt es bei solchen Einsatzfahrten auf jede Sekunde an.

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