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Warum ist Y kein Vokal? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Alle Buchstaben der deutschen Sprache werden in Konsonanten und Vokalen unterschieden. Neben den Buchstaben a, e i, o und u gehört auch das y zu den Vokalen. Vokale werden auch als Selbstlaute bezeichnet. Die Buchstaben können bei der Artikulation ungehindert durch den Mund ausströmen. Man sagt, dass Vokale allgemein sehr stimmhaft sind. Es handelt sich bei Vokalen immer um vokalische Laute.

Vokal oder Konsonant?

Wenn das Y am Anfang eines Wortes steht, wie beispielsweise bei Yeti, Yahoo, Yacht oder Yoga wird es wie ein j ausgesprochen. In diesem Fall erfüllt es nicht die Voraussetzung für einen Vokal. Anders sieht es bei Wörtern aus wie Yggdrasil, Ytong, Ybbs und Mythos. Bei diesen Wörtern wird das y wie ein i ausgesprochen. Bei Wörtern wie Phyrn oder Sylt erfolgt die Aussprache wie ein ü. Einige Wörter enthalten ein i und ein y. Bei Willy wird das y wie ein i ausgesprochen. Bei Idylle dagegen wie ein ü. Diese Regelungen machen es vielen Menschen schwer, die deutsche Sprache richtig zu erlernen.

Ein seltener Buchstabe

Im Vergleich zu anderen Buchstaben kommt das y in der deutschen Sprache eher seltener vor. Nach Q und X gehört es zu den drittseltensten Buchstaben. Für Schwerhörige oder Gehörlose wird im Fingeralphabet der Buchstabe y dargestellt, in dem der kleine Finger und der Daumen nach oben abgespreizt wird, während die geschlossene Hand vom Körper weg gehalten wird. Die Bezeichnung y kommt aus dem Griechischen. Übersetzt bedeutet es einfaches ü. Im lateinischen Alphabet ist das Ypsilon ein junger Buchstabe. Ein klein geschriebenes Y ähnelt optisch dem klein geschriebenen u der lateinischen Sprache.

Y ist ein Halbvokal

Wenn man die unterschiedliche Nutzung des Buchstaben in der deutschen Sprache untersucht, kann festgestellt werden, dass es sich beim Y um ein sogenanntes Halbvokal handelt. Es ist eine Art Ersatzvokal. Häufig wird der Buchstabe in Eigennamen oder Fremdwörtern eingesetzt wie in Polypen oder Yvonne. Im Vergleich zu anderen Buchstaben kam das y daher erst relativ spät in unser Alphabet. In vielen anderen Sprachen wie in den Wörtern New York oder Ying und Yang wird der Buchstabe klar als j ausgesprochen. Hier gilt er nicht als Vokal, sondern als Konsonant.

Was ist ein Konsonant?

Ein Konsonant wird auch als Mitlaut bezeichnet. Hierbei handelt es sich um Buchstaben, die nicht ohne Vokal ausgesprochen werden können. Die meisten Buchstaben des Alphabets sind Konsonanten. Ob es sich beim Alphabet um 21 oder 20 Konsonanten handelt, hängt davon ab, ob man das y zu den Vokalen oder Konsonanten zählt. Beim Aufzählen des Alphabets wird der Buchstabe als Ypsilon ausgesprochen. Wird er in Wörtern verwendet, ändert sich die Aussprache in y, i oder ü. In diesem Fall handelt es sich um einen Selbstlaut oder einen Vokal. Bei einem Konsonanten muss der Mund wesentlich mehr bewegt werden als bei einem Vokal. Wenn man ein z oder ein x ausspricht, ist das im Vergleich zum Formen eines a wesentlich schwerer. In der deutschen Sprache wird ein Vokal, der kurz vor einem Doppelkonsonanten steht, immer kurz ausgesprochen. Beispiele hierfür sind: Spinne, Wanne, Sonne, Rille oder Welle.

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