Was ist eigentlich eine Allusion? Immer wieder hört man diesen Begriff im Deutschunterricht, doch was hat es wirklich mit einer Allusion auf sich bzw. was hat dieser Begriff mit der Sprache zu tun? Die Allusion ist im Grund erstmal nichts anderes, als ein rhetorisches Stilmittel. Wie das rhetorischen Stilmitteln üblich ist, finden sie sich immer wieder in der Literatur wieder.



Doch was ist das Ziel hinter eine Allusion bzw. was will sie erreichen? Die Allusion wird dafür verwendet, um eine Situation indirekt zu beschreiben. Sie haben sicherlich schon mal mitbekommen, dass jemand nicht direkt auf ein bestimmtes Ereignis hingedeutet hat, sondern dieses indirekt umschrieben hat. In diesem Fall hat er, bewusst oder unbewusst, eine Allusion verwendet.

Doch woher kommt dieser Begriff eigentlich und was bedeutet er übersetzt? Allusion kommt ursprünglich aus dem Latein und lässt sich mit dem Wort ,,alludere” ableiten. Jetzt kennen Sie schon den lateinischen Begriff bzw. die Übersetzung. Nun wollen wir uns mal ein Beispiel zum besseren Verständnis anschauen.

Beispiel:

,,Du hast in dem Punkt zu sehr übertrieben. Das war seine wunde Stelle“.

Doch was sagt uns dieses Beispiel? Dieses Beispiel illustriert, dass jemand von den Worten einer anderen Personen emotional ziemlich getroffen ist. Hierbei wird eine bildliche Metapher verwendet wie Sie wahrscheinlich schon bemerkt haben. Die ,,Wunde Stelle” soll betonen, dass seine Worte überhaupt nicht angemessen waren. Diese bildliche Metapher ist kein reiner Zufall, sondern wird bei einer Allusion immer wieder ganz bewusst eingesetzt.

Schauen wir uns mal ein nächstes Beispiel an, um den ganzen Sachzusammenhang besser zu verstehen:

Beispiel2:

,,Er ist wie Robin Hood im Bezug auf die Gerechtigkeit”.



 

Wieder einmal erkennen wir eine bildliche Metapher! Dieser Satz drückt ganz klar aus, dass diese Person einen ganz starken Mut haben muss, denn ansonsten würde man hier nicht Robin Hood als Vergleich heran ziehen. Wie Sie sehen ist hier auch der Vergleich ganz bewusst ausgewählt worden.

Wie wirkt eigentlich so eine Allusion?

Nun wollen wir uns ein bisschen näher mit der Wirkung dieser Sprachgattung beschäftigen. Sie fragen sich bestimmt auch wie so etwas auf andere Personen wirken mag und, ob Sie so ein Werkzeug auch für Ihre Kommunikation verwenden können. Im Grunde spricht nichts negatives dagegen eine Allusion in seinen Sprachgebrauch einzubauen, da man seinem Gegenüber klar und deutlich vermittelt worum es geht, sodass Missverständnisse dadurch auch vermieden werden können.

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Eine Allusion ist nämlich nicht anderes, als eine Anspielung. Sie ist meistens sehr indirekt, sodass es auch schnell passieren kann, dass der andere Gesprächspartner diese gar nicht wahr nimmt. Auch in der frühen Literatur wurden immer wieder Allusionen verwendet, um auf einen bestimmten Sachverhalt hinzudeuten. Sinn und Zweck war es eben nicht den Leser direkt darauf aufmerksam zu machen.

Viel mehr sollte dieser selber zum Nachdenken angeregt werden. Damit die Allusion aber die gewünschte Wirkung bei dem Empfänger entfalten kann, sollte dieser mindestens einigermaßen über den Sachverhalt aufgeklärt sein, denn ansonsten könnte es, wie schon erwähnt, schnell mal zu einem unerwünschten Missverständnis kommen.

Gerade in Romanen ist es sehr beliebt mit Allusionen zu spielen. Somit kann auch in einigen Fällen eine gewisse Spannung bei behalten werden, die ansonsten direkt wieder erlischen würde. Wie man sieht eignet sich eine Allusion nicht nur für die private Kommunikation, sondern auch für alte Literatur.

Sie ist mittlerweile als rhetorisches Stilmittel überall bekannt und kann auch ruhig ab und zu angewendet werden, um auf eine bestimmte Situation oder eine Person hinzudeuten. Versuchen Sie es am besten gleich mal selbst aus und beobachten Sie wie Ihr Gegenüber reagiert. Sie werden Reaktionen wahrnehmen, die ansonsten gar nicht eintreten würden und vielleicht auch in dem Ein oder Anderen eine gewisse Erinnerung wieder ins Leben rufen, die ansonsten irgendwo verborgen geblieben wären. Probieren Sie es gleich mal aus!

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