Was bedeutet konjugierbar, deklinierbar & flektierbar? Aufklärung

Was bedeutet konjugierbar, deklinierbar & flektierbar

Was bedeutet konjugierbar, deklinierbar & flektierbar? Wir geben endgültig Aufklärung über die Einteilung von Wortarten

„Romanus eunt domus – Römer gehen das Haus?“ Wie in so manchen Spielfilmen, wie zum Beispiel hier in „Das Leben des Brian“ von Monty Python, haben auch heute noch Menschen – wenngleich auch nicht zwingend in der lateinischen Sprache – oft Probleme mit Deklination, Konjugation und Flexion – beziehungsweise fällt es einfach schwer, die einzelnen Wortarten richtig zuzuordnen. In diesem Artikel wird endlich darüber aufgeklärt, was es mit den verheißungsvollen Wörtern aus der deutschen Sprachgrammatik auf sich hat und welche Wortarten konjugierbar, deklinierbar und flektierbar sind.

Konjugierbar, deklinierbar & flektierbar – Was steckt dahinter?

In der deutschen Sprache werden, je nach zitierter Quelle, zwischen zehn Wortarten unterschieden. Diese zehn Wortarten fallen sind entweder konjugierbar, deklinierbar oder flektierbar. Die untenstehende, systematische Einteilung hilft leicht, einen Überblick zu bekommen.

Konjugierbar – ja oder nein?

Das Wort Konjugieren (lat. coniugatio – Verbindung) steht in der Grammatik für die Beugung von Verben und dabei gilt als Faustregel: Unter das Schema der konjugierbaren Wortarten fallen alle Verben, wie beispielsweise gehen, laufen, sprechen und so weiter. Konjugieren bedeutet, dass das Verb an die jeweilige Person, Zeitform, Modus (Indikativ, Konjunktiv, Imperativ), Aktiv, Passiv, Partizipien (wie „laufend“) und Infinitiv angepasst wird. Die Veränderung hängt von der Bedeutung des Satzes ab. In dem Satz „Ich werde morgen in die Stadt gehen“ wurde also das Verb „Gehen“ konjugiert und an den Sinn der Aussage angepasst.

Deklinierbare Wortarten

Unter Deklinieren (lat. declinare – beugen) versteht man den Fachbegriff der Veränderung von speziellen Wortarten. Je nach Bedeutung in einem Satz verändert sich durch die Deklination das Geschlecht, Zahl und der Fall (Nominativ, Genetiv, Dativ, Akkusativ) des Wortes. Die Wortarten, die als deklinierbar angesehen werden, sind Nomen (wie „Haus“), Artikel („ein“, „die“), Pronomen („jemand“) und Adjektive („groß“) gezählt. In dem Satz „Frau Maier besitzt ein großes Haus“ wurden die Hauptwörter sowie deren Beiwörter dementsprechend dekliniert und angepasst.

Und wie steht es um flektierbare Wortarten?

Es ging bereits aus den vorherigen Absätzen und der Beispiele darin hervor, dass Wörter, die zu deklinieren oder konjugieren sind, sich individuell dem Satz anpassen. Es gibt jedoch einen Unterschied in dieser Anpassung, und zwar ist das die sogenannte Flexion (lat. flexio – Beugung, auch Biegung). Die mögliche oder nicht mögliche Flexion eines Wortes hängt dabei von dem sogenannten Wortstamm ab. Sind Wörter wechselhaft und der Wortstamm ändert sich dabei, redet man von einem flektierbaren Wort. Dabei wird in etwa eine Endung angehängt oder eine andere Umbildung vorgenommen. Als flektierbare Wortarten werden in der deutschen Sprache Verben, Nomen, Artikel, Pronomen, Numerale und Adjektive bezeichnet.

Bleibt der Wortstamm allerding derselbe, spricht man von einem Wort, das nicht flektierbar ist. So sind Adverbien (gerne), Interjektionen (huch), Konjunktionen (aber, und) und Präpositionen (auf, hinter) Wortarten, die nicht flektierbar sind.

Deklinierbar, konjugierbar und flektierbar – diese Bezeichnungen sind grundlegend in der deutschen Sprachgrammatik, um den Sinn in einem Satz auch wirklich vermitteln zu können – damit sprachliche Missverständnisse gar nicht erst auftreten. Auch wenn die deutsche Sprache oft so einige Überraschungen bereit hält, hoffen wir, mit dieser Übersicht eine gute Grundlage zur Anwendung von Deklination, Konjugation und Flexion gegeben zu haben!

Viel Spaß und Erfolg beim richtigen Deklinieren, Konjugieren und Flektieren!

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