Märchen analysieren/interpretieren – Merkmale/Aufbau

Ein Märchen ist eine ausgedachte Geschichte. Diese beinhaltet immer einen Held, der bestimmte Hindernisse überwinden und Probleme lösen muss. Das Märchen beginnt meist mit den Worten „Es war einmal“, „Vor langer Zeit“ oder einer ähnlichen Floskel und endet immer mit einem Happy End. Die Aufgabe des Helden scheint meistens kaum lösbar.

Auf seinem Weg hat der Held viele Schwierigkeiten zu überwinden und droht oftmals zu scheitern. Irgendwie gelingt es dem Helden trotzdem immer die Schwierigkeiten zu überwinden und als Held gekürt zu werden. Als Zielgruppe eines Märchens gelten hauptsächlich Kinder. Eine Märchengeschichte ist oftmals eine abstrakte Darstellung der Realität, in der Tiere, Pflanzen oder Fabelwesen menschliche Charakterzüge annehmen und als eine Metapher verwendet werden. Das Märchen beinhaltet meistens eine Moral. Die Analyse eines Märchens besteht aus drei Teilen Einleitung, Hauptteil und Schluss.

Märchen analysieren/interpretieren – Einleitung

Im Einleitungssatz wird das Märchen kurz vorgestellt. Dabei werden der Name und falls bekannt Interpret und Zeitepoche genannt. Zusätzlich wird kurz der Kern der Handlung widergegeben. Nach dem Einleitungssatz wird der Leser kurz in die Geschichte eingeführt, indem die W-Fragen geklärt werden. Die Figuren werden mit ihren charakteririschen Eigenschaften vorgestellt (z.B.: der böse Wolf oder der listige Fuchs). Wichtig ist Es die Moral der Geschichte und der Werdegang oder die Aufgabe des Helden knapp anzudeuten.
Zusätzlich gehört in die Einleitung eine kurze Inhaltsangabe. Dabei wird nur der rote Faden verfolgt und die Einzelheiten und Details werden weggelassen.

Märchen analysieren/interpretieren – Hauptteil

Im Hauptteil wird das Märchen in Einzelteile auseinander genommen und die Intention des Verfassers wird inklusive der Botschaften zwischen den Zeilen zum Ausdruck gebracht. Jegliche Aussagen werden anhand von Zitaten belegt und Begründet. Die Figuren und ihre Erscheinungsformen werden ausführlich beschrieben. (z.B.: Welches Sinnbild will der Verfasser erzeugen, wenn die „weise Eule“ erscheint? Warum passt der Wolf als Bösewicht in die Geschichte?) Zusätzlich werden die vermittelten Gefühlslagen und der Spannungsbogen geschildert und anhand von Zitaten belegt. Thesen können aufgestellt werden, die ebenfalls mit Textstellen belegt werden müssen. Welche Schlüsselszenen führen dazu, dass der Held in Schwierigkeiten gerät oder zum Sieg erlangt? Welche Rolle spielen dabei die Eigenschaften des Fabelwesens?

Märchen analysieren/interpretieren – Schluss

Das wichtigste Merkmal des Schlussteils ist die Erörterung der Moral. Schlüsselszenen können zitiert werden oder Charaktereigenschaften der Fabelwesen können betont werden, um die Moral der Geschichte deutlich zum Ausdruck zu bringen. Ebenfalls können die persönliche Meinung und ein abschließendes Fazit Akzente im Schlussteil setzen.

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